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Tour de France: Alpecin-Deceuninck feiert Traumstart mit Mathieu van der Poel in Gelb - Drama um Jasper Philipsen
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Update 07/07/2025 um 17:09 GMT+2 Uhr
Das belgische Team Alpecin-Deceuninck dominiert die ersten Etappen der Tour de France 2025. Nach dem Sprint ins Gelbe Trikot gedenkt Topstar Mathieu van der Poel seines berühmten Großvaters. Auf der 3. Etappe muss die Mannschaft aber einen herben Rückschlag verkraften. Top-Sprinter Jasper Philipsen muss die Tour nach einem heftigen Sturz auf dem Weg in den Etappen-Zielort Dünkirchen aufgeben.
Highlights: Van der Poel bezwingt Pogacar nach hektischer Etappe
Quelle: Eurosport
Mathieu van der Poel hockte im Zielbereich von Boulogne-sur-Mer auf dem Asphalt und schnappte nach Luft, dann gratulierte ihm Jasper Philipsen mit einer herzlich-kräftigen Umarmung.
Zumindest symbolisch übergab Philipsen damit das Gelbe Trikot an seinen Teamkollegen, der Traumstart der belgischen Mannschaft Alpecin-Deceuninck bei der 112. Tour de France war perfekt - bis Philipsen am Montag folgenschwer stürzte.
Rund 60 km vor dem Ziel der dritten Etappe in Dünkirchen räumte der Franzose Bryan Coquard, Teamkollege von Emanuel Buchmann bei Cofidis, den schuld- und chancenlosen Philipsen ab.
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Der belgische Top-Sprinter krachte bei hohem Tempo auf den Rücken, unter dem zerrissenen Trikot zeichneten sich große blutende Wunden ab. Schnell war klar: Es geht nicht weiter. "Freude und Leid so nah beieinander", schrieb der Rennstall wenig später bei X.
Alpecin war "unaufhaltsam" unterwegs
"Irrésistible" hatte die Zeitung "L'Équipe" am Montagmorgen getitelt, bis zu dem Crash von Philipsen war der Alpecin-Auftritt auch wahrlich "unaufhaltsam" gewesen.
Nach Philipsens überlegenem Auftaktsieg in Lille legte van der Poel am Sonntag auf der zweiten Etappe nicht minder spektakulär nach, auf dem Schlussanstieg stahl er auch Titelverteidiger Tadej Pogacar die Show und schlüpfte ins Maillot jaune.
1049 Tage waren seit seinem bislang letzten Tour-Etappensieg verstrichen. "Vier Jahre nach dem letzten Mal wieder zu gewinnen, das ist einfach großartig", sagte van der Poel, Enkel der 2019 verstorbenen französischen Rad-Ikone Raymond Poulidor.
Der Erfolg von 2021 sei allerdings "noch emotionaler" gewesen, sagte van der Poel, "weil er zuvor gestorben war. Ich wollte unbedingt gewinnen als er noch am Leben war". Poulidor selbst war siebenmal Gesamtzweiter bei der Großen Schleife geworden, in den Genuss des Gelben Trikots aber nie gekommen.
van der Poel in Gelb, Philipsen muss aufgeben
Auch die kommenden Etappen der ersten Woche sind weitgehend auf den Klassikerspezialisten van der Poel, der je dreimal die Flandern-Rundfahrt und Paris-Roubaix sowie zweimal Mailand-Sanremo gewonnen hat, und sein Team zugeschnitten. Für die Gesamtwertung fahren van der Poel und Co. nicht, dafür gehen sie auf Etappen- und Trikotjagd.
Neben van der Poel in Gelb trug Philipsen, der in Lille seinen zehnten Tour-Tagessieg gefeiert und als erster Sprinter seit Alexander Kristoff 2020 die Führung der Gesamtwertung inne hatte, auf der dritten Etappe am Montag das Grüne Jersey. Nun geht es ohne ihn weiter.
Davon abgesehen betreibt das Team durch die Erfolge beste Werbung für Sponsoren. Denn zum Jahresende scheidet Co-Namensgeber Deceuninck aus, ein Nachfolger ist noch nicht gefunden. Ihren Bossen bescheren van der Poel und Co. derzeit aber eine hervorragende Verhandlungsbasis. Die Festtage wurden nun aber erstmal erheblich getrübt.
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(SID)
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