Tour de France 2025: Jasper Philipsen gibt Bryan Coquard nach schwerem Sturz keine Schuld - "war ein Rennunfall"
VonJan Zesewitz
Update 16/07/2025 um 13:15 GMT+2 Uhr
Jasper Philipsen musste die Tour de France während der 3. Etappe nach einem schweren Sturz beim Zwischensprint beenden. Der Belgier von Alpecin-Deceuninck brach sich das Schlüsselbein, als Bryan Coquard (Cofidis) im Sprint strauchelte und den Mann im Grünen Trikot bei hoher Geschwindigkeit abräumte. Philipsen selbst äußerte sich bei "Sporza" erstmals zum Sturz und seinem bitteren Tour-Aus.
Übler Sturz bei 60 km/h: Tour-Aus für Sprint-Star Philipsen
Quelle: Eurosport
"Ich gebe Coquard keine Schuld, es war ein Rennunfall", sagte er. "Ich weiß, wie es ist, nach einem Sprint kritisiert zu werden. Bei der Tour de France wird alles aufgebauscht, und man sucht unweigerlich nach einem Schuldigen."
Coquard entschuldigte sich schon nach Ende der Etappe tränenreich bei Philipsen und beteuerte, dass ein Unfall nicht seine Absicht gewesen sei. Die Rennjury machte den Franzosen dennoch verantwortlich und verwarnte ihn mit einer Gelben Karte.
Auch im Peloton gab es Kritik an dem Cofidis-Fahrer, Tour-Legende Bernard Hinault sprang ihm gegen die Anfeindnugen im Internet zur Seite. Und auch Philipsen will die Sache nun ruhen lassen.
"Coquard schickte mir danach eine Nachricht, worüber ich mich sehr freute. Ich habe ihm gesagt, dass er nichts dafür konnte. Sein Fuß rutschte von seinem Pedal und machte eine Bewegung, der ich nicht ausweichen konnte", sagte der belgische Sprinter.
Weitere Planung steht noch nicht fest
Seine Genesung schreitet derweil weiter voran, wie es im Saisonverlauf weitergeht, steht allerdings noch nicht fest.
"Vielleicht schaffe ich es bis zur Vuelta, aber darüber haben wir noch nicht gesprochen. Ich weiß nicht, ob das machbar ist", sagte er eine mögliche Teilnahme an der Spanien-Rundfahrt.
Allerdings schien Philipsen nach dem Tour-Aus nicht topmotiviert zu sein, um wieder ins Renngeschehen einzusteigen. "Es gibt einige schöne Klassiker, wie die Bretagne Classic oder Paris-Tours", sagte der 27-Jährige. "Nur die ganz großen Ziele, wie die Tour oder die Frühjahrsklassiker, liegen schon hinter uns. Es ist schwierig, sich realistische Ziele zu setzen und wieder so zu trainieren, wie ich es in den letzten Wochen getan habe. Ich konnte mich für die Tour erholen, aber ein drittes Mal aufzubauen, könnte zu viel sein."
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