Tour de France: Michael Woods zum Sturzchaos - "Grand Depart im Norden Frankreichs ist wie einen Zugunfall beobachten"
VonJan Zesewitz
Publiziert 08/07/2025 um 18:46 GMT+2 Uhr
Die 3. Etappe der Tour de France wurde geprägt von schweren Stürzen. Jasper Philipsen musste nach einem Unfall beim Zwischensprint mit Knochenbrüchen aufgeben, auch im Finale kamen einige Fahrer zu Fall. Für Michael Woods liegt das auch an dem flachen, nervösen Auftakt im Norden Frankreichs. Der kanadische Israel-PremierTech-Profi hat schlechte Erinnerungen an den letzten Besuch der Region 2021.
Mittendrin im Massensturz: Onboard im Chaos der 3. Etappe
Quelle: Eurosport
"Als ich das letzte Mal bei der Tour in Nordfrankreich fuhr, war das eine der schrecklichsten Erfahrungen meiner Karriere", sagte Woods in einer Kolumne bei "Velo.com". "Das berühmt-berüchtigte "allez Omi-Opi"-Schild, das auf der ersten Etappe der Tour 2021 für Chaos sorgte, war ein Sturz, den ich gerade noch vermeiden konnte."
Damals wurde der Deutsche Tony Martin vom Pappschild einer unaufmerksamen Zuschauerin zu Fall gebracht. Zahlreiche Fahrer stürzten in der Folge auf der ersten Etappe von Brest nach Landernau.
Woods überstand diesen Zwischenfall schadlos, kurze Zeit später hatte er weniger Glück. "Natürlich kollidierte ein Fahrer vor meinem Team beim Versuch, sich durch eine Lücke zu quetschen, mit dem Fahrer vor ihm - und der daraus resultierende Crash war episch", beschrieb der 38-Jährige die Szene.
Von schwereren Verletzungen blieb er verschont: "Ich weiß nicht, warum ich nicht schwerer verletzt wurde. Ich habe mir nur ein paar Schürfwunden zugezogen, aber als ich aus dem Haufen von Fahrrädern und Körpern herauskam, fühlte ich mich eher wie in der Eröffnungsszene von 'Der Soldat James Ryan' als bei den Folgen eines Unfalls."
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Michael Woods versucht sich zu Beginn der Tour de France schadlos zu halten
Fotocredit: Getty Images
Woods: "Der Norden ist eine Brutstätte für Stürze"
Für den Kanadier hängen die Stürze, die auch in diesem Jahr das Feld beuteln, von der Region ab, in dem der Grand Depart stattfindet. "Der Start der Tour in Nordfrankreich ist wie bei einem Zugunglück zuzuschauen", sagte er. "Ein Sturz ist unvermeidlich, und es ist unmöglich, das Momentum aufzuhalten. Der Norden ist aus den verschiedensten Gründen eine Brutstätte für Stürze. Einer davon ist das allgegenwärtige verkehrsberuhigende "Mobiliar" auf den Straßen.
Paradoxerweise würden Verkehrsinseln und andere "Hindernisse" auf der Straße zwar im Alltag für mehr Sicherheit sorgen, aber im Rennen drohe dadurch eine große Gefahr.
In diesem Jahr hat Woods nach eigenen Angaben keine Ambitionen in der Gesamtwertung. Stattdessen will sich der Kanadier in den kommenden Tagen schadlos halten und im weiteren Tour-Verlauf um einen Etappensieg aus einer Ausreißergruppe heraus kämpfen.
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Highlights: Stürze überschatten erste Sprint-Show
Quelle: Eurosport
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