Tour de France: Remco Evenepoel kritisiert Florian Lipowitz - Teamchef Ralph Denk nimmt Stellung zu Zoff bei Red Bull

Remco Evenepoel hat mit seiner Kritik an Florian Lipowitz für großen Wirbel bei der Tour de France gesorgt. Teamchef Ralph Denk versuchte, die Wogen zwischen den Teamkollegen bei Red Bull-Bora-hansgrohe umgehend zu glätten und nahm im "OVB"-Podcast Stellung: "Das Thema wird größer gemacht, als es in Wirklichkeit war", betonte der 52-Jährige noch am Abend der Bergetappe durch die Pyrenäen.

Lipowitz nimmt Stellung zu Evenepoel-Vorwurf: Doppelspitze kann funktionieren

Quelle: Eurosport

"Das war kein großes Ding. Die beiden Jungs haben darüber gesprochen. Da ist jetzt nichts Großes. Die haben vereint beim Essen gesessen und gelacht", berichtete er aus dem Mannschaftshotel.
Für die Aufregung im Zielbereich habe es aus Denks Sicht mehrere, durchaus nachvollziehbare Gründe gegeben, etwa die "Sprachbarriere" zwischen dem Belgier und dem Schwaben, dazu komme der "Eifer des Gefechts. Das war nach einer 180-km-Bergetappe", gab er zu bedenken.
Allerdings gestand Denk auch ein, dass es zumindest im Finale der 6. Etappe "ein bisschen Uneinigkeit" gegeben habe. Evenepoel hatte im Anstieg zum Tourmalet das Tempo der kleinen Gruppe um Lipowitz nicht halten können und kam 20 Sekunden nach seinem Teamkollegen über die Passhöhe. Lipowitz erklärte, er habe aus Rücksicht auf den Olympiasieger bergan kein Tempo gemacht - auch dadurch konnte dieser in der Abfahrt wieder aufschließen. Das Duo nahm dann den recht flachen Schlussanstieg in einer kleinen Verfolgergruppe hinter den Solisten Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard in Angriff.
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Evenepoel spricht über Pyrenäen-Bilanz und Stimmung im Team

Quelle: Eurosport

Diese Gruppe harmonierte aber nicht wirklich, Evenepoel leistete dort den Großteil der Tempoarbeit, während Lipowitz eher selten in der Führung zu sehen war. Auf der Zielgeraden versuchte Evenepoel dann, um die verbliebene Zeitgutschrift für den dritten Platz zu sprinten, wurde aber von Isaac del Toro geschlagen. Für diese letzten Meter habe er um einen Leadout gebeten, berichtete der Zeitfahr-Weltmeister dann im Ziel, das sei ihm aber verwehrt worden - und darüber zeigte er sich massiv verärgert.
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Pogacar gnadenlos! Vingegaard und Co. kassieren fast drei Minuten

Quelle: Eurosport

Evenepoel wütend auf Lipowitz: Keine Hilfe vom Teamkollegen?

"Ich war wütend - und mit Recht", führte er aus und verwies auf seine Helferdienste für Lipowitz im März: "Bei der Katalonien-Rundfahrt bin ich für ihn 30 Kilometer an der Spitze gefahren. Ich habe gebeten, dass ein zusätzlicher Kilometer an der Spitze gefahren wird (heute, Anm. d. Red.) und das wurde abgelehnt. Das hat mich wütend gemacht und darüber werden wir noch genauer reden müssen."
Sportlich zeigte sich Denk mit dem Auftritt seiner Kapitäne bei der ersten großen Bergetappe der 113. Tour zufrieden: "Wir haben uns nichts vorzuwerfen. Damit können wir zufrieden sein", auch ein Blick Richtung Platz zwei der Gesamtwertung sei erlaubt: "Ich denke, Jonas Vingegaard ist insgesamt nicht viel besser. Der Kampf hinter Platz eins ist völlig offen. Hätte die Gruppe richtig harmoniert, hätten wir auch die 20 Sekunden gutfahren können."
An der Strategie mit einer Doppelspitze werde sich vorerst nichts ändern, dazu sei "aktuell kein Anlass", so Denk. Die Aussagen von Lipowitz, es gehe nur noch um Platz drei in der Gesamtwertung, relativierte er hingegen: Das sei nur auf diese Etappe bezogen gewesen - insgesamt sehe er Vingegaard als nicht viel stärker als Lipowitz und auch Paul Seixas. Chancen auf den zweiten Gesamtrang haben "noch sieben Fahrer", schloss Denk seine Analyse der Kräfteverhältnisse.
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Voigt zum Ärger zwischen Evenepoel und Lipowitz: "Das ist ein Fehler"

Quelle: Eurosport


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