Tour de France: Richard Carapaz jueblt auf Königsetappe in Alpe d'Huez nach dramatischem Finale nach Sturz von Sepp Kuss

Krönung auf Königsetappe: Richard Carapaz hat sich die 20. Etappe der Tour de France in Alpe d'Huez gesichert und im Bergtrikot am Ende eines packenden Showdowns triumphiert. Der Olympiasieger profitierte dabei von zwei Stürzen des zu diesem Zeitpunkt in Führung liegenden Sepp Kuss wenige Kilometer vor dem Ziel. Der US-Profi verlor dann sogar noch Rang zwei an den heranstürmenden Remco Evenepoel.

Highlights: Carapaz gewinnt Königsetappe - Sturz-Drama um Kuss

Quelle: Eurosport

Die Gesamtwertung führt vor der Schlussetappe in Paris weiter Tadej Pogacar überlegen vor Evenepoel an. Der Slowene stellte sich im Gelben Trikot wie angekündigt ganz in den Dienst seines Teamkollegen Isaac del Toro und half dem Mexikaner damit, dessen dritten Gesamtrang erfolgreich abzusichern.
Denn Rivale Paul Seixas konnte am letzten Anstieg nicht mehr folgen und der Teenager musste nach großem Kampf die Konkurrenz ziehen lassen. Fast zwei Minuten büßte er auf das UAE-Duo ein.auch wenn Lenny Martinez (Bahrain) seinem französischen Landsmann Seixas noch bis auf 1:06 Minuten heranrückte.
"Vielleicht werden die Leute darüber sprechen, wie ich Isaac aufs Podium geholfen habe. Aber zuerst einmal hat er mir geholfen, ins Gelbe Trikot zu kommen", sagte Pogacar, der von einem Gänsehautmoment sprach: "Natürlich bin ich eine sehr gute Tour gefahren. Aber einige Konkurrenten hatten auch Pech. So ist die Tour de France eben: Drei Wochen lang, es kann unglaublich viel passieren."

Evenepoel dreht in Alpe d'Huez auf

Evenepoel nutzte derweil das gedrosselte Tempo von Pogacar und setzte sich auf den letzten Kilometern noch ab. Carapaz aber konnte der Belgier nicht mehr erreichen, 26 Sekunden nach dem 33-Jährigen kam er ins Ziel und war sauer über die verpasste Chance auf einen so prestigeträchtigen Sieg. Wenig später zog er aber eine positive Gesamtbilanz: "Es war eine super Tour. Ich bin glücklich."
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Triumph im Bergtrikot: Carapaz krönt starke Tour in Alpe d'Huez

Quelle: Eurosport

In den Top Ten des Gesamtklassements gab es keine Verschiebungen mehr, auch wenn Lenny Martinez (Bahrain) seinem französischen Landsmann Seixas noch bis auf 1:06 Minuten nahekam. "Wir haben alles versucht, um del Toro zu knacken - es hat am Ende einfach nicht gereicht", sagte Seixas im Ziel. "Ich war Vierter und bin Vierter geblieben, damit muss ich mich zufriedengeben."
Carapaz und Kuss hatten schon am Vortag die erste der beiden Ankünfte in Alpe d'Huez lange bestimmt und waren erst im Finale von Tadej Pogacar eingeholt worden. Heute aber nutzten sie ihre zweite Chance, bei der Carapaz unterwegs auch den Gewinn des Bergtrikots perfekt machte - auf der angeblich schwersten Bergetappe der Tour-Geschichte.
"Es war eine traumhafte Tour für mich. Beim Auftakt in Barcelona wusste ich nicht, dass wir um das Gesamtklassement mitkämpfen werden. Wir haben es geschafft und dazu das Trikot und ein paar Etappensiege geholt", sagte Carapaz im Siegerinterview - zwei Tagessiege und Rang acht sind eine herausragende Bilanz für ihn.
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Was für ein Schreckmoment: Kuss fällt beinahe Abhang hinunter

Quelle: Eurosport

Tour-Königsetappe über vier schwerste Pässe

Die Fahrt über vier schwerste Pässe, fast 5500 Höhenmeter und 171 Kilometer verlangte den Fahrern in einer Schleife um Alpe d'Huez noch einmal alles ab. Sie wurde lange von einer starken Ausreißergruppe um Richard Carapaz (EF Education), Sepp Kuss (Visma), Jai Hindley (Red Bull) und Juan Ayuso (Lidl) bestimmt. Auch Mads Pedersen (Lidl) hatte sich einmal mehr in die Fluchtgruppe gekämpft und sich den Zwischensprint gesichert - sein Grünes Trikot ist damit endgültig sicher.
Im Anstieg zum höchsten Punkt der Tour, dem Col du Galibier mit über 2600 Metern, blieben an der Spitze nur noch die besten Kletterer übrig und in der Gruppe der Favoriten dahinter machte Pogacar Tempo für seinen Teamkollegen del Toro. Doch dessen Rivale Paul Seixas (Décathlon) konnte ebenso mithalten wie Remco Evenepoel (Red Bull).
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"Jetzt fährt der Chef selber": Pogacar wird zum Edelhelfer

Quelle: Eurosport

Im letzten Anstieg, dem Col de Sarenne, versuchte Seixas mit allen Kräften, den dritten Gesamtrang von del Toro zu übernehmen, doch er konnte den Mexikaner nicht abhängen und fiel letztlich selbst zurück. Auf dem Weg zur finalen Bergwertung setzte sich Kuss von Carapaz ab, hielt ihn in einem packenden Fernduell über mehrere Kilometer auf Distanz - doch dann stürzte er sechs Kilometer vor dem Ziel und Carapaz fuhr als Solist dem Triumph in Alpe d'Huez entgegen.
Nach der Stille im Anstieg durchs Naturschutzgebiet des Sarenne fast ohne Fans konnten die Fahrer dann auf den letzten Kilometern durch Alpe d'Huez noch einmal die Fanmassen auf den letzten der berühmten 21 Kehren genießen.

Tour-Schlussetappe: Strecke angepasst

Am Sonntag steht das große Finale der Tour de France 2026 in Paris an - dort wird auf den Champs Elysées erst der letzte der 21 Etappensiege vergeben und dann die Stars bei der Siegerehrung geehrt.
Der Kurs der Etappe aber wurde verkürzt, um Polizisten und andere Einsatzkräfte zur Bekämpfung der verheerenden Waldbrände in Frankreich freistellen zu können. Die spannenden Schlussrunden über den Anstieg zum Montmarte bleiben aber im Programm.
Eurosport ist dann wie immer ab 17:50 Uhr von Start bis Ziel live im TV und im Stream bei HBO Max dabei!
(mit SID)
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Tour-Strecke, 21. Etappe: Profil und Kurs vom Finale in Paris

Quelle: Eurosport


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