Tour de France: Remco Evenepoel schlägt Tadej Pogacar bei Bergankunft - Florian Lipowitz an Schlussanstieg abgehängt
Remco Evenepoel hat Tadej Pogacar bei der Bergankunft der 15. Etappe der Tour de France geschlagen und dabei Florian Lipowitz abgehängt. Am Ende des Schlussanstiegs siegte der Belgier im Sprint gegen ein UAE-Duo aus dem Weltmeister aus Slowenien und dessen Teamkollegen Isaac del Toro (Mexiko). Lipowitz kam als Fünfter zeitgleich hinter dem Franzosen Paul Seixas mit 58 Sekunden Rückstand ins Ziel.
Highlights: Vingegaards Sturz-Aus überschattet Evenepoel-Coup
Quelle: Eurosport
Überschattet wurde die Etappe von Jonas Vingegaards folgenschweren Sturz: Etwas mehr als 20 Kilometer vor dem Ziel beendete der Crash alle Hoffnungen des Dänen auf einen dritten Tour-Sieg. Auch del Toro erwischte es in dieser Kurve, der Mexikaner konnte das Rennen aber fortsetzen.
In der Gesamtwertung verteidigte Pogacar seine Führung einen weiteren Tag souverän. Evenepoel verbesserte sich auf Rang zwei mit nun exakt 5:00 Minuten Rückstand, Lipowitz ist nun Fünfter (+6:48).
Im Tagesergebnis blieben nur neun Fahrer innerhalb von zwei Minuten, die erste Alpen-Bergankunft sorgte für große Abstände.
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Riesenschock! Sturz und Tour-Aus für Vingegaard
Quelle: Eurosport
Evenenpoel "zittert vor Emotionen" nach Etappensieg
Für Evenepoel war es nach zwei Zeitfahr-Tagessiegen bei der Tour nun der erste "klassische" Etappensieg seiner Karriere, dazu sein 75. Profisieg insgesamt und der 500. eines Belgiers bei der Tour. Entsprechend bewegt war der Olymiasieger. Direkt nach der Zielüberfahrt übermannten ihn die Tränen hinter der Linie.
"Es ist einfach unglaublich. Ich zittere buchstäblich vor Emotionen. Was für ein Tag", sagte Evenepoel im Siegerinterview: "Man muss sich vor Augen führen, dass ich gegen den besten Fahrer aller Zeiten gefahren bin. Er hat am Schlussanstieg ein unglaubliches Tempo angeschlagen. Für mich ist es ein Riesenfortschritt, dass ich diesem Tempo folgen konnte, denn es war irre hoch. Außerdem werde ich so oft kritisiert, weil ich keine steilen Anstiege überstehe und dies und das. Es fühlt sich einfach unglaublich an, dass ich es diesmal allein geschafft habe. Das bedeutet mir eine Menge."
Ob allerdings Pogacar den Sprint mit allerletzter Konsequenz gefahren war, blieb fraglich.
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Überraschung bei Bergankunft: Evenepoel kocht Pogacar ab
Quelle: Eurosport
Pogacar traurig über Vingegaard-Aus
Spitzenreiter Pogacar war im Ziel ob des Sturzes seines größten Rivalen Vingegaard bedrückt: "Es ist wirklich traurig zu sehen, dass Jonas raus ist. Seit 2021 haben wir immer um den Gesamtsieg gekämpft. Am Anfang hatten wir vielleicht nicht das beste Verhältnis, aber in den letzten zwei Jahren wurden wir gute Konkurrenten, die sich respektieren. Ich denke, auch irgendwie Freunde. Die Tour wird ohne ihn nicht dieselbe sein. Chapeau an Remco heute. Ich schätze, Remco braucht manchmal einfach einen kleinen moralischen Schub und dann fliegt er. Er wird uns nächste Woche definitiv noch stark auf die Nerven gehen."
Zuvor hatten nächtliche Dopingkontrollen bei Vingegaard und Pogacar für Aufsehen gesorgt, die zwei Topfahrer um ihren Schlaf gebracht und für Debatten gesorgt.
Tour: Pidcock wieder als Ausreißer vorn
Auf den 183,9 Kilometern von Champagnole zum Plateau de Solaison dauerte es lange, bis sich eine Fluchtgruppe dauerhaft absetzen konnte und einmal mehr war Tom Pidcock (Pinarello) dort vertreten. Das Feld ließ den Ausreißern keine allzu lange Leine, das Visma-Team machte Tempo und schien sich für die Etappe viel vorgenommen zu haben - bis der Sturz von Vingegaard alle Pläne über den Haufen warf.
Im elf Kilometer langen Schlussanstieg war erst das Red Bull-Team sehr aktiv, dann übernahm Pogacar selbst die Tempoarbeit, um seinen Mannschaftskameraden Isaac del Toro im Kampf ums Podium zu unterstützen. Dadurch verlor u.a. Lipowitz den Anschluss und auch die letzten Ausreißer wurden gestellt.
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Am Berg abgehängt: Lipowitz kann Pogacars Tempodiktat nicht folgen
Quelle: Eurosport
Aus dem Kreis der Topsprinter musste der dreifache Etappensieger Tim Merlier (Soudal) das Rennen aufgeben, während Japser Philipsen (Alpecin) und Mads Pedersen (Lidl) sich am Zwischensprint des Tages ein weiteres Duell geliefert hatten.
Tour: Zeitfahren wartet nach Ruhetag
Am Montag steht der nächste Ruhetag der 113. Tour de France an, bevor dann am Dienstag auf der 16. Etappe das einzige Einzelzeitfahren ansteht: Über 26,1 Kilometer geht es dann am Genfer See im Kampf gegen die Uhr für die Stars um jede Sekunde - wie immer live bei HBO Max.
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Tour-Vorschau, 16. Etappe: Einzelzeitfahren am Genfer See
Quelle: Eurosport
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15. Etappe | BergetappeChampagnole → Plateau de Solaison / 183.9 km
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R. EvenepoelBeendet
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