Pogacar und Lipowitz mit Ansagen vor der Tour de France - Voigt: "Pogacar wollte innerhalb seines Teams etwas klarstellen"

Tadej Pogacar hat der Radsport-Welt mit seinem Triumph bei der Tour de Suisse einmal mehr das Fürchten gelehrt und vor der Tour de France seinen Favoritenstatus noch einmal eindrucksvoll untermauert. "Ich gehe davon aus, dass sein beeindruckendes Tour-de-Suisse-Solo nicht nur ein Zeichen an die Welt, sondern auch an Teamkollege Isaac del Toro gewesen ist", mutmaßte Eurosport-Experte Jens Voigt.

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Quelle: Eurosport

Der Mexikaner hatte jüngst die Auvergne-Rhône-Alpes-Rundfahrt gewonnen und gilt als legitimer Erbe des slowenischen Dominators beim Team UAE Team Emirates-XRG.
Im Vorjahr hatte er in Abwesenheit Pogacars als Kapitän bis zum Schlusstag um den Sieg beim Giro d'Italia gekämpft. Letztlich landete er hinter Simon Yates auf Rang zwei.
"Es wäre nicht das erste Mal, dass der Sieger der Auvergne-Rhône-Alpes (vormals Critérium du Dauphiné; Anm. d. Red.) auch die Tour gewinnt", erklärte Voigt. Tatsächlich war dies in den vergangenen zehn Ausgaben immerhin viermal der Fall.
Etwaigen Gedankenspielen schob Pogacar mit seiner dominaten Vorstellung bei der Tour de Suisse, bei der er drei von fünf Etappen gewann und letztlich mit dem größten Vorsprung seit 67 Jahren den Gesamtsieg holte, allerdings einen klaren Riegel vor.
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Pogacar bestätigt Favoritenrolle für die Tour

"Er wird bestimmt interessiert zugeschaut haben, was die anderen so machen und sich gesagt haben: 'Isaac, du bist der Kronprinz, aber du bist noch nicht der König'", so Voigt.
Stattdessen wollte er "auch aus reinem Selbstschutz nochmal klarstellen, dass er der große Tour-Favorit ist - auch innerhalb seiner eigenen Mannschaft", erklärte der Eurosport-Experte.
"Er hat Richard Carapaz im Gesamtklassement 6:32 Minuten abgenommen - es gibt nicht viele Fahrer, die dazu in der Lage sind. Er hat seinen Konkurrenten letztlich überhaupt keine Chance gelassen", bilanzierte Voigt.
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Keine Gnade! Pogacar überholt Martinez kurz vor dem Ziel

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Voigt schwärmt von Lipowitz nach Coup in Slowenien

Auch Florian Lipowitz hat mit Blick auf die Tour de France seine Ambitionen auf einen erneuten Platz auf dem Podium untermauert. Der 25-jährige Ulmer feierte mit dem Gesamtsieg bei der Tour of Slovenia den größten Erfolg seiner noch jungen Karriere.
Auch Voigt zeigte sich vom deutschen Hoffnungsträger für die Frankreich-Rundfahrt beeindruckt. "Ich finde das großartig, weil der Sieg auf Erwarten und Ansage passiert ist", schwärmte der 54-Jährige.
"Viele haben erwartet, dass er in Slowenien gewinnt. Die Rundfahrt war vom Teilnehmerfeld her etwas schwächer besetzt - alles andere als ein Sieg von Lipowitz wäre daher eine Überraschung gewesen", führte Voigt weiter aus: "Der Druck lag also auf seinen Schultern - und er hat geliefert. Das muss man als großer Favorit, so kurz vor der Tour de France, erst einmal schaffen."
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Highlights: Lipowitz mit unwiderstehlicher Attacke zum Gesamtsieg

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Voigt über Lipowitz: "Das muss man erst einmal schaffen"

Für Lipowitz war es bereits der dritte Rundfahrtsieg seiner Karriere nach der Czech Tour 2023 und der Sibiu Tour 2024. Ein Sieg auf World-Tour-Niveau fehlt dem letztjährigen Tour-Dritten zwar noch, allerdings fährt er eine konstant starke Saison.
"Er ist inzwischen kein Fahrer mehr, bei dem man sagt: 'Oh, schau mal, der hat etwas gewonnen.' Er gehört mittlerweile zu den großen Namen im Radsport. Im Frühjahr hat er jede Rundfahrt auf dem Podium beendet, war mehrfach Zweiter oder Dritter", betonte Voigt.
Bei der Katalonien-Rundfahrt landete er hinter Sieger Jonas Vingegaard und Lenny Martinez auf Platz drei, bei der Baskenland-Rundfahrt und der Tour de Romandie musste Lipowitz lediglich Paul Seixas beziehungsweise Pogacar den Vortritt lassen.
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Lipowitz im Siegerinterview: "Beeindruckende Woche"

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Voigt deutlich: "Es gibt keine leichten Siege!"

Das Argument, Lipowitz habe sich für seinen Erfolg gegen weniger namhafte Konkurrenz durchsetzen müssen als Pogacar, wollte Voigt indes nicht gelten lassen.
"Es gibt keine leichten Siege! Das Feld bei der Tour de Suisse war sicherlich prominenter besetzt als das in Slowenien. Trotzdem muss man solche Rennen erst einmal gewinnen. Die Art und Weise, wie Red Bull dort aufgetreten ist, war schon beeindruckend", zollte er dem deutschen Team Respekt.
Ein besonderes Highlight aus Sicht von Red Bull-Bora-hansgrohe war die starke Teamarbeit auf der 4. Etappe, als sich Lipowitz und Edelhelfer Giulio Pellizzari vom Rest des Feldes absetzten und Arm in Arm über die Ziellinie rollten.
"Es stimmt innerhalb der Mannschaft. Die Fahrer arbeiten gut zusammen und Pellizzari hat sich komplett in den Dienst von Lipowitz gestellt. Das funktionierte alles sehr, sehr gut", zeigte sich Voigt beeindruckt.
Ob dies bei der Tour de France ohne Pellizzari (nicht auf der Startliste) ebenfalls der Fall sein wird oder es zur nächsten Pogacar-Show kommt, wird sich ab dem 4. Juli zeigen.
  • Die Tour de France 2026 vom 4. - 26. Juli live bei Eurosport und HBO Max
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Pogacar im Siegerinterview: "Froh, dass ich jetzt zu Urska kann"

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