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Vuelta 2023: Jumbo-Visma gibt Sepp Kuss das Ja-Wort - Jonas Vingegaard stellt sich in den Dienst des Gesamtführenden
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Publiziert 14/09/2023 um 20:57 GMT+2 Uhr
Einen Tag nach dem kontroversen Dreikampf bei der Vuelta a España ums Rote Trikot am Angliru sind die Machtspielchen bei Jumbo-Visma offenbar beendet. Die Kapitäne Jonas Vingegaard und Primoz Roglic stellen sich auf der 18. Etappe in den Dienst des Gesamtführenden Sepp Kuss und "revanchieren" sich für dessen Loyalität. Jumbo sorgt in Asturien für klare Verhältnisse - und gibt Kuss das Ja-Wort.
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Quelle: Eurosport
Sepp Kuss erlebt wahrhaftig eine eigentümliche Vuelta a España. Die 179 Kilometer zwischen Pola de Allande und der Bergankunft in La Cruz de Linares hätten nämlich kaum in größerem Kontrast zu den Geschehnissen des Vortags stehen zu können.
Am Mittwoch musste sich Kuss noch gegen die Angriffe seiner Teamkollegen Jonas Vingegaard und Primoz Roglic verteidigen - war von seinem Team regelrecht zum Abschuss freigegeben. Die skurille Situation sorgte sowohl bei Experten als auch bei Fans für Kopfschütteln. Angesichts der jahrelangen Loyalität seitens Kuss wurde das Vorgehen gegen ihn als "unfair" abgeschmettert.
Einen Tag später scheint die Welt bei Jumbo-Visma wieder in Ordnung zu sein.
"Im Moment fährt Jonas Vingegaard mustergültig wie ein Mannschaftskamerade", schwärmte Eurosport-Experte Jens Voigt am Donnerstagnachmittag zwei Kilometer vor der Ankunft in La Cruz de Linares. Immerhin lag der Däne in der Gesamtwertung nur acht Sekunden hinter Kuss, ein Angriff hätte dem US-Amerikaner womöglich den K.o. gegeben - doch daran war auf der 18. Etappe nicht zu denken.
Vingegaard: "Heute ging es darum, Sepp zu beschützen"
"Wenn die beiden (Vingegaard und Roglic; Anm. d. Red.) für Sepp Kuss auf den Gesamtsieg verzichten, dann ist das auch menschlich eine tolle Sache", führte Voigt weiter aus. "Die sagen sich: 'Wir geben das hier an Sepp, weil er einfach stark war und viele Jahre in unseren Diensten gestanden hat.' Aber natürlich sind wir noch nicht in Madrid."
Nachdem die Jumbo-Stars schließlich über die Ziellinie gerollt waren, standen Kuss, der seine Führung in der Gesamtwertung sogar auf 17 Sekunden ausbauen konnte, und Vingegaard Rede und Antwort - und schlugen dabei in dieselbe Kerbe wie Voigt.
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Vereinte Jumbo-Kräfte am Berg - Kuss verteidigt Rot
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"Heute ging es darum, Sepp zu beschützen", erklärte Vingegaard exklusiv bei Eurosport. "Natürlich steht am Samstag noch eine ziemlich harte Etappe auf dem Programm, da müssen wir sehr vorsichtig sein. Wir werden bis Madrid kämpfen müssen."
Auf die Frage hin, wie sehr Kuss den Einsatz von ihm und Giro-Sieger Roglic zu schätzen weiß, ließ Vingegaard tief blicken: "Natürlich ist es toll, es ihm zurückgeben zu können, etwas für ihn zu tun. Er hat so viel für Primoz und mich gemacht, heute wollte ich mich dafür revanchieren."
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Kuss bedankt sich bei Vingegaard: "Fährt wunderbar für mich"
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Kuss: Vingegaard "wunderbar für mich gefahren"
Kuss wusste die Unterstützung seiner Kameraden zu schätzen und schwärmte anschließend vom gelungenen Teamwork in La Cruz de Linares.
"Zuallererst möchte ich sagen, dass die Jungs einen großartigen Job gemacht haben, ich wurde den ganzen Tag gezogen. Jonas hat eine richtig starke Pace vorgegeben", sagte Kuss und ließ durchblicken: "Davor hatte ich auch ein wenig Angst, da sein 'einfaches' Tempo nicht unbedingt für andere einfach ist. Er ist aber wirklich wunderbar für mich gefahren."
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Kuss bedankt sich bei Vingegaard: "Fährt wunderbar für mich"
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Daraufhin offenbarte Kuss, dass man sich bei Jumbo-Visma zuletzt auf zwei Strategien geeinigt habe. "Wir als Team und wir drei untereinander hatten uns auf zwei Strategien verständigt: Eine bis zur Angliru-Etappe und eine für danach." Ein Anzeichen dafür, dass auch dem niederländischen Rennstall nach dem Drama des Vortags darum gelegen war, für klare Verhältnisse an der Spitze der Gesamtwertung zu sorgen.
Allzu viele Gedanken will Kuss seinem bevorstehenden Gesamtsieg aber nicht widmen. Immerhin stehen dem 29-Jährigen vor dem größten Coup seiner Karriere noch vier Etappen bevor.
"Es rückt immer näher. Morgen steht eine etwas einfachere Etappe an, aber wir müssen fokussiert bleiben", hielt er sich bedeckt. "Die 20. Etappe wird aber wieder lang und hart. Wir sind zwar raus aus den Bergen, aber es gibt immer noch schwierige Stücke."
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