Vuelta 2024: Primoz Roglic meldet sich mit Sieg auf der 11. Etappe zurück - die Bora-Achterbahn fährt wieder aufwärts

Primoz Roglic schob sich am Ende der 11. Etappe der Vuelta a España ein Stück näher an den Gesamtführenden Ben O'Connor heran. Für das Team Red Bull-Bora-hansgrohe gleicht die Rundfahrt einer Achterbahnfahrt - auf einen guten Tag folgt meist ein ernüchternder. Um die Gesamtwertung noch zu gewinnen, müssen die Leistungen beim Raublinger Rennstall häufiger wie rund um Padrón ausfallen.

Roglic attackiert am letzten Berg: O'Connor mit Problemen

Quelle: Eurosport

"Ich sage immer, es ist besser etwas zu gewinnen als zu verlieren, nicht wahr?", sagte Primoz Roglic im Ziel der 11. Etappe in seiner gewohnt unverbindlichen Manier. Und natürlich hat er damit absolut recht aus Sicht seines Teams.
Nach der 4. Etappe übernahm der Slowene das Rote Trikot, was nach der Philosophie a la Roglic ideal ist, denn dann hat man Zeit auf alle anderen gewonnen. Nach der 6. Etappe nach Yunquera fand sich der dreimalige Gesamtsieger plötzlich fünf Minuten im Hintertreffen gegenüber O'Connor.
Und so geht diese Vuelta-Achterbahnfahrt seither weiter. 56 Sekunden machte er auf dem Weg nach Cazorla gut, in der Sierra Nevada musste der 34-Jährige froh sein, dass er gemeinsam mit den anderen Favoriten ins Ziel kam. Im Finale des anspruchsvollen Kurses um Padrón war Roglic dann wieder oben auf. Seine Attacke am letzten Anstieg brachte O'Connor in Schwierigkeiten, 37 Sekunden Zeitgewinn waren der Lohn.
"Wir müssen immer noch mehr als 35 Sekunden aufholen", analysierte Roglic. "Aber natürlich bin ich ziemlich glücklich mit der Form heute und vor allem mit dem Team. Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man, aber wenn wir unsere Pläne so durchführen können, dann ist das immer ein Sieg für uns."

Plan von Red Bull-Bora-Hansgrohe geht auf

Dieser Plan ging im Finale der 11. Etappe perfekt auf. Drei Fahrer des Teams waren Teil der großen Ausreißergruppe und sie konnten am letzten Anstieg ihren Kapitän unterstützen. Auch Aleksandar Vlasov wurde seiner Edelhelferrolle endlich gerecht und bereitete die Attacke von Roglic vor.
Der Slowene konnte am Ende sicher mehr Zeit gut machen, als das Profil der Etappe zunächst den Anschein machte. "Jeder Tag bei der Vuelta hat mehr als 3000 Höhenmeter, also wird es immer Gelegenheiten geben", sagte der sportliche Leiter Patxi Vila gegenüber "Cyclingnews". "Wir haben einen Plan und an den halten wir uns."
Für Hektik gibt es aus dem Lager der Raublinger Equipe tatsächlich keinen Grund. Die zweite Hälfte der Vuelta hat offiziell begonnen, aber es gibt nur noch eine einzige klare Flachetappe - und Roglic hat den Vorteil beim Zeitfahren am letzten Tag in Madrid auf seiner Seite.
3:16 Minuten berträgt der Abstand zu O'Connor, dem die folgenden langen Anstiege allerdings besser liegen als die kurzen "Mauern" der 11. Etappe. Und Red Bull sollte nicht nur nach vorne schauen - 42 Sekunden hinter Roglic liegt Enric Mas, der dem Slowenen bisher immer folgen konnte. "Lass uns nach hinten schauen", sagte auch Vila. "Wenn man sieht, wer dort ist, wer immer dort ist, dann ist der Fokus aktuell vielleicht falsch gesetzt."

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Rotes Trikot muss kämpfen: Roglic-Attacke zieht O'Connor den Zahn

Quelle: Eurosport


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