Vuelta a España: João Almeida erhöht den Druck auf Jonas Vingegaard - Kampf um Rotes Trikot spitzt sich weiter zu
Update 12/09/2025 um 00:02 GMT+2 Uhr
Die Vuelta a España 2025 geht in die heiße Phase, drei Etappen stehen noch bis zum großen Finale in Madrid an. Der Kampf um das Rote Trikot hat sich dank der starken Leistung von João Almeida (UAE Team Emirates-XRG) im Zeitfahren der 18. Etappe zugespitzt, der Portugiese knöpfte Jonas Vingegaard (Visma-Lease a Bike) zehn Sekunden ab. Der kleine Coup hatte aber auch einen bittersüßen Beigeschmack.
Almeida hadert: "Schade, dass es nicht 27 Kilometer waren"
Quelle: Eurosport
Es war eine Frage, die viele Beobachter nach dem Finish der 18. Etappe der Vuelta a España bewegte: Was wäre, wenn die Strecke - wie ursprünglich geplant - 27,2 Kilometer und nicht nur 12,2 Kilometer lang gewesen wäre?
"Wir werden es nie wissen. Das Leben ist voller 'Was wäre, wenn'-Situationen", winkte João Almeida im Interview mit Eurosport ab. "Man sollte nicht zu viel daran denken."
Am Donnerstag rauschte der Portugiese auf den dritten Platz, geschlagen wurde er nur von Tagessieger Filippo Ganna (Ineos Grenadiers) und seinem eigenen Teamkollegen Jay Vine, der ganze 0,9 Sekunden langsamer war als der Italiener. Viel bedeutsamer war jedoch, wo Almeidas Rivale im Kampf um das Rote Trikot gelandet war.
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Jonas Vingegaard musste sich mit Platz neun abfinden (+0:18 s), sein Vorsprung auf Almeida im Gesamtklassement schmolz von 50 auf 40 Sekunden. Und so räumte selbst Almeida ein: "Schade, dass es nicht über die ursprünglich geplanten 27 Kilometer ging, aber es ist, wie es ist."
Aus Vingegaard spricht die Erleichterung
Bei der Konkurrenz sehnt man allmählich das Ende der dreiwöchigen Rundfahrt herbei. Bereits am Mittwoch musste Vingegaard bei der Bergankunft am Alto de el Morredero in den Überlebensmodus schalten, einen Tag später war die Gefühlslage kaum anders.
"Um ehrlich zu sein, bin erleichtert, dass das Zeitfahren vorüber ist", gestand der zweimalige Gesamtsieger der Tour de France gegenüber Eurosport. Für Fahrer wie den Dänen, die nur etwa 60 Kilogramm wiegen, war das Streckenprofil der 18. Etappe alles andere als vorteilhaft.
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Vingegaard: "Bin erleichtert, dass es vorbei ist"
Quelle: Eurosport
"Auch wenn es länger gewesen wäre, wäre die Strecke immer noch flach gewesen und es hätte für mich nicht wirklich etwas verändert", so Vingegaard weiter.
Die Erleichterung war an seinen Worten zu erkennen - und letzten Endes zog der 28-Jährige doch noch ein positives Fazit. "Ich führe immer noch und trage weiter das Rote Trikot. Deshalb bin ich glücklich, wie es heute für mich ausgegangen ist. Ich habe mich heute besser als auf der gestrigen Etappe gefühlt, die Beine waren wieder da."
Almeida und Vingegaard erwartet knallhartes Finale
Die Beine werden am Freitag voraussichtlich etwas geschont. Die 161,9 Kilometer zwischen Rueda und Guijuelo sind auf die Sprinter zugeschnitten, deren Teams das Geschehen auf der 19. Etappe wahrscheinlich kontrollieren werden.
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Vuelta-Strecke 19. Etappe: Chance für Sprinter - mit einer Besonderheit
Quelle: Eurosport
Die Klassementfahrer sind hingegen gut beraten, ihre Kräfte zu sparen. Einen Tag später geht es nämlich zurück ins Hochgebirge - wo die Entscheidung um den Gesamtsieg fällt.
Vine, der im Zeitfahren so knapp geschlagen wurde, sieht seinen Kapitän für den Showdown über 165,6 Kilometer und fast 4300 Höhenmeter zwischen Robledo de Chavela und Bola del Mundo gewappnet.
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Um 0,9 Sekunden geschlagen! Vine: "Zum Kotzen, aber ..."
Quelle: Eurosport
"João ist ganz klar in guter Form und sein Rückstand ist heute etwas kleiner geworden. Für ein wirklich schweres Rennen ist alles angerichtet", meinte der Australier. Dahingehend machen vor allem die Erkenntnisse der 13. Etappe Mut.
Königsetappe macht UAE Mut, aber ...
Auf dieser Königsetappe über 202,7 km und rund 4000 Höhenmeter feierte Almeida seinen einzigen Tagessieg bei dieser Spanien-Rundfahrt, zudem vermochte Vingegaard bei der Bergankunft am Angliru keine Attacke gegen seinen portugiesischen Herausforderer zu setzen.
Wächst Almeida am Berg also erneut über sich hinaus? Am Samstag entscheidet jedenfalls nicht nur die Steigung, wenn es nach Vine geht.
"Der Schlussanstieg wird vermutlich nicht der entscheidende Teil der Etappe werden", blickte der Triumphator der Etappen sechs und zehn auf das vorletzte Teilstück. "Es werden mehr die Ermüdung der drei Wochen und die Schwere der Etappe an sich sein. Der Schlussanstieg ist nur ein Bonus."
Die Frage ist nur: für wen?
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Highlights: Thriller um den Tagessieg - Almeida attackiert Rot
Quelle: Eurosport
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