Vuelta 2025: Jonas Vingegaard als Topfavorit - UAE-Duo Joao Almeida und Juan Ayuso und Top-Kletterer als Herausforderer
VonJan Zesewitz
Update 23/08/2025 um 11:05 GMT+2 Uhr
In Abwesenheit von Tadej Pogacar geht Jonas Vingegaard als Topfavorit in die Vuelta a España. Der Zweite der diesjährigen Tour de France geht in Turin mit einem sehr starken Visma-Team an den Start. Zudem kommt dem Kletterspezialisten das enorm bergige Profil der 21 Etappen entgegen. Doch insbesondere vom Pogacar-Rennstall UAE ist massive Gegenwehr zu erwarten. Der Favoriten-Check zur Vuelta.
Vingegaard soll Visma zum Vuelta-Triumph führen
Quelle: Eurosport
Wenn Vingegaard im Piemont am Start der Spanien-Rundfahrt steht, muss er seinen größten Widersacher nicht fürchten: Vier Wochen nach dem Ende der 112. Frankreich-Rundfahrt fällt die Neuauflage des packenden Duells der besten Rundfahrer der Gegenwart aus. Pogacar legt nach dem vierten Tour-Gesamtsieg eine Pause ein.
Der Däne dagegen ist ausgeruht und motiviert - und will nach seinem zweiten Platz in Frankreich nun erstmals bei der Vuelta ganz oben stehen: "Ich bin hier, um den Gesamtsieg zu holen", sagte Vingegaard, der sein erstes Rennen seit der Grand Boucle bestreitet: "Nach der Tour habe ich mich etwas ausgeruht und dann mit den Vorbereitungen für dieses nächste große Ziel meiner Saison begonnen."
Diese Vorbereitungen dürften viele Kletterpartien beinhaltet haben, denn dies ist das Thema der Vuelta 2025: Nicht weniger als zehn Bergankünfte stehen auf dem Programm, darunter an legendären steilen Anstiegen am Alto d'Angliru und Bola del Mundo.
Dafür gibt es nur ein Einzelzeitfahren in Valladolid im Rahmen der 18. Etappe und ein Mannschaftszeitfahren in Figueres, wenn die Vuelta spanischen Boden erreicht Ein Terrain, wie gemacht für Vingegaard.
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Das Duell der Vuelta? Joao Almeida und Jonas Vingegaard
Fotocredit: Getty Images
UAE-Doppelspitze hat Gesamtsieg als Ziel
"Der Gesamtsieg ist unser großes Ziel, da muss man nicht lange drum herumreden. Jonas ist unser Kapitän und unsere größte Chance auf den Gesamtsieg", sagt deshalb auch Grischa Niermann. Für das Teamzeitfahren hat Vingegaard mit Matteo Jorgenson und Victor Campenaerts starke Unterstützung an seiner Seite - beide waren auch in Frankreich an der Seite des Dänen.
Mit Sepp Kuss kann er zudem auf den Gesamtsieger bei der Rundfahrt 2023 zählen. Damals wurde Vingegaard Zweiter der Gesamtwertung, als Visma mit ihm, Kuss und Primoz Roglic das gesamte Podium einnahm.
Mit Kuss und Jorgenson in der Roglic-Rolle könnte die niederländische Equipe etwas Ähnliches vollbringen. UAE Emirates wird etwas dagegen haben und es ist wohl - wie so oft - die einzige Equipe, die Visma in Sachen Teamstärke Konkurrenz machen kann.
Angeführt wird die achtköpfige UAE-Auswahl von Joao Almeida, der sich zuletzt noch von einem bei der Tour erlittenen Rippenbruch erholen musste. Im Frühjahr überzeugte der Portugiese mit Gesamtsiegen bei der Tour de Romandie, der Baskenland-Rundfahrt und der Tour de Suisse.
Der spanische Co-Kapitän Juan Ayuso ist seit seinem vorzeitigen Aus beim Giro d'Italia im Mai kein Etappenrennen mehr gefahren. Mit Jay Vine und Marc Soler stehen der Doppelspitze zwei starke Berghelfer an der Seite. Vine gewann schon zwei Vuelta-Etappen und im vergangenen Jahr das Bergtrikot.
Für Ayuso wie Almeida ist diese Vuelta die seltene Chance, bei UAE voll im Rampenlicht zu stehen. Allerdings sind die beiden nicht die engsten Freunde, was für die Fans zusätzliche Spannung bringen dürfte. Der Gesamtsieg ist das klare Ziel - dazu wird sich das Duo aber auf eine taktische Linie festlegen müssen.
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Hindley als Leitwolf: Red Bull greift bei der Vuelta an
Quelle: Eurosport
Red Bull mit Grand-Tour-Sieger Hindley in Lauerstellung
Hinter den beiden "Superteams" rechnen sich auch einige andere Teams und Fahrer Chancen auf - mindestens - eine Podiumsplatzierung aus. Dazu zählt auch das deutsche Team Red Bull-Bora-hansgrohe.
Die Equipe geht mit Jai Hindley als Kapitän in Turin an den Start. Dem Giro-Sieger von 2022 werden eher Außenseiter-Chancen auf einen Platz unter den ersten Drei in Madrid eingeräumt. Der deutsche Shootingstar Florian Lipowitz ist bei der Vuelta nicht dabei. Dafür könnte auch die Giro-Entdeckung Giulio Pellizzari beim Raublinger Rennstall für Aufsehen sorgen.
Zu den weiteren Herausforderern zählen der Vuelta-Zweite des vergangenen Jahres, Ben O'Connor von Jayco-AlUla, ebenso wie der zweifache Grand-Tour-Sieger Egan Bernal von Ineos Grenadiers und der Sieger der Clasica San Sebastian, Giulio Ciccone. Auch auf den Österreicher Felix Gall ist angesichts des bergigen Profils und seiner starken Form bei der Tour zu achten. Im erweiterten Kreis befinden sich zudem noch Mikel Landa (Soudal Quick-Step), Antonio Tiberi (Bahrain Victorious) und der Brite Tom Pidcock (Q36.5).
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Vingegaard exklusiv über Vuelta-Pläne, WM-Verzicht und Klassiker
Quelle: Eurosport
Traditionell ist das Feld bei der Vuelta offener als bei der Tour, insbesondere in Abwesenheit von Pogacar und Roglic, der die Rundfahrt viermal in den vergangenen sechs Ausgaben gewinnen konnte. Vingegaard ist mehr als in der Lage, dieses "Macht-Vakuum" auszufüllen. "Der Gesamtsieg ist unser großes Ziel, da muss man nicht lange drum herumreden. Jonas ist unser Kapitän und unsere größte Chance auf den Gesamtsieg", sagte deshalb auch sein sportlicher Leiter Grischa Niermann.
Alles andere als ein überlegener Sieg wäre eine Enttäuschung für den Dänen, der beweisen möchte, dass er näher an Pogacar dran ist als der Rest der Rundfahrer-Elite an ihm. Eine Spazierfahrt wird diese höchst anspruchsvolle Spanien-Rundfahrt aber sicher nicht werden.
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(mit SID)
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Strecke der Vuelta 2025: Von Turin nach Madrid über viele Berge
Quelle: Eurosport
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