Vuelta 2025: Jonas Vingegaard und Visma-Lease a Bike beleben Spanien-Rundfahrt mit Spontan-Attacke bei Bergankunft
VonJan Zesewitz
Update 31/08/2025 um 23:08 GMT+2 Uhr
Ein einzelner Moment veränderte die Taktik von Visma-Lease a Bike bei dieser Vuelta a España. Die niederländische Equipe verlegte sich in dieser ersten Woche der letzten Grand Tour des Jahres auf einen defensiven Ansatz und wollte diesen auch bei der fünften Bergankunft der Spanien-Rundfahrt in Valdezcaray verfolgen. Aber Kapitän Jonas Vingegaard hatte andere Pläne. Zum Glück für den Rennverlauf.
Solo ins Ziel: Vingegaard holt zweiten Etappensieg
Quelle: Eurosport
Matteo Jorgenson war überrascht von der Ansage im Teamradio während des Schlussanstiegs. "Jonas sagte: 'Kann mir einer eine Attacke anfahren?' Und ich fragte nur: 'Was jetzt?' Und dann bin ich losgesprintet und habe den Mann auf seinen Weg gebracht."
Die Konkurrenten waren so überrascht wie der Teamkollege - und genau deswegen hat diese Attacke elf Kilometer vor dem Ziel auch gefruchtet. Obwohl der Schlussanstieg in den Skiort in der Region La Rioja weder der steilste noch der schwerste dieser bergigen Vuelta war - aber es reichte für den Dänen, um 24 Sekunden auf João Almeida und Tom Pidcock und mehr als eine Minute auf seine anderen Konkurrenten herauszufahren.
Der Topfavorit hat damit dieser Vuelta endgültig seinen Stempel aufgedrückt. Auf der 2. Etappe nach Limone Piemonte sprintete er opportunistisch auf den letzten Metern zum Etappensieg. Im Anschluss schaltete Visma in den Verwaltungsmodus.
In den Pyrenäen reagierte der Däne auf Attacken seiner wohl härtesten Rivalen Almeida und Giulio Ciccone, der nach Valdezcaray für seine Versuche, an Vingegaard dranzubleiben, bezahlten musste und 1:46 Minuten verlor.
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Jonas Vingegaard attackiert bei der Vuelta 2025
Fotocredit: Getty Images
Die defensive Taktik sorgte für eine Patt-Situation während der ersten neun Tage. Es gab fünf Bergankünfte während der ersten Vuelta-Woche, dazu ein Mannschaftszeitfahren - die Gesamtwertung blieb im Hinblick auf die Favoriten statisch.
25 Fahrer waren in Limone innerhalb von zwei Sekunden, tags darauf in Ceres waren es 70 Fahrer. Mehr als zehn Profis blieben während der beiden Pyrenäen-Etappen in der Favoritengruppe zusammen.
"Ereignisarme" erste Woche endet mit Knall
Die Schlagzeilen gehörten den UAE-Seriensiegern um Jay Vine und Juan Ayuso, die aber letztlich als Ausreißer Sieger von Vismas Gnaden blieben. Das Rote Trikot für Torstein Traeen ist eine schöne Nebengeschichte, aber auch das spielt in die Karten der niederländischen Equipe.
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Vingegaard scherzt nach Sieg: "Habe Hausaufgaben schlecht gemacht"
Quelle: Eurosport
Viele - inklusive den Visma-Fahrern selbst - rechneten auf dem 13 Kilometer langen, aber im Schnitt nur gut fünf Prozent steilen Schlussanstieg mit einem ähnlichen Ausgang. Entweder würde eine Ausreißergruppe den Sieg unter sich ausmachen, oder eine größere Favoritengruppe das Ziel gemeinsam erreichen.
"Es ist einfach eine sicherere Sache für uns", erklärte Jorgenson den defensiven Ansatz noch einen Tag vor Vingegaards Attacke. "Unser Ansatz in dieser ersten Woche war ein sehr ruhiger, wir haben das Rennen einfach geschehen lassen. Ich denke, in der zweiten und dritten Woche werden wir es anders angehen."
Entertainment ohne Pogacar
Tom Pidcock bezeichnete die erste Woche sogar als "ereignisarm", aber nun hat Vingegaard die Karten auf den Tisch gelegt. "Ich habe mich sehr gut gefühlt", sagte der Däne. Die Show nach Valdezcaray spricht nicht für viel Spannung im Kampf um Rot in der zweiten und dritten Woche.
Aber Visma hat sich nun ins Scheinwerferlicht gewagt - und in Abwesenheit von Tadej Pogacar scheint Vingegaard bereit, seinerseits für Entertainment zu sorgen. Das sollte im Hinblick auf die schweren Anstiege der kommenden Tage nur eine gute Nachricht für Vuelta-Fans sein.
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Highlights: Visma-Attacke überrascht die Herausforderer
Quelle: Eurosport
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