Vuelta 2025: Jonas Vingegaard und Visma-Lease a Bike starten mit Statement-Etappensieg in die Spanien-Rundfahrt

Jonas Vingegaard hat mit seinem Sieg bei der 2. Etappe der Vuelta a España seine Favoritenrolle unterstrichen. Die erste Bergankunft in Limone Piemonte war trotz des knappen Erfolgs gegen Giulio Ciccone ein klares Zeichen an die Konkurrenz: Geschenkt wird ihnen vom Dänen und seinem Visma-Lease a Bike-Team nichts. Die niederländische Equipe wirkte trotz Schrecksekunde bärenstark.

Highlights: Erste Bergankunft der Vuelta - Vingegaard stürzt und siegt

Quelle: Eurosport

Im Vorfeld der Flachetappe mit einem Berg der zweiten Kategorie zum Abschluss stapelten Vingegaard und die Mannschaft tief. Der zweimalige Tour-de-France-Sieger erklärte vor allem Ciccone und Tom Pidcock zu den Favoriten, der sportliche Leiter Jesper Mörköv nannte das Finale "hügelig" und insofern für ganz andere Fahrertypen als seinen Kapitän geeignet.
Tatsächlich führte Visma während der Etappe kaum im Feld, war vorne, aber nicht an der Spitze platziert. So wurde fast das ganze Team auf der regennassen Straße in einen Massensturz rund 25 Kilometer vor dem Ziel verwickelt, den glücklicherweise alle Fahrer überstanden - Axel Zingle allerdings mit ausgerenkter Schulter und einem geklauten Rad.
Es war wie ein Weckruf für die Equipe. Am Schlussanstieg waren die gelben Trikots an der Spitze und hielten das Tempo extrem hoch: Victor Campenaerts, Wilco Kelderman, schließlich auch der Gesamtsieger von 2023, Sepp Kuss. So fährt keine Mannschaft, die nicht gewinnen will.
"Wenn ein Etappensieg zu haben ist, dann lässt man ihn nicht einfach liegen und geht vorbei", sagte Vingegaard in der Pressekonferenz nach der Etappe.
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Vingegaard nach Erfolg: "Etappensieg lässt man nicht vorbeiziehen"

Quelle: Eurosport

Explosivität ein neues Ass im Ärmel Vingegaards

Gelegenheit macht Etappenjäger? Oder war es vielmehr doch ein Zeichen an die Konkurrenz um UAE Emirates-XRG mit Juan Ayuso und Joao Almeida, an Ciccone, an Pidcock und die anderen Favoriten? "Es war nicht unbedingt so, dass ich ein Statement setzen wollte", behauptete der Däne. "Natürlich wollte ich eine Etappe gewinnen, wo es geht und ich bin sehr glücklich damit, wie ich mich gefühlt habe."
Ob geplant oder nicht: Es war ein Zeichen an die Konkurrenz. Vingegaard ist in jeglicher Hinsicht in Sachen Dominanz das nächste Abbild zu Tadej Pogacar im Fahrerfeld der Gegenwart.
Ging ihm vor einigen Jahren noch das "kannibalen-hafte" ab, die Explosivität, um auch in den Sprints einer Gruppe zu gewinnen, so ist er auch in dieser Disziplin seit diesem Jahr wohl der zweitbeste Fahrer der Welt. Pidcock, Ciccone, Almeida, Ayuso - allesamt starke Sprinter bergauf, allesamt unterlagen sie dem Dänen.
Es werden leichte Erinnerungen wach an den Giro d'Italia des vergangenen Jahres. Vingegaard erholte sich dort noch von den schweren Verletzungen nach seinem Sturz bei der Baskenland-Rundfahrt. Und Pogacar war beim Giro absolut konkurrenzlos. Während der zweiten Etappe, die mit einer Bergankunft im Piemont endete, stürzte der Slowene, gewann daraufhin die Etappe und übernahm das Trikot des Gesamtführenden.
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Super-Techniker Pidcok rutscht aus und Visma geht als Team zu Boden

Quelle: Eurosport

Erinnerungen an "Kannibale" Pogacar

Kommt einem bekannt vor, oder? Zugegeben, Pogacar fuhr schon auf der ersten Etappe fast allen Konkurrenten davon und gewann die (deutlich schwierigere) Bergankunft in Oropa mit 27 Sekunden Vorsprung - nicht mit einer Reifenbreite.
Am Ende stand Pogacar in Rom als Sieger des Giro auf dem Podium in Rom. Er gewann sechs Etappen und hatte in der Gesamtwertung 9:56 Minuten Vorsprung. Ein derartiger Klassenunterschied ist angesichts der Konkurrenz um UAE, den stark wirkenden Egan Bernal und Co. nicht zu erwarten. Der Vorsprung des 28-Jährigen beträgt erstmal nur vier Sekunden, zwölf auf die meisten Rivalen um den Gesamtsieg.
Vingegaard zeigte aber direkt zu Beginn dieser Grand Tour, dass er nicht die Intention hat, sich zurückzuhalten. Und bei dieser Vuelta gibt es noch neun weitere Bergankünfte und ein Mannschaftszeitfahren, das der Teamstärke Vismas entgegenkommen sollte.
Und wenn Etappensiege in Reichweite sind, scheint sich der Däne nicht zurückhalten zu wollen.
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Fotofinish: Vingegaard schlägt Ciccone im Finale hauchdünn

Quelle: Eurosport


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