Vuelta-Proteste: Vingegaard nach Abbruch-Chaos auf 16. Etappe traurig - "Schade, dass dies erneut passiert"
Update 10/09/2025 um 12:18 GMT+2 Uhr
Erneut ist die Vuelta a España empfindlich von pro-palästinensischen Protesten gestört worden. Auf der 16. Etappe sorgten Demonstranten für eine Verkürzung des Rennens, knapp acht Kilometer vor dem eigentlichen Ziel war Schluss. Schon auf dem elften Teilstück hatten Protestanten für den Abbruch gesorgt, damals hatte es keinen Tagessieger gegeben. Jonas Vingegaard zeigte sich im Ziel enttäuscht.
Highlights: Erneutes Protest-Chaos im strömenden Regen
Quelle: Eurosport
"Es ist schade, dass dies erneut passiert ist", wird der dänische Gesamtführende auf der Homepage seines Teams Visma-Lease a Bike zitiert.
"Jeder hat das Recht zu protestieren, aber es ist bedauerlich, dass dies hier und auf diese Weise geschehen ist, wodurch wir das Rennen nicht beenden konnten."
Normalerweise hätte das Etappenende in Mos gelegen. Aufgrund pro-palästinensischer Proteste im Zielraum entschieden sich die Organisatoren dazu, das Rennen acht Kilometer früher zu beenden.
"Das hätte nicht passieren dürfen", so Vingegaard weiter. "Das Team hat heute gut gearbeitet, und ich hätte ihre Leistung gerne im Finale des Rennens honoriert. Es ist schade, dass die spanischen Radsportfans kein spannendes Finale zu sehen bekamen."
Egal Bernal (Ineos Grenadiers) wurde zum Etappensieger gekürt, über ein Zielfoto oder die Siegerehrung durfte sich der Kolumbianer allerdings nicht freuen.
Aufgrund der spontanen Planänderung waren so gut wie keine Journalisten im Zielraum anwesend, die Siegerehrung wurde abgesagt.
Spekulationen über Absage der finalen Etappe
Die 11. Etappe der Spanien-Rundfahrt wurde aufgrund des erhöhten Sicherheitsrisikos ebenfalls vorzeitig abgebrochen. Javier Romo vom Team Movistar war am Sonntag als Nebeneffekt der Proteste gar gestürzt. Er müsste das Rennen später gar ganz aufgeben.
Visma-Teamchef Richard Plugge äußerte indes nach der 16. Etappe sein Unverständnis für die Situation: "Ich möchte die Öffentlichkeit erneut dazu aufrufen, unsere Fahrer und das Rennen nicht zu stören. Gleichzeitig fordere ich die Organisatoren auf, alles zu tun, um die Sicherheit der Veranstaltung zu gewährleisten, damit wir alle in der letzten Woche der Vuelta einen spannenden Kampf genießen können."
Die Lage bei der Vuelta bleibt dennoch unübersichtlich. Sogar über den Ausfall der letzten Etappe in die spanische Hauptstadt Madrid wurde zuletzt spekuliert. Auf dieser werden erneute heftige Proteste erwartet.
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"Chaos pur": Proteste bremsen Fahrer aus - Bernal gewinnt verkürzte Etappe
Quelle: Eurosport
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