Vuelta a Espana - Chaos vor dem Ziel: Bernal gewinnt wegen Protesten stark verkürzte Etappe, Vingegaard bleibt in Rot

Egan Bernal hat auf der 16. Etappe der Vuelta a España seine Durststrecke auf Grand-Tour-Ebene beendet. Der Kolumbianer vom Team Ineos gewann das Teilstück von Poio nach Mos, dessen Ziel aufgrund von Demonstrationen um acht Kilometer nach vorne verlegt wurde und feierte seinen ersten Sieg bei einer der drei großen Rundfahrten seit vier Jahren. Jonas Vingegaard (Visma-Lease a Bike) verteidigte Rot.

"Chaos pur": Proteste bremsen Fahrer aus - Bernal gewinnt verkürzte Etappe

Quelle: Eurosport

Erneute Proteste pro-palästinensischer Demonstranten haben zu einer Verkürzung der 16. Etappe der Vuelta geführt.
Weil sich drei Kilometer vor dem Ziel in Castro de Herville eine größere Gruppe von Demonstranten versammelt hatte und ein "großer Protest" erwartet wurde, entschied sich die Rennleitung, die Etappe um acht Kilometer zu verkürzen.
Es war die nächste empfindliche Störung der Spanien-Rundfahrt, die in diesem Jahr von Protesten vor allem gegen das Team Israel-Premier Tech geprägt wird. Bei der elften Etappe hatte es deshalb keinen Sieger gegeben.
Am Dienstag dagegen wurde nun ein Tagessieger ausgefahren, im "Schlusssprint" über eine von den Organisatoren improvisierte Ziellinie setzte sich der Kolumbianer Egan Bernal (Ineos Grenadiers) vor Mikel Landa (Spanien/Soudal Quick-Step) durch.
"Nachdem ich im Gesamtklassement zurückgefallen war, wollte ich einen Etappensieg und ich wollte einen Sieg im Trikot des Nationalen Meisters, das mir viel bedeutet", sagte Bernal nach dem Rennen.
"Am Ende war auch die Zusammenarbeit mit Landa super gut. Und als wir dann erfahren, dass das Finale acht Kilometer früher sein würde, sagten wir: ‘Okay, dann sprinten wir halt‘. Es war ein guter Tag für die Erinnerungen", ergänzte der 28-Jährige mit einem Lächeln.
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Highlights: Erneutes Protest-Chaos im strömenden Regen

Quelle: Eurosport

Wiederholte Unruhen wegen Protesten

Sieben Sekunden dahinter folgte Brieuc Rolland (Frankreich/Groupama - FDJ), der deutsche Profi Nico Denz (Waldshut-Tiengen/Red Bull-Bora-hansgrohe) wurde Vierter. Die Siegerehrung entfiel.
Bereits am Sonntag hatten pro-palästinensische Demonstranten für Unruhen gesorgt. Der infolge des Protests gestürzte Spanier Javier Romo (Movistar) startete zwar am Dienstag in die Etappe, musste aber aufgrund seiner Blessuren frühzeitig aufgeben.
Nicht mehr an den Start ging am Dienstag der Belgier Victor Campenaerts, der frühere Stundenweltrekordler war ein wichtiger Helfer des weiter Gesamtführenden Jonas Vingegaard.
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Erneute Proteste pro-palästinensischer Demonstranten haben zu einer Verkürzung der 16. Etappe der Vuelta geführt

Fotocredit: Getty Images

Vingegaard verteidigt Rotes Trikot

Der dänische Spitzenreiter vom Team Visma-Lease a Bike hatte am Tag nach dem zweiten Ruhetag vor dem Rennen bei Eurosport über "Halskratzen" in der zweiten Woche geklagt, "mittlerweile geht es mir aber besser", so der 28-Jährige.
Am Ende überquerte Vingegaard an der Spitze der Favoritengruppe 5:52 Minuten hinter Bernal als 15. den provisorischen Zielstrich und führt das Gesamtklassement weiterhin 48 Sekunden vor dem Portugiesen Joao Almeida (UAE Team Emirates-XRG) an.
Thomas Pidcock (Großbritannien/Q36.5) hat als Dritter einen Rückstand von 2:38 Minuten auf Vingegaard.
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Polizist will Demonstrant stoppen und sorgt für kuriose Kettenreaktion

Quelle: Eurosport

Weitere Proteste für Schlusswoche befürchtet

Am Mittwoch endet die 17. Vuelta-Etappe mit der deutlich schwereren Bergankunft auf dem Alto de El Morredero, am Donnerstag steht das wegweisende Einzelzeitfahren in Valladolid an.
Die Spanien-Rundfahrt endet am Sonntag traditionell in Madrid. Auch für die weiteren Etappe werden Proteste befürchtet.
(SID)
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Pech für Vingegaard: Führender muss Rad wechseln

Quelle: Eurosport


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