Vuelta a España - Protest-Chaos auf stark verkürzter 16. Etappe erzürnt Jens Voigt: "Wo soll denn das hinführen?"
Eurosport-Experte Jens Voigt hat erzürnt auf das neuerliche Chaos bei der Vuelta a España 2025 reagiert. Aufgrund von erneuten Protesten pro-palästinensischer Demonstranten entschied sich die Rennleitung, die 16. Etappe um acht Kilometer zu verkürzen. "Ich glaube, da müsste prinzipiell etwas geändert werden. Das kann nicht sein, dass das jetzt das zweite Mal vorkommt", betonte der Ex-Profi.
"Chaos pur": Proteste bremsen Fahrer aus - Bernal gewinnt verkürzte Etappe
Quelle: Eurosport
Es war die nächste empfindliche Störung der Spanien-Rundfahrt, die in diesem Jahr von Protesten vor allem gegen das Team Israel-Premier Tech geprägt wird. Bei der elften Etappe hatte es deshalb keinen Sieger gegeben.
Am Dienstag dagegen wurde nun ein Tagessieger ausgefahren. Egan Bernal (Ineos Grenadiers) überquerte die von den Organisatoren improvisierte Ziellinie als erstes und feierte damit seinen ersten Sieg bei einer Grand Tour seit 2021.
Dennoch sorgte die Tatsache, dass ein Etappenfinale aufgrund von Protesten nun bereits zum zweiten Mal verändert werden musste, bei Jens Voigt für Kopfschütteln.
"Die Mannschaften planen ja ihren Tag, ihre Taktik - wir reden hier von einem Millionen-Dollar-Budget, das die Mannschaften haben - die bringen hier Millionen Euro wert an Fahrer-Material an den Start", erklärte der Eurosport-Experte und führte weiter aus:
"Und dann wird so oft einfach die Etappe vorverlegt und Abstände entstehen oder entstehen eben nicht, die sonst entstanden wären, wenn diese Etappe zu Ende gefahren worden wäre."
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Highlights: Erneutes Protest-Chaos im strömenden Regen
Quelle: Eurosport
Voigt: "Wo soll das denn hinführen?"
Voigt forderte daher grundlegende Änderungen für den weiteren Verlauf der Vuelta.
"Da müsste prinzipiell was geändert werden. Einmal kann man sagen: 'Ok, wir waren überrascht, wir lassen euch das durchgehen.' Aber das kann doch jetzt hier nicht zur Serie werden", zeigte er sich fassungslos und blickte bereits voller Sorge auf die restlichen Etappen der Rundfahrt voraus.
"Es hieß ja schon gerüchteweise, die ganze Etappe in Madrid soll vielleicht blockiert und abgesagt werden. Wo soll denn das hinführen? So wird das Ergebnis völlig verfälscht durch solche Eingriffe von außerhalb", so der 53-Jährige.
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Pro-palästinensische Demonstranten haben auf der 16. Vuelta-Etappe für Chaos gesorgt
Fotocredit: Getty Images
Voigt fordert schnelle Lösung des Problems
Auf die Frage seines Kommentatoren-Kollegen Karsten Migels, wie dies zu bewerkstelligen wäre, hatte Voigt konkrete Vorschläge parat.
"Vielleicht mehr Polizei-Präsenz. Vielleicht mehr Kommunikation mit den Leuten und sagen: 'Leute, pusht das Limit nicht zu weit. Hört auf damit. Keiner versteht euch mehr, wenn das so weit geht, dass das ganze Rennen dadurch verfälscht wird'", sagte er.
Es müsse nun darum gehen, eine Lösung zu finden, da die Proteste laut Voigt auch einen Nachahmeffekt hervorrufen könnten.
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Pech für Vingegaard: Führender muss Rad wechseln
Quelle: Eurosport
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