Vuelta a España 2025: Juan Ayuso lässt die Kritiker mit Etappensieg verstummen - Spanier im Jetzt-erst-Recht-Modus

Juan Ayuso ist das Gesprächsthema der zweiten Woche der Vuelta a España. Anfang der Woche gab sein Team UAE Emirates - XRG bekannt, dass der Vertrag mit dem Spanier vorzeitig aufgelöst werde. Anschließend schoss der Profi selbst scharf gegen die Teamleitung. Inmitten des Chaos setzte der Spanier auf der 12. Etappe ein mächtiges Ausrufezeichen - und ließ die Kritiker verstummen.

Highlights: Ausreißer-Sieg nach Chaos-Tag - Denz mischt vorne mit

Quelle: Eurosport

"Ich weiß nicht, was er sich denkt", kommentierte der frühere Radprofi Adam Blythe das Verhalten von Ayuso bei "TNT Sports", das wie Eurosport zu Warner Bros. gehört. "Letztendlich hat er sein Team fallen lassen und schiebt ihm die gesamte Schuld zu."
Der 22-Jährige hatte einen Tag nach der Verkündung seines vorzeitigen Vertragsendes heftig gegen UAE geschossen und die Teamleitung gar mit einer "Diktatur" verglichen.
Der Schaden für das Team von Superstar Tadej Pogacar war und ist groß. Das Ziel - die Gesamtwertung der Spanien-Rundfahrt zu gewinnen - rückte trotz der Bemühungen von Co-Kapitän João Almeida in den Hintergrund.
Entsprechend harsch ging Blythe mit Ayuso ins Gericht: "Dass Juan sein Team dort so sehr wie möglich in die Pfanne haut, obwohl es ihm das beste Team der Welt zur Verfügung gestellt hat, ihm die Chancen gegeben hat, die er hatte, und ihm so viel Geld für sein Potenzial gezahlt hat, dafür muss er dankbar sein - ich finde, dass das, was er gesagt hat, nicht fair und richtig ist."

 Ayuso spielt Spielchen und schlägt eiskalt zu

Als sich Ayuso aber auf der 12. Etappe die Möglichkeit bot, den Tagesabschnitt zu gewinnen, zeigte der Katalane, warum er zu den großen Talenten im Radsport gehört.
Dabei schreckte er nicht vor Spielchen mit seinem Kontrahenten, Landsmann Javier Romo, zurück: "Ich habe Romo auf dem letzten Kilometer gesagt, dass ich schon eine Etappe gewonnen hatte und er mehr machen muss, wenn er vorn bleiben will. Die Anweisung dazu kam aus dem Auto. So fahre ich nicht gern, aber manchmal muss man schlau sein und das habe ich im Finale probiert. Der Sprint lief gut."
Souverän setzte sich Ayuso auf den letzten Metern durch, im Ziel jubelte er auf gewohnte abgebrühte Art und Weise, ehe er bemerkenswert innig mit Betreuern und Teamkollegen feierte.
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Ayuso analysiert Etappensieg: "War etwas nervös"

Quelle: Eurosport

UAE demonstriert Geschlossenheit

Nicht wenige Experten hatten nach dem Eklat am Dienstag erwartet, dass der Spanier die Rundfahrt verlassen würde. Doch Ayuso bewies das Gegenteil: Am Dienstag und Mittwoch stellte er sich in den Dienst von Almeida, am Donnerstag dann erhielt er von seinem Team die Erlaubnis, selbst auf den Etappensieg zu gehen.
"Es war eine große Gruppe und ich habe ihm (Ayuso) gesagt, dass er so ruhig wie möglich bleiben soll und dass ich probieren würde, das Geschehen zu kontrollieren. Das habe ich am Berg dann auch gemacht. Er sollte bei mir bleiben und meine Aufgabe war es, das Tempo zu bestimmen", sagte Teamkollege Marc Soler nach der Zielankunft in Los Corrales de Buelna.
Ob demonstrativ, oder nicht: UAE zeigt mannschaftliche Geschlossenheit. Auch die Teamwertung führt der Radstall aus den Emiraten noch vor Jonas Vingegaards Visma - Lease a Bike an.
Ayuso dürfte also zufrieden sein. Er hat die Kritiker vorerst verstummen lassen.
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Romo meckert über Ayuso-Taktik: "Jeder hat es gesehen..."

Quelle: Eurosport


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