Vuelta a España: Thomas Pidcock von Protesten und Chaos-Etappe genervt - Brite nach verwehrtem Tagessieg enttäuscht

Thomas Pidcock (Q36.5 Pro Cycling Team) hat auf der 11. Etappe der Vuelta a España um den Tagessieg gekämpft - bis die Organisatoren aufgrund der Proteste und heftigen Eingriffe von pro-palästinensischen Demonstranten sich für ein unplanmäßiges Ende des Teilstücks entschieden. "Es ist hart, die Enttäuschung in Worte zu fassen", meinte ein genervter Pidcock im Anschluss im Interview mit Eurosport.

Emotionaler Pidcock hält sich zurück: "Sonst bekomme ich Ärger"

Quelle: Eurosport

"Ich dachte, dass heute mein Tag sein würde. Ich finde, ja, es sollte immer eine Ziellinie geben. Wir fahren hier schließlich kein verdammtes Hobbyrennen, oder?", schob der 26-Jährige nach.
Pro-palästinensische Demonstranten hatten am Mittwoch mit mehreren Aktionen für Unruhe und letztlich ein unplanmäßiges Ende der 11. Etappe gesorgt.
Im Zielbereich versammelten sich viele Menschen mit teils riesigen Palästina-Flaggen an den Barrieren und drängten hier und da auf die Strecke.
Auch während des Rennens stifteten einige Personen Unruhe - zum Beispiel mit einem großen Banner mitten auf der Straße, an dem sich die Fahrer vorbeiquetschen mussten.
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Quelle: Eurosport

Pidcock: Kurioser Vorstoß und Kritik

Trotz der Tatsache, dass die Zeit drei Kilometer vor dem eigentlichen Finish genommen wurde, zog Pidcock bis zur Ziellinie durch und überquerte sie trotz der andrängenden Masse an Demonstranten.
Die kuriose Aktion beschrieb er lachend als "einfach so ein Tom-Pidcock-Ding", räumte aber ein. "Nein, mir war klar, dass die Ziellinie bei drei Kilometern liegt. Aber ich wusste ehrlich gesagt nicht genau, wo diese drei Kilometer beginnen."
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Zu den Aktionen der Unruhestifter hielt sich der zweimalige Cross-Country-Olympiasieger bedeckt. "Ich will nichts Politisches sagen - sonst bekomme ich Ärger", meinte er, sprach aber dennoch einen sensiblen Punkt an: "Viele haben sich bisher zurückgehalten, öffentlich darüber zu sprechen, aber manchmal ist es im Peloton schon ein bisschen beängstigend."
Anschließend stellte Pidcock die Frage, ob der Radsport überhaupt der richtige Austragungsort für diesen Konflikt sei.
"Radrennen haben nichts mit dem zu tun, wogegen demonstriert wird. Uns in Gefahr zu bringen, hilft der Sache nicht", mahnte er. "Jeder hat das Recht zu protestieren, wofür er will, aber uns dabei zu gefährden, ist nicht der richtige Weg."
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