Vuelta a España 2025: UAE feiert trotz Zoff um Juan Ayuso - doch der Schaden für das Team ist irreparabel

Der Australier Jay Vine hat die zehnte Etappe der Vuelta a España gewonnen und seinem Rennstall UAE Team Emirates - XRG trotz des Trubels um Juan Ayuso den erhofften Glücksmoment beschert. Nach einem denkwürdigen Tag bestimmte der Zoff um die vorzeitige Vertragsauflösung des Spaniers dennoch das Geschehen bei der Spanien-Rundfahrt. Der Schaden für das Team scheint bereits jetzt irreparabel.

Highlights: Traeen verliert Rotes Trikot bei Vine-Sieg

Quelle: Eurosport

Es ist nicht überliefert, was Tadej Pogacar zur Causa Juan Ayuso zu sagen hatte. Glücklich dürfte der beste Radfahrer der Gegenwart aber über die Außendarstellung seines Teams in den vergangenen 24 Stunden nicht gewesen sein.
Wie im Privatleben kommt es auch im Profi-Radsport hin und wieder zu Trennungen - soweit so normal. Was UAE Team Emirates - XRG und der junge spanische Profi Juan Ayuso aktuell vorführen, ähnelt allerdings mehr einer Rosenschlacht denn dem normalen Transfer-Hickhack.
Seit Wochen brodelte es hinter den Kulissen, seit zwei Monaten, so verriet es Ayuso nach der 10. Etappe der Vuelta a España, wusste er, dass er das Team verlassen wird. Am ersten Ruhetag der Spanien-Rundfahrt aber eskalierte die Situation.

Vines Sieg kann nichts beschönigen

"Sie wollen meinen Ruf ruinieren", "Ich habe eine halbe Stunde vorher davon erfahren" – all das warf Ayuso neben "Respektlosigkeit" seinem Rennstall in einem bemerkenswerten Interview vor dem Start der 10. Etappe der Vuelta vor.
Umso überraschender war es, dass der Katalane überhaupt noch weiterfuhr, scheint doch das Tischtuch unwiderruflich zerschnitten.
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Ayuso wirft UAE "Respektlosigkeit" vor: "Wollen meinem Ruf schaden"

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Trotz des Ayuso-Trubels fuhr der Australier Vine ein blitzsauberes Rennen. Unbeeindruckt löste er sich knapp sechs Kilometer vor dem Ziel vom Spanier Pablo Castrillo (Movistar), fuhr als Erster über die Ziellinie und baute zusätzlich noch seine Führung in der Bergwertung aus.
Anschließend betonte der 29-Jährige beinahe demonstrativ die Stärke seines Teams: "Ich habe versucht, den großen Gruppen zu folgen und die Jungs haben mir geholfen, mich gut in Position zu bringen."
Das Problem war nur: Über den Sieg von Vine wollte im Anschluss kaum jemand sprechen.

UAE betont: "Haben gezeigt, dass wir ein Team sind"

Das Top-Thema war - und bleibt wohl auch noch eine Weile - Ayuso. Doch scheint die Taktik von UAE deutlich zu sein: So tun als sei nichts passiert und mannschaftliche Geschlossenheit demonstrieren.
"Heute haben wir gezeigt, dass wir immer noch ein Team sind. Jeder hat heute beitragen, was er konnte und es hat funktioniert", sagte beispielsweise Helfer Mikkel Bjerg nach der Etappe.
Auch Ayuso selbst gab alles, die Zweifel an seiner Leistungsbereitschaft zu beseitigen. Im Schlussanstieg stellt er sich in den Dienst des Portugiesen Joao Almeida, Dritter in der Gesamtwertung, und übernahm gemeinsam mit Bjerg die Führungsarbeit.
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"Siegen ist so unglaublich hart": Vine bejubelt zweiten Etappensieg

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Ayuso unterstützt Almeida im Anstieg

"João hat um ein hohes Tempo gebeten und wir haben versucht, Druck auszuüben", sagte der 22-Jährige, der in den vergangenen Tagen Zweifel an seiner Form und der Bereitschaft ausgelöst hatte, seinen Mannschaftskapitän zu unterstützen.
"Wenn man sich nicht gut fühlt, kann man nicht helfen. Heute habe ich mich viel besser gefühlt. João hat mir aufgetragen, hart unten reinzufahren. Das haben wir getan", fügte er hinzu.
Es hätte also alles im Lot sein können beim wohl größten Radrennstall der Welt: Tagessieg? Check. Aussichten in der Gesamtwertung? Almeida ist mit 39 Sekunden Rückstand auf Jonas Vingegaard im Roten Trikot voll dabei.
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"Froh, dass es zu Ende geht": Ayuso über Zoff mit UAE

Quelle: Eurosport

Ayuso hadert: "Schwer, es zu genießen"

Wie tief es unter der Oberfläche brodelt, war allerdings leicht zu erahnen. "Es ist nicht einfach", fügte Ayuso schließlich noch hinzu.
"Manchmal fällt es mir schwer, es zu genießen. Ich bin einfach froh, dass es sich langsam dem Ende entgegen neigt. Jetzt kann ich mich auf das Rennen konzentrieren und nächstes Jahr beginne ich ein neues Kapitel in meinem Leben." Das, so Ayuso, werde er sicherlich genießen können.
Fraglich ist allerdings, ob der selbst verursachte Wirbel am Ende die Chancen auf den Vuelta-Sieg von UAE zerstört.
Vingegaard dürfte schließlich davon profitieren, er übernahm nach der Etappe die Führung in der Gesamtwertung: "Ich bin immer froh ein Führungstrikot zu tragen, darüber beschwere ich mich nicht. Es ist eines der schönsten Trikots im Radsport, ich bin natürlich froh, es zu haben und hoffe, es bis Madrid zu tragen."
Für UAE hingegen könnte die Spanien-Rundfahrt im Debakel enden.
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Vine feiert zweiten Etappensieg – Vingegaard holt Rot

Quelle: Eurosport


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