Vuelta 2026: Enric Mas zu stark? Bei Red Bull und Primoz Roglic wächst vor dem Ruhetag die Skepsis
Von Jan Zesewitz
Update 06/09/2026 um 20:29 GMT+2 Uhr
2:10 Minuten beträgt der Rückstand von Primoz Roglic (Red Bull-Bora-hansgrohe) auf das Rote Trikot von Spitzenreiter Enric Mas (Movistar) vor der Schlusswoche der Vuelta a España 2026. Viel Zeit ist das nicht auf dem Weg zum historischen fünften Gesamtsieg für den Slowenen - aber der Abstand wuchs in den Bergen zuletzt an. Bei der deutschen Equipe schwindet ein wenig die Hoffnung.
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Quelle: Eurosport
"Die Idee war es, keine Zeit zu verlieren, aber genau das ist passiert, worauf wir nicht gehofft haben", fasste der Sportliche Leiter von Red Bull, Patxi Vila, gegenüber "L'Équipe" das Offensichtliche zusammen.
25 Sekunden betrug der erneute Abstand von Roglic auf Mas und den Österreicher Felix Gall an der schweren Bergankunft an der Sierra de la Pandera. Damit musste der Slowene auch Gall in der Gesamtwertung passieren lassen und liegt nun auf Platz drei. Der Hitzetag nach Córdoba änderte an dieser Ausgangslage nichts.
"Bisher war es uns nicht möglich, Enric zu schlagen", sagte Vila weiter. "Aber es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist, es ist immer noch weit bis Granada. Trotzdem: Er ist sehr stark, sehr solide und sehr schwer zu schlagen."
Der Unfall und die folgenden Verletzungen, die Roglic' Vorbereitung auf die Spanien-Rundfahrt beeinträchtigten, würden aber keine Rolle spielen: "Primoz fühlt sich gut, aber Enric ist ein bisschen besser als er an den Anstiegen. Mit Felix ist es ein bisschen mehr auf Augenhöhe, aber Enric zeigt derzeit ein bemerkenswertes Level an Konstanz."
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Red Bulls Hoffnung aufs Vuelta-Zeitfahren
Roglic und Red Bull haben in der dritten Woche noch einen Trumpf in der Hinterhand: das Einzelzeitfahren von Jerez am kommenden Donnerstag. Der Slowene ist als Olympiasieger von Tokio und dank mehrerer Siege im Kampf gegen die Uhr - gerade bei der Vuelta - einer der weltbesten Fahrer in dieser Disziplin. Für Mas und Gall gilt das nicht.
Das flache Zeitfahren dürfte also klar für Roglic sprechen. "Das Zeitfahren ist für uns als Team sehr wichtig", sagte Vila. "Wir haben viel daran gearbeitet und uns verbessert, also hoffen wir, dass wir auch bei der Vuelta ein gutes Ergebnis erzielen können."
Der 36-jährige vierfache Gesamtsieger spielte seinen Vorteil im exklusiven Gespräch mit Eurosport am Ruhetag ein wenig herunter. Durch den Unfall sei er lange nicht mehr auf der Zeitfahrmaschine gesessen.
Vor dem Zeitfahren und den enorm schweren Bergetappen am Schlusswochenende ist diese Vuelta aber sicher nicht entschieden - auch nicht gegen Roglic.
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