Vuelta a España: Jan Ullrich überrascht von Pogacar-Teilnahme - "der Tag wird kommen, dass der Außerirdische müde wird"
Von Jan Zesewitz
Update 06/08/2026 um 14:32 GMT+2 Uhr
Tadej Pogacar wird zum zweiten Mal in seiner Karriere bei der Vuelta a España teilnehmen. Beim Start in Monaco will er das Grand-Tour-Triple vollenden: Alle drei großen Landesrundfahrten in seiner Karriere zu gewinnen. Dass der slowenische Dominator schon in diesem Jahr die Spanien-Rundfahrt angeht, überrascht die deutsche Radsport-Legende Jan Ullrich, wie er im Podcast "Ulle & Rick" sagte.
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Quelle: Eurosport
"Wenn ich ehrlich sein soll, habe ich dieses Jahr noch nicht damit gerechnet, dass er die Vuelta in Angriff nehmen wird", sagte der Tour-de-France-Sieger von 1997.
Für Ullrich ist der Rennplan Pogacars in der zweiten Jahreshälfte übervoll: "Erstmal kosten drei Wochen Tour de France unglaublich viel Energie. Dann war er in Slowenien, ist ein Criterium mitgefahren, wird so ein bisschen rumgereicht. Wir wissen ja auch, dass er seinen Weltmeistertitel zum dritten Mal verteidigen will. Er rennt mit Riesenschritten über seine To Do-Liste von Sachen, die er noch abhaken will."
An der Seite des Slowenen bei UAE-Team wird Joao Almeida an den Start gehen. Der Portugiese wurde durch eine lange Krankheit zurückgeworfen, sein eigentliches Saisonziel Giro d'Italia musste er absagen, vergangenes Jahr wurde er in Spanien Zweiter hinter Jonas Vingegaard. Aus seinen Klassement-Ambitionen für die Vuelta wird mit der Teilnahme von Pogacar wohl nichts werden.
"Ob der Außerirdische auch mal müde wird, ob er sich übernimmt?", fragte Ullrich in Richtung seines Podcast-Partners Rick Zabel. "Ich glaube es zwar nicht, sonst würde er das nicht machen, wenn er es sich nicht zutrauen würde. Aber irgendwann wird ja der Tag mal kommen."
Zabel glaubt an frühe Vuelta-Entscheidung
Zabel war ebenfalls nicht der Meinung, dass der große Einbruch Pogacars bei der Vuelta kommen wird.
"Ich kann mir vorstellen, dass er ähnlich wie bei der Tour sich in der ersten Wochen ein, zwei Etappen rauspickt, in denen er 'All In' geht, um einen komfortablen Vorsprung zu haben", sagte der Ex-Profi. "Er kann dann mit Hinblick auf WM und EM sagen, 'ich bringe den Gesamtsieg konservativ ins Ziel.'"
Bei der Tour de France verhalf Pogacar in der dritten Woche seinem Teamkollegen Isaac Del Toro aufs Podium und zum Weißen Trikot des besten Jungprofis. Eine Blaupause für die Vuelta? "Ich kann mir vorstellen, dass er dann auch viel für Almeida macht, damit der noch mit auf dem Podium stehen kann. Theoretisch kann UAE mit den beiden ja alleine zehn Etappen gewinnen."
Die Konkurrenten von UAE werden sich ob dieser Aussicht nicht freuen, aber einen Gewinner hat die Teilnahme Pogacars schon gefunden: "Ich glaube, die Vuelta hat erstmal drei Champagner aufgemacht, weil Pogi da mitfährt", sagte Zabel.
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Quelle: Eurosport
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