Vuelta: Tadej Pogacar wird nach Attacke eingeholt, entgeht Sturz nur haarscharf - und siegt trotzdem auf 6. Etappe
Eurosport bei GoogleTadej Pogacar hat auf der 6. Etappe seinen nächsten Sieg bei der Vuelta gefeiert - allerdings unter höchst dramatischen Umständen. Denn als der Slowene am letzten Anstieg des Tages zum Solo ansetzte, schien die Entscheidung bereits gefallen, doch dann kämpfte sich mit Enric Mas ein Rivale an den steilen Rampen wieder heran und in der Abfahrt entging der Dominator dann einem Sturz nur haarscharf.
Highlights: Pogacar trotzt Schrecksekunde in der Abfahrt
Quelle: Eurosport
Die Etappe im Hinterland der Mittelmeerküste bot ein spektakuläres Finale auf den letzten 30 Kilometern: Mit knappem Vorsprung ging die Ausreißergruppe des Tages in den letzten Berg, der Rampen mit bis zu 20 Prozent Steigung sowie ein 1,9 Kilometer langes Schotterstück aufwies.
Pogacar ging am Puerto el Bartolo wie erwartet in die Offensive, hängte alle Gegner ab und zog auf der Gravel-Passage davon. Doch als er die verbliebenen Ausreißer überholt hatte, tauchte auf den letzten Metern zur Bergwertung der 1. Kategorie plötzlich Mas (Movistar) wieder hinter ihm auf.
Dem Spanier gelang das seltene Kunststück, eine Lücke zum Weltmeister aus dem UAE-Team wieder zu schließen und gewann sogar die Bergwertung.
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"Nichts weniger als eine Sensation!" Mas überholt Pogacar vor Gipfel
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Gemeinsam stürzte sich das Duo in die anspruchsvolle Abfahrt und dort wagte Pogacar zu viel Risiko: Er versteuerte sich und kam von der Strecke ab. Doch verhinderte er einen Sturz und seine Rennmaschine erlitt keinen Defekt.
Vuelta: Mas beeindruckt Pogacar
"Ich war wirklich überrascht am Gipfel, er flog da wie eine Rakete an mir vorbei, damit hatte ich nicht gerechnet, weil ich im Teamfunk gehört habe, ich hätte 40 Sekunden Vorsprung", so Pogacar. "Ich war mir sicher, dass er die Abfahrt kennt", ergänzte er - doch auf Handzeichen von Mas, es bergab etwas ruhiger angehen zu lassen, reagierte Pogacar nicht und hätte das fast gebüßt.
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"Hätte in die Hose gehen können": Pogacar versteuert sich in Abfahrt
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So konnte er zusammen mit Mas die jagende Konkurrenz auf den letzten Kilometern zum Ziel im Gegenwind auf Distanz halten und sich im Sprint den Sieg holen. Es war am sechsten Renntag sein bereits dritter Erfolg bei dieser Vuelta am Ende der 177 Kilometer von Alcossebre nach Castelló.
"Ich wusste, dass ich ihn im Sprint besiegen kann", war sich Pogacar des neuen Coups schon vorher sicher, "aber es war ein tolles Rennen". Auch Mas war zufrieden: "Im Sprint konnte ich nichts mehr entgegensetzen, das hat man gesehen. Pogi ist eben Pogi", sagte der 31-Jährige. "Jetzt bin ich Zweiter in der Gesamtwertung, fühle mich sehr gut und von Tag zu Tag besser."
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Keine Geschenke! Pogacar kocht tapferen Mas im Zweiersprint ab
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Vuelta: Roglic verliert Rang drei
Platz drei im Tagesklassement ging mit 46 Sekunden Rückstand an den Belgier Ramses Debruyne (Alpecin), der zu den Ausreißern des Tages gehört hatte. Er führte ein Quintett an, in dem auch Rekordsieger Primoz Roglic (Slowenien/Red Bull) und der Österreicher Felix Gall (Décathlon) vertreten waren. Diese Verfolger waren im Flachstück zum Ziel schon bis auf 13 Sekunden an das Spitzenduo herangekommen, dann ging die Lücke wieder auf.
Die nächste Fünfergruppe um Oscar Onley (Netcompany) kassierte schon 1:38 Minuten Rückstand. Zumindest rettete der Schotte seinen Spitzenplatz in der Nachwuchswertung um wenige Sekunden vor Debruyne
In der Gesamtwertung liegt Pogacar weiter souverän über drei Minuten vor der Konkurrenz. Dort löste Mas nun Roglic auf Platz zwei ab. Neuer Spitzenreiter der Mannschaftswertung ist nun Décathlon, das UAE heute um mehrere Minuten hinter sich ließ.
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Fahrer leiden bei fast 20 Prozent Steigung! Pogacar nutzt Rampe zur Attacke
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Am Freitag steht auf der 7. Etappe eine Bergankunft mit einem Schlussanstieg der 1. Kategorie an - live im TV bei Eurosport und im Stream bei HBO Max. Nicht mehr starten wird dann Joshua Tarling: Der Brite aus der Netcompany-Mannschaft, dessen jüngerer Bruder vor kurzem bei einem tödlichen Rennunfall verstarb, gab das Rennen am Donnerstag auf.
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Vuelta-Strecke, 7. Etappe: Bergankunft auf fast 2000 Meter
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6. Etappe | Wellige EtappeAlcossebre → Castellón de la Plana / 177.4 km
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T. PogacarBeendet
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