Vuelta 2026: Tadej Pogacar selbstkritisch nach Schreckmoment und Fast-Sturz in Abfahrt - "Hätte nie vorbeifahren sollen"

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Nächster Etappensieg, Führung in der Gesamtwertung ausgebaut, Spitze in drei Klassements - eigentlich könnte Tadej Pogacars Vuelta-Zwischenbilanz kaum besser sein. Doch die vollständige Geschichte der 6. Etappe zeigte ein anderes Bild: Der Weltmeister erlebte gleich zwei Schockmomente am letzten Berg - einen im Anstieg und einen in der Abfahrt. Danach gab sich der Slowene selbstkritisch.

"Hätte in die Hose gehen können": Pogacar versteuert sich in Abfahrt

Quelle: Eurosport

Am Eurosport-Mikrofon fand Pogacar klare Worte zu seinem Fast-Sturz in der steilen und technisch anspruchsvollen Abfahrt vom letzten Anstieg 20 Kilometer vor dem Ziel. Nur mit viel Glück und dank seiner Klasse blieb der UAE-Superstar in dieser Szene auf dem Rad. Es hätte in dieser Situation auch sehr schnell zu einem folgenschweren Crash kommen können.
Dabei hatte ihn sein Begleiter Enric Mas noch mit einer Handbewegung vor der schwierigen Stelle gewarnt, doch Pogacar setzte sich dennoch an die Spitze – und bereute das im Anschluss. "Ich hätte nie vorbeifahren sollen, als er einen kleinen Fehler machte. Ich wollte mein Tempo halten, aber das war verkehrt."
"Er wurde noch schneller, nachdem ich ihn vor der scharfen Kurve gewarnt hatte", schilderte Mas den Schreckmoment. "Ich habe Tempo rausgenommen und er wurde von der Straße getragen."
Die Abfahrt sei "irre steil" und die Straße "wirklich übel" gewesen, deshalb sei er eigentlich über die Begleitung durch Mas froh gewesen. "Ich dachte: Er kennt diese Abfahrt sicher richtig gut und ich kannte die Strecke nicht, nur ein paar Gefahrenstellen", aber zum Glück blieb es beim Schreckmoment.
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Pogacar gesteht: "Mas flog wie eine Rakete an mir vorbei!"

Quelle: Eurosport

Denn auch ein Defekt durch den Fahrfehler ins Grüne hätte folgenschwer sein können, auf dem schmalen Sträßchen wäre die Wartezeit auf eine Ersatzrennmaschine wahrscheinlich lange geworden. "Wir haben die Abfahrt überlebt", fasste es Pogacar zusammen, dem diese heiklen Augenblicke sicher eine Lehre gewesen sein dürften. "Ich bin froh, dass ich auf dem Rad geblieben bin, das hätte ein schwerer Sturz werden können."

Vuelta: Pogacar hält "Rakete" Mas für Zuschauer

Aber nicht nur bergab erlebte Pogacar eine Überraschung, auch im Anstieg lief es anders als erwartet. Dabei hatte sich der Tour-Sieger an den steilen Rampen des Puerto El Bartolo einmal mehr von der Konkurrenz gelöst, die letzten Ausreißer auf dem folgenden Gravel-Abschnitt eingeholt und stehen gelassen und schien dem nächsten siegreichen Solo unwiderstehlich entgegenzustürmen.
Bis plötzlich ein blaues Movistar-Trikot im Spalier der Fans immer näher kam und auf den Betonplatten zum Gipfel die Lücke schloss. Damit nicht genug: Der 31-Jährige begnügte sich nicht damit, es ans Hinterrad des Dominators geschafft zu haben, sondern sprintete vorbei und gewann den Bonussprint und die damit verbundenen sechs Sekunden.
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"Nichts weniger als eine Sensation!" Mas überholt Pogacar vor Gipfel

Quelle: Eurosport

"Ich war überrascht, als er an der Bergwertung vorbeifuhr, er dreimal so schnell wie ich", gestand Pogacar, der Mas sogar als "Rakete" bezeichnete. Im ersten Moment, so der Spitzenreiter, habe er gedacht, "ist das ein Fan, der da an mir vorbeikommt?"
Mas habe sich sicher "den Anstieg sehr gut eingeteilt", lobte Pogacar, während er dies schlecht gelöst habe. So konnte der Mallorquiner einen Rückstand von deutlich über einer halben Minute wieder aufholen - eine höchst seltene Leistung gegen den weltbesten Kletterer.

Seltener Coup: Mas hängte Pogacar bei Klassiker ab

Das gibt Mas Rückenwind für den weiteren Verlauf der Rundfahrt. Nach zwei Seuchenjahren bei großen Rundfahrten ist er wieder auf dem Niveau, zum fünften Mal in seiner Karriere aufs Vuelta-Podium zu kommen. Pogacar kennt die Klasse des Kletteres, der ihn einst 2022 beim Giro dell' Emilia im Finale abhängte - auch das können nur wenige Fahrer von sich behaupten.
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Enric Mas siegt als Solist beim Klassiker Giro dell'Emilia 2022

Fotocredit: Getty Images

Das nächste Duell steht bereite auf der 7. Etappe an, wenn der Schlussanstieg Aramón Valdelinares (1. Kategorie) wartet. Mit seiner unrhythmischen Steigung, die mehrere Passagen von 13 Prozent aufweist, lädt er zu Attacken ein und dürfte Mas die Chance geben, im Kampf ums Podium seine direkten Konkurrenten wieder unter Druck zu setzen.
Eurosport ist live im TV und im Stream bei HBO Max ab 13:30 Uhr in voller Länge dabei, unser Liveticker startet um 15:30 Uhr.
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Highlights: Pogacar trotzt Schrecksekunde in der Abfahrt

Quelle: Eurosport


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