Vuelta a España - Primoz Roglic überrascht sich nach Albtraum-Vorbereitung selbst: "Viel bessere Position als gedacht"

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Selbst eine Albtraum-Vorbereitung kann Primoz Roglic (Red Bull-Bora-hansgrohe) bei seiner Lieblingsrundfahrt Vuelta a España offenbar nicht aufhalten. Nach fünf Etappen liegt der Rekordsieger der Spanien-Rundfahrt im Gesamtklassement auf Rang zwei hinter seinem slowenischen Landsmann Tadej Pogacar – und überraschte damit nicht nur Experten, sondern auch sich selbst.

Roglic exklusiv: "Bin in viel besserer Position als gedacht"

Quelle: Eurosport

"Ich bin in viel besserer Position als ich erwartet habe", sagte Roglic am Eurosport-Mikrofon im Vorfeld der sechsten Etappe mit steilem Gravel-Finale: "Es ist erst der Anfang, wir schauen von Tag zu Tag."
Dass Roglic nach fünf Etappen und dem ersten Klettertest in den Pyrenäen mit nur 3:21 Minuten Rückstand auf Platz zwei im Gesamtklassement liegt, ist durchaus überraschend.
Denn Ende Juli war die Vorbereitung des 36-Jährigen auf den Kopf gestellt worden. Roglic wurde bei einer Trainingsfahrt von einem Auto erfasst, erlitt schwere Prellungen und ein großes Hämatom am Bein. Statt sich bei der Clásica San Sebastián und der Vuelta a Burgos den letzten Feinschliff zu holen, musste der Slowene sogar um den Vuelta-Start bangen.
An GC-Ambitionen war nicht mehr zu denken. "Vor ein paar Wochen konnte ich mir nicht einmal vorstellen, Rad zu fahren", sagte Roglic im Vorfeld der Rundfahrt.

Roglic kann mit Gruppe der Pogacar-Verfolger mithalten

Doch es kam anders. Sowohl beim Zeitfahr-Prolog als auch beim ersten Klettertest auf der 4. Etappe gehörte Roglic zu den Besten, konnte der erweiterten Favoriten-Gruppe um Überraschungsmann Jarno Widar, Felix Gall, Oscar Onley, Sepp Kuss und Enric Mas bis ins Ziel nach Andorra folgen. Nur Pogacar zog an der Spitze einsam seine Kreise.
An ein Top-Ergebnis am 13. September in Granada will Roglic trotzdem noch nicht denken. "Ich habe die letzten Tage schon ein bisschen was gemacht, jetzt schauen wir mal, wie ich auf diese Belastung reagiere", sagte der Red-Bull-Kapitän mit einem Lächeln.
Schon am Donnerstag wird sich zeigen, wie gut Roglics Form wirklich ist. Der Puerto El Bartolo (1. Kategorie) wird den Favoriten mit einer durchschnittlichen Steigung von 7,1 Prozent alles abverlangen. "Es wird ein hartes Finale, sehr aufregend. Bestimmt gibt es einen Kampf der GC-Fahrer", prophezeite Roglic.
Vielleicht kann sich der Routinier einmal mehr selbst überraschen. Und wenn nicht? Auch kein Problem. Zumindest war Roglic bemüht, dieses Bild in die Öffentlichkeit zu tragen. Er sei einfach froh, am Start zu stehen: "Je älter du wirst, umso mehr kannst du es wertschätzen."
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Vuelta-Strecke, 6. Etappe: Schwere Kletterpartie am Meer

Quelle: Eurosport


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