Start-Ziel-Sieg für Tadej Pogacar bei der Vuelta? Nur diesen Radstars gelang das Kunststück bei großen Rundfahrten
Eurosport bei GoogleTadej Pogacar trägt seit dem Auftakt der Vuelta 2026 durch seinen Sieg im Zeitfahren von Monaco das Rote Trikot des Spitzenreiters. Mit dem Triumph bei der ersten Bergetappe in Andorra scheint ihm der Gesamtsieg von keinem Konkurrenten mehr zu nehmen, nur Sturz, Defekt oder Krankheit könnten ihn noch stoppen. Wenn er die Führung nicht noch freiwillig abgibt, steigt er in einen illustren Kreis auf.
Siege und Show: Die besten Szenen von Pogacar bei der Tour 2026
Quelle: Eurosport
Während Pogacar bei der Tour de France im Juli sein Gelbes Trikot zwischenzeitlich an den Norweger Torstein Traeen abgab, scheint der Slowenen diesmal heiß auf den ersten Start-Ziel-Sieg seiner Grand-Tour-Karriere zu sein.
Schon mehrfach hätte er gerne schon den Auftakt in dreiwöchige Rundfahrten gewonnen, doch immer wieder wurde er knapp geschlagen: Bei der Tour 2022 und 2023 war er jeweils Dritter am ersten Tag, 2024 war er bei Giro (4.) und Tour (3.) erneut nah dran, ebenso wie beim letzten Tour-Start in diesem Juli (3.) in Barcelona.
In den Interviews der ersten Vuelta-Tage stritt er sein Interesse an diesem besonderen Kunststück nicht ab, hielt sich aber noch bedeckt bezüglich der Priorität dieses Ziels. Der Blick auf seine möglichen Vorgänger dürfte ihm Lust machen:
Als ersten Fahrern gelang der Durchmarsch zwei Italienern beim Giro d'Italia. Schon bei der siebten Austragung war im Jahr 1919 Costante Girardengo ebenso in einer eigenen Liga unterwegs wie 1927 Alfredo Binda.
Bei der Tour de France war Romain Maes im Jahr 1935 der bislang letzte Dauer-Spitzenreiter. Der Belgier siegte auf der 1. Etappe von Paris nach Lille und am Schlusstag in Paris, zudem dazwischen in Cannes. Zuvor waren Ottavio Bottecchia (1924) und Nicolas Frantz (1928) nicht zu entthronen gewesen. Genau genommen war auch Maurice Garin bei der ersten Tour de France 1903 der uneingeschränkte Dominator gewesen, allerdings hatte das Rennen damals nur sechs Etappen (die aber dafür extrem lang waren).
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Romain Maes feiert den Triumph bei der Tour de France 1935 im Prinzenpark von Paris
Fotocredit: Getty Images
Nach dem zweiten Weltkrieg dauerte es bis 1973 und zu Eddy Merckx, um wieder einen Start-Ziel-Sieg zu sehen: Der Belgier verzichtete in jenem Jahr auf die Tour, dafür gewann er Vuelta und Giro und dominierte dabei die Italien-Rundfahrt vom Prolog in Belgien bis ins Ziel in Triest - inklusive Etappensieg in Köln am zweiten Tag.
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Eddy Merckx, fünffacher Gesamtsieger von Giro und Tour
Fotocredit: Getty Images
Vuelta 1977: Etappenrekord für Maertens
Ein anderer Belgier zog 1977 bei der Vuelta nach. Freddy Maertens kam der weniger anspruchsvolle Kurs jener Spanien-Rundfahrt sehr entgegen, nicht weniger als 13 Etappen sicherte er sich - und am Ende mit knapp drei Minuten Vorsprung den Gesamterfolg.
Im Jahr 1990 gelang Gianni Bugno sein einziger Erfolg bei einer dreiwöchigen Rundfahrt, dies beim Giro allerdings mit einem Start-Ziel-Sieg. Der Italiener gewann nach dem Auftakt noch zwei weitere Etappen und lag am Ende in Mailand sechseinhalb Minuten vor dem Franzosen Charly Mottet.
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Gianni Bungo beim Giro d'Italia 1990 im Rosa Trikot vor Charly Mottet
Fotocredit: Getty Images
Als bislang letzter Fahrer war es der Schweizer Tony Rominger, der die Führung einer Grand Tour komplett in seiner Hand behielt. Bei der Vuelta 1994 holte er sich seinen dritten Gesamtsieg in Serie, sechs Etappen und 21 (damals noch) Gelbe Trikots.
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Der Schweizer Tony Rominger im Gelben Trikot der Vuelta 1994 auf dem Weg zum Gesamtsieg
Fotocredit: Getty Images
Bei diesen Zahlenspielen darf allerdings nicht vergessen werden, dass nicht nur die Farbe des Führungstrikots der Vuelta mehrfach gewechselt hat. Auch der Zeitpunkt der Spanien-Rundfahrt im Radsportkalender rückte erst 1995 vom Frühjahr in den Spätsommer und während einiger Jahre war das Rennen nicht drei Wochen lang. Dazu kamen unterschiedliche Zeitbonifikationen bei verschiedenen Austragungen der Rundfahrten und viele Jahre lang Auftaktetappen für Sprinter, was einen Durchmarsch ausschloss.
Ob Pogacar am 13. September in Granada sein 21. Rotes Trikot erhält, könnt ihr bei Eurosport und HBO Max auf jeder Etappe live mitverfolgen!
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Giro-Dominator am Ziel: Pogacar kriegt die Trofeo Senza Fine
Quelle: Eurosport
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