Straßenrad-WM: Gedenkfahrt mit 1500 Radfahrern für die verstorbene Juniorin Muriel Furrer auf der WM-Strecke
VonJan Zesewitz
Publiziert 29/09/2024 um 14:53 GMT+2 Uhr
1500 Radfahrer fanden sich am frühen Morgen in Zürich ein, um mit einer Gedenkfahrt der verstorbenen Muriel Furrer die letzte Ehre zu erweisen. Die 18-Jährige war am Donnerstag beim WM-Rennen der Juniorinnen in einem Waldstück schwer gestürzt und erlag einen Tag später in einem Krankenhaus in Zürich ihren Verletzungen. Die Gedenkfahrt verlief entlang der Strecke des WM-Kurses.
Radsport-Welt in Trauer: Gedenkminute für Furrer bei der WM
Quelle: Eurosport
Es fanden sich morgens um 7:00 Uhr an der Ziellinie der WM-Rennen Hobbyradfahrer verschiedenster Couleur ein, um von der Schweizer Nachwuchsfahrerin Abschied zu nehmen. Von Hollandrädern und E-Bikes bis zu modernen Carbon-Rennrädern war alles vertreten.
Auch die Profifahrerinnen von Swiss Cycling standen an der Startlinie. Eigentlich sollte zu diesem Zeitpunkt ein Volksrennen stattfinden, bei dem sich die Breitensportler kompetitiv auf der Profi-Strecke messen konnten. Viele Athleten holten sich trotz der Absage eine Startnummer ab.
WM-Organisator Olivier Senn eröffnet die Fahrt mit einer kurzen Ansprache und einer Schweigeminute. Senn erinnert daran, dass das hier kein Rennen sei. "Redet miteinander, fahrt schweigend - was für euch gut ist", sagt er. Er hoffe, dass alle mit einem besseren Gefühl zurückkehrten.
In dem Waldstück vor Küsnacht, der Unfallstelle, hielten viele der Teilnehmer an und weinten oder fuhren still weiter. Die Fahrt endete an der Wasserkirche. Dort dient ein Baum als Gedenkstätte, an der eine Schweizer Fahne befestigt wurde und Kerzen aufgestellt wurden. Viele legten Blumen nieder. Auch das Team von Swiss Cycling versammelte sich noch einmal an dieser Stelle.
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