Neue Erkenntnisse zum Tod von Muriel Furrer bei Rad-WM: Schweizerin fuhr bei Sturz doch nicht alleine
VonNiklas Bien
Update 02/10/2024 um 12:47 GMT+2 Uhr
Der tragische Unfalltod von Muriel Furrer bei der Straßenrad-WM wirft weiterhin Fragen auf. Bislang hieß es von offizieller Seite, dass es keine Augenzeugen des Sturzes gegeben habe und Furrer offenbar einige Zeit unentdeckt im Wald neben der Strecke lag. Nun ergaben Recherchen des "Blick", dass die 18-Jährige doch nicht alleine in dieser Abfahrt unterwegs war - demnach gebe es direkte Zeugen.
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Quelle: Eurosport
Furrer war im Juniorinnen-Straßenrennen bei der Weltmeisterschaft in einem Waldstück am Küsnachterberg gestürzt und hatte ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten, dem sie am Folgetag erlag.
Unmittelbar nach dem Unfall wurde ihr Sturz offenbar nicht registriert, bis zur Behandlung verging viel Zeit. Bislang gingen die Kantonspolizei und die Staatsanwaltschaft in Zürich davon aus, dass sie in dieser Phase des Rennens alleine unterwegs war und es dementsprechend keine Augenzeugen des Unglücks gab.
Auf Grundlage eines Videos, das ungefähr 400 Meter vor der Unfallstelle entstand, ermittelte der "Blick" aber nun zwei Fahrerinnen, mit denen Furrer kurz vor dem Unglück unterwegs war. Die Verantwortlichen der entsprechenden Nationalverbände bestätigten dem Schweizer Medium, dass die beiden U19-Fahrerinnen in der Nähe des Sturzopfers fuhren.
Der Verband der Fahrerin, die an zweiter Stelle hinter Furrer lag, erklärte, dass diese nichts vom Sturz mitbekommen habe. Die Fahrerin hingegen, die näher hinter der verunglückten Teenagerin fuhr, habe jedoch wahrgenommen, dass Furrer von der Strecke abkam.
Fahrerin zu Aussage bereit
"Den Unfall selber konnte sie nicht sehen, auch wegen der hohen Geschwindigkeit und der rauen Bedingungen", wurde ein Sprecher des entsprechenden Verbandes vom "Blick" zitiert. Bei dem hohen Tempo und der Blickrichtung entlang der Linkskurve, während die Sturzstelle auf der rechten Seite verortet wurde, ergibt diese Angabe Sinn.
Die Zeugin stehe den Behörden nach Verbandsangaben gerne bei der Untersuchung zur Verfügung, wurde bisher aber nicht kontaktiert, wie ein Verbandssprecher erklärte: "Unserem Wissen nach wurde noch niemand aus Furrers Verfolgergruppe kontaktiert. Bei einer offiziellen Untersuchung würden wir gerne Hand bieten, da wir alle die Umstände klären wollen."
Zum Schutz der beiden Juniorinnen verzichtet der "Blick" darauf, die Namen und Herkunftsländer der Fahrerinnen zu nennen. Trotzdem könnte das Wissen um die Begleiterinnen neue Erkenntnisse ergeben.
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Quelle: Eurosport
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