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Rad-WM 2024 - Zeitfahr-Abfahrt vom Pfannenstiel sorgt für starke Diskussionen: "Fast blind in ein schwarzes Loch"
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Update 23/09/2024 um 16:56 GMT+2 Uhr
Die Abfahrt vom Pfannenstiel zum Zürichsee auf der Zeitfahrstrecke der Elite-Klasse bei der Radsport-WM in Zürich sorgt für Diskussionen. Einige Fahrerinnen und Fahrer beschwerten sich im Anschluss an das Rennen über das Gefälle, den Straßenbelag und die Sichtverhältnisse auf der Schwabachstrasse, nachdem der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) zuvor bereits Bedenken geäußert hatte.
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Quelle: Eurosport
"Man stürzt sich fast blind in ein schwarzes Loch, weil dort die Bäume kaum Licht durchlassen", polterte etwa Lotte Kopecky, die das Frauen-Rennen auf dem fünften Platz und 1:39,44 Minuten hinter Siegerin Grace Brown beendete.
Auch Europameister Edoardo Affini ließ seinem Ärger nach dem Rennen freien Lauf. "Das war über dem Limit. Ganz ehrlich, der Belag ist schlecht. Ich verstehe nicht, warum man keine bessere Strasse finden konnte, um zum See zu gelangen", ließ sich der Italiener vom "Blick" zitieren.
In die gleiche Kerbe schlug auch die Schweizerin Elena Hartmann: "Der Belag ist schlecht", war ihr Kommentar.
Ein Problem - schließlich ging es die letzten anderthalb Kilometer mit durchschnittlich knapp zehn Prozent bergab, auch wenn diese hauptsächlich in der Geraden zurückgelegt wurden.
Der sportliche Leiter der Weltmeisterschaft, Olivier Senn, reagierte gelassen auf die Kritik: "Jeder konnte den Kurs vorher abfahren, viele Nationalteams waren schon vor Wochen hier und haben Videos gedreht. Klar, das ist kein Billard-Teppich dort, aber es gab keine Alternativen."
Kanton-Weigerung verhindert Alternative
Einer der Gründe für den Mangel an Optionen war offenbar die Weigerung des Kantons Zürich, grünes Licht für eine weniger gefährliche Route zu geben. So hätte dies die Fähren auf dem See eingeschränkt, was zu zusätzlichen Belastungen des Straßenverkehrs rund um Zürich geführt hätte.
Gleichzeitig habe die Gemeinde-Verwaltung einer Komplett-Erneuerung der Straße eine Absage erteilt, weswegen das Organisationskomittee selbst habe in die Tasche greifen müssen: "Immerhin konnten wir die Löcher, die es vorher hatte, ausbessern – dafür haben wir die Hälfte der Kosten übernommen", so OK-Chef Senn, der aber auch zugab: "Jetzt hat es einige Wellen drin."
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