Olympia 2021: Lilly Stoephasius wartet ungeduldig auf ihren Olympia-Auftritt

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Wild und unbekümmert geht Skaterin Lilly Stoephasius als jüngste deutsche Athletin in ihr Olympia-Abenteuer. Am Mittwoch wird es ernst für die 14-Jährige, die in der "Park"-Disziplin an den Start geht. Mit einer Medaille dürfte es angesichts der hochkarätigen Konkurrenz schwer werden, andererseits wimmelt es im Skatepark vor junger Talente, die die Olympischen Spiele schon für sich genutzt haben.

Lilly Stoephasius freut sich auf Olympia.

Fotocredit: Getty Images

Lilly Stoephasius ist aufgeregt, genau genommen: total hibbelig. Was auch kein Wunder ist vor dem ersten Auftritt auf der größten Bühne, die der Sport zu bieten hat.
Lilly Stoephasius, 14 Jahre alt und damit Jüngste im "Team D", will Olympia und die Welt dazu auf dem Skateboard erobern, "Park" ist ihre Disziplin. "Ich freue mich, Deutschland als Jüngste zu repräsentieren", sagte sie dem "SID", doch es geht um mehr: Im olympischen Scheinwerferlicht will sie "Skateboarden zum ersten Mal der Welt zeigen".
Stoephasius ist eines von vielen Wunderkindern. Im Street-Wettbewerb in der vergangenen Woche holte die 13 Jahre alte Japanerin Momiji Nishiya das erste Gold im Skateboarden bei Olympia. Weltmeisterin Misugu Okamoto aus Japan, im Park-Wettbewerb am Mittwoch (ab 2:00 Uhr bei Eurosport) Goldfavoritin, ist 15 Jahre alt. Sky Brown, Dritte der Weltrangliste, noch jünger als Nishiya. Das britische Postergirl könnte die jüngste Olympiasiegerin überhaupt werden. Von ihrer Freundin Stoephasius schwärmt sie: "Lilly ist richtig gut. Sie inspiriert mich auch."
Eine Medaille für Stoephasius? Wäre eine Sensation. Die 14-Jährige wäre schon zufrieden, "unter die Top Ten zu kommen oder vielleicht sogar ins Finale" der besten acht Fahrerinnen. Schon letzteres wäre eine Überraschung, nicht zuletzt wegen des gigantischen Skateparks im Hafen von Tokio. "Der Park wird sehr schwer, vor allem für die Frauen", erklärte Tyler Edtmayer, der zweite deutsche Olympia-Starter, dem "SID". Die "extrem große" Anlage verspricht spektakuläre Flugeinlagen und wird laut Edtmayer eine "Challenge für viele Leute".
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Olympiasieg: Der Gold-Run von Skateboard-Teenie Nishiya

Quelle: Eurosport

Unterstützung von Papa und der Katze

Auch Stoephasius, in der Weltrangliste auf Rang 19 geführt, ist sich der Herausforderung bewusst. "Ich habe mir vorher rausgesucht, was ich für Tricks mache. Das mache ich sonst nie", sagte die Berlinerin. Unterstützt wird die Olympia-Debütantin von ihrem Papa und Trainer Oliver: "Es ist mir sehr wichtig, dass ich jemanden dabei habe und nicht alleine in Tokio stehe." Außerdem hat sie sich ein Bild ihrer Katze Filou auf das Brett gemalt und dazu ihr Motto: "Do it". Mach einfach.
Die unbekümmerten Skaterinnen versetzten die Welt bereits vor einer Woche im Street-Finale in Staunen. Inklusive Tony Hawk, Ikone und Urvater der Sportart. Der US-Amerikaner gab den Teilnehmerinnen Tipps, beim Wettbewerb ließ er seine Handykamera fast durchlaufen. Auch die zweitplatzierte Rayssa Leal aus Brasilien ist erst 15 Jahre alt, die drittplatzierte Japanerin Funa Nakayama 16, und gemeinsam komplettierten sie das jüngste Einzel-Podium der olympischen Geschichte - 42 Jahre. Hawk ist 53 Jahre alt.
Während Stoephasius bestens vorbereitet in ihr Olympia-Abenteuer startet, ist die Vorfreude bei Edtmayer getrübt. Der 20-Jährige brach sich bei der ersten Trainingssession im Ariake Urban Sports Park den linken Arm, will aber um seinen olympischen Traum am Donnerstag (ab 2:00 Uhr live bei Eurosport) kämpfen: "Ich werde probieren zu fahren, aber weiß noch nicht, ob es mit den Schmerzen geht."
(SID)
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'Oh no, he's down!' - Huston suffers nasty crash and 'in struggle town'

Quelle: Eurosport

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