Besonders der Sturz von Lucas Braathen, der zum Saisonauftakt in Sölden überraschend triumphiert hatte, ärgerte Kristoffersen: "Der Grund, warum Lucas sich verletzt hat, ist, dass es so schnell geht."

"Ich kann akzeptieren, mich zu verletzen, wenn ich etwas falsch mache, das ist in Ordnung", sagte Kristoffersen. Braathen stürzte jedoch am letzten Tor vor dem Ziel, das für die im Zielhang vorherrschende Geschwindigkeit etwas eng gesteckt war. Der 20-Jährige versuchte den Innenski noch um das Tor herumzuwinden, verkantete dabei jedoch und flog über die Ziellinie heftig ab.

Adelboden
Nach schwerem Sturz: US-Team gibt leichte Entwarnung bei Ford
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Kristoffersen bezeichnete das hohe Tempo im Ziel als "kopflos". "Wenn der Schnee so aggressiv ist, wird er lebensbedrohlich", mahnte der Riesenslalom-Weltcupsieger der vergangenen Saison.

Schwerer Sturz mit Folgen: Saison für Braathen beendet

Kristoffersen macht der Speed Sorgen

Braathen zog sich bei seinem spektakulären Sturz im zweiten Durchgang eine schwere Seitenbandverletzung im Knie zu und muss operiert werden. Die Saison ist für ihn vorzeitig beendet.

Bereits im ersten Durchgang war sein gleichaltriger Teamkollege Atle Lie McGrath zu Fall gekommen. Auch er erlitt eine Knieverletzung. Im Gegensatz zu Braathen muss McGrath jedoch wohl nicht operiert werden. Dennoch droht ihm eine sechswöchige Pause.

Angst machen die schlimmen Stürze Kristoffersen nicht, jedoch gab der 26-Jährige zu, dass er sich unwohl fühle. Das liegt offenbar auch der Entwicklung der Siegerzeiten in Adelboden. "Marcel Hirscher gewann 2018 mit einer Gesamtzeit von 2:29 Minuten. Alexis Pinturault siegte am Freitag mit 2:18 Minuten", erklärte Kristoffersen und nannte die Stürze "eine echte Schande". "Es ist so unnötig", äußerte er sein Unverständnis.

Ford nach Sturz kurz bewusstlos

Die Stürze der Norweger blieben jedoch nicht die einzigen in Adelboden. Am Samstag erwischte es den US-Amerikaner Tommy Ford schwer. Wie Braathen wurde auch ihm der Zielhang des Chuenisbärglis zum Verhängnis. Ford krachte mit dem Kopf auf die Piste und blieb zunächst regungslos liegen. Zudem war er kurze Zeit bewusstlos.

Mit dem Kopf auf die Piste gekracht: Ford-Sturz überschattet Rennen

Nach einer 20-minütigen Behandlung auf der Piste war Ford mit einem Helikopter in eine Klinik gebracht worden. Am Samstagabend gab das US-Skiteam leichte Entwarnung. Die Kopf- und Nackenverletzungen des 31-Jährigen seien "geringfügig und heilen gut". Ford habe aber eine "Knieverletzung, die weiter untersucht wird".

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(mit SID)

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