Allen voran beschwerte sich der Franzose Alexis Pinturault über die Bedingungen des Rennens, das mit einem Schweizer Doppelsieg von Loic Meillard und Thomas Tumler endete. Der 28-Jährige, der im Achtelfinale auf der roten Strecke überraschend an Alexander Schmid aus Deutschland scheiterte, wütete nach dem Rennen auf "Instagram" und "Twitter": "Heute fühle ich mich betrogen. Wir Athleten wurden als Spielfiguren einer Show und nicht als Schauspieler einer Sportart angesehen", kritisierte der Silbermedaillen-Gewinner aus Pyeongchang und fragte daraufhin:

Seit wann hat im Sport das Glück Vorrang vor der Leistung?
Garmisch-Partenkirchen
Suter siegt bei schwierigem Rennen auf der Kandahar
09/02/2020 AM 12:00

13 Ausfälle in Chamonix

In Chamonix kam es insgesamt zu 13 Ausfällen, die vor allem ein gefährlicher Hügel verursachte. Am brenzligsten wurde es dabei im Halbfinale zwischen dem US-Amerikaner Tommy Ford und Thomas Tumler aus der Schweiz, als Ford nach dem Hügel abrutschte und auf die Bahn seines Gegners rutschte. Durch die schnelle Reaktion der Fahrer blieben beide glücklicherweise unversehrt.

Hier der Beinahe-Crash im Video:

"Sowas kann brutale Verletzungen geben": Ford und Tumler mit Beinahe-Crash

Pinturault machte sich daher auch Gedanken über das Risiko des Wettbewerbs. "Und wie gefährlich ist dieses Format, über das wir sprechen?", hinterfragte er den Parallel-Riesenslalom und forderte indirekt mehr Aufmerksamkeit von der FIS: "Wann werden die Worte der Athleten berücksichtigt?"

Henrik Kristoffersen teilte den Beitrag seines Konkurrenten und schrieb, dass er "total zustimmt". Daniel Yule fragt die beiden sogar, ob sie einen Boykott planen möchten.

Pinturault erntet Zustimmung

Auch von anderen Kollegen erntete der zweifache Weltmeister viel Unterstützung und Zustimmung. "Seltsamerweise bin ich froh, nach dieser Veranstaltung gesund zu sein! Ist das die Zukunft unseres Sports?", schrieb der in der Qualifikation gescheiterte Schweizer Justin Murisier auf "Instagram", gratulierte aber seinen Landsmännern Thomas Tumler und Loic Meillard zu ihrem Schweizer Doppelsieg.

Doch selbst der Tagesbeste Meillard konnte seinen Triumph nicht so richtig genießen. "Das Glück war heute beim 'Casino-Rennen' auf meiner Seite. Glücklicherweise bin ich in einem Stück im Ziel angekommen und konnte einen Sieg mit meinen Teamkollegen verbuchen", postete der Gewinner im Anschluss an das Rennen erleichtert auf "Instagram".

Es bleibt abzuwarten, ob die FIS die Beschwerden ihrer Akteure wahrnimmt und ob es Konsequenzen geben wird.

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Kopf-an-Kopf-Rennen: Meillard mit erstem Karrieresieg

Chamonix
"Sieht gut aus!" Schmid fährt in Chamonix überraschend aufs Podest
09/02/2020 AM 14:45
Chamonix
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