Dave Ryding, Charlie Raposo und Co. vor ungewisser Zukunft - Britischer Verband ohne finanzielle Mittel

Der britische Skiverband hat den erfolgreichsten Winter seiner Geschichte hinter sich - doch die Zukunft scheint alles andere als gesichert zu sein. Die Sportorganisation UK Sport kündigte nämlich an, die finanzielle Unterstützung für die obersten Kategorien des alpinen Skisports einzustellen. Damit hängen die Karrieren zahlreicher Athleten am seidenen Faden.

Dave Ryding blickt in eine ungewisse Zukunft

Fotocredit: Getty Images

"In der spannendsten und erfolgreichsten Zeit in der Geschichte des alpinen Skisports suchen wir nach Unterstützung", richtete sich Ryding auf Instagram an seine Follower. "Solltest du oder jemand, den du kennst, sich angesprochen fühlen - dann meldet euch bitte."
Tatsächlich finden sich die Stars von der Insel in einer brenzligen Situation wieder. Ohne finanzielle Mittel scheint ein Fortbestehen im Weltcup-Zirkus ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Um sich angesichts der teuren Reisen und Trainingseinheiten über Wasser halten zu können, müssten Ryding und Co. auf die eigenen Reserven zurückgreifen. Ein Umstand, der keine langfristige Zukunft verspricht.
Dabei befanden sich die britischen Skifahrer zuletzt noch im Aufwind. Während Ryding im vergangenen Winter in Kitzbühel einen Sensationssieg einfuhr, blickte Charlie Raposo in eine verheißungsvolle Zukunft. Immerhin schloss sich der 26-Jährige aus London der von Marcel Hirscher ins Leben gerufenen Skimarke VanDeer an.
Nach der drastischen Budgetkürzung stehen die Athleten nun ungewissen Zeiten gegenüber. Die fünf britischen Weltcup-Athleten benötigen nach eigenen Angaben in den kommenden acht Wochen rund 900.000 Euro, um ihr Training fortsetzen zu können.

Britischer Verband setzt Europacup-Programm aus

Am härtesten trifft es jedoch zunächst die unteren Kategorien. Dem Vernehmen nach setzt der britische Verband das diesjährige Europacup-Programm aus. Damit landen vielversprechende Talente kurzerhand auf dem Abstellgleis.
Paul Traynor, der britische Alpin-Boss, will den Kampf um eine Zukunft im Skisport aber nicht aufgeben. "Natürlich ist die Entscheidung äußerst enttäuschend. Wir müssen diesen Moment aber dazu nutzen, alles zu tun, um die britische alpine Gemeinschaft zusammenzubringen."
Man müsse einen gemeinsamen Weg finden, um die Athleten weiterhin zu unterstützen. Dabei bezog er sich vor allem auf die hervorragenden Ergebnisse der vergangenen Saison. "Sechs Athleten, die Weltcuppunkte erzielten, und der unglaubliche Sieg von Dave Ryding in Kitzbühel sind ein klarer Beweis dafür, dass diese Athleten es verdienen, ihre unermüdliche harte Arbeit und ihre Erfolge fortzusetzen", unterstrich Traynor.
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Quelle: Eurosport

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