Wie der Schweizer Rundfunk "SRF" berichtet, diskutiere man im Kreis der FIS dahingehend noch über grundlegende Fragen. Neben der möglichen Einführung von neuen Disziplinen soll beim Riesenslalom beispielsweise eine Reduzierung von zwei Durchgängen auf einen Lauf im Raum stehen.
Ein Umstand, der die Vorbereitungen der Rennveranstalter durchaus beeinflusst. Aus dem Schweizer Lager wurde angesichts der Unsicherheiten für die kommende Saison bereits Kritik geäußert. Laut Swiss-Ski-Boss Walter Reusser fühle sich die momentane Ungewissheit wie eine "Operation am offenen Herzen" an.
Wie es um die Zukunft des Riesenslaloms - oder auch der anderen Disziplinen - bestellt ist, wird sich voraussichtlich Anfang April herausstellen. Dann will die FIS einen ersten Entwurf des Weltcup-Kalenders 2022/23 veröffentlichen.
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Wird der Riesenslalom revolutioniert?

Eine derartige Revolution des Riesenslaloms würde zumindest dem grundlegenden Konzept der neuen FIS-Ära unter Eliasch entsprechen.
Kürzere Rennen bedeuten eine höhere Attraktivität für TV-Übertragungen, welche wiederum die internationale Vermarktung unterstützen würden. Das eigene Elite-Produkt soll möglichst aufpoliert werden, um in neue Dimensionen vorstoßen zu können.

Johan Eliasch mit Marco Odermatt

Fotocredit: Getty Images

Traditionsreiche Disziplinen und Weltcup-Standorte passen da nicht immer zu Eliaschs Agenda. Vielmehr wird eine Öffnung zum asiatischen Markt angestrebt: Von der Wirkung der Olympischen Spiele in Peking erhofft man sich einen Schub in der dortigen Wahrnehmung, weshalb die Olympia-Abfahrt möglichst bald auch im Weltcup-Kalender stehen soll. Von Verbänden und Experten werden indes leere Ränge und fehlendes Interesse befürchtet.

Premiere: Abfahrt am Matterhorn

Vor einer Weltcupstation in China steht zunächst aber ein anderes Mega-Projekt auf dem Programm. Im kommenden Winter feiert nämlich die Matterhorn-Abfahrt ihr Debüt. Der Start des Rennens liegt knapp unter rekordverdächtigen 4.000 Metern, die Länge soll alles Bisherige in den Schatten stellen.
Auch zur internen Zukunft des Weltverbandes stehen Entscheidungen an: Bei der Präsidentschaftswahl am 26. Mai scheint die Fortsetzung mit Eliasch an der Spitze schon festzustehen. Der 60-Jährige tritt ohne Gegenkandidat an.

Das Matterhorn: Bald Kulisse für eine Weltcup-Abfahrt

Fotocredit: SID

Damit wird dem schwedisch-britischen Geschäftsmann genügend Zeit für kommende Projekte eingeräumt. Eines davon könnten die sogenannten FIS Games sein, die eine Miniatur-Version der Olympischen Winterspiele darstellen und in Abwechslung mit jenen stattfinden sollen. Auch hier hat die internationale Vermarktung oberste Priorität.
Mit 2024 und 2028 stehen sogar zwei erste mögliche Termine für einen Testlauf des Großereignisses im Raum. Ob es tatsächlich zu einer derartigen Entwicklung kommt, bleibt abzuwarten. Einen ersten Anhaltspunkt wird der Mailänder FIS-Kongress am 26. Mai geben - und gleichzeitig auch die Zukunft des Skisports mitbestimmen.
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