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Garmisch-Partenkirchen: Slalomsaison mit Ausfällen, Aufholjagden und durchmischten Podien verrückt wie nie
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Publiziert 28/02/2022 um 12:20 GMT+1 Uhr
Acht Rennen, sieben verschiedene Sieger, 15 Fahrer auf dem Podium: Die Slalom-Saison bei den Männern ist so ausgeglichen wie nie zuvor. Das spiegelt auch der Stand im Disziplinweltcup wider. Auch wenn sich der Norweger Henrik Kristoffersen mit seinem Doppelschlag in Garmisch-Partenkirchen etwas abgesetzt hat, haben nach acht von zehn Rennen noch 13 (!) Fahrer die Chance auf die Kristallkugel.
Linus Straßer
Fotocredit: Getty Images
Unberechenbarer kann eine Wintersportdisziplin kaum sein. Nicht nur ist das Fahrerfeld im Slalom so eng zusammen, wie nie zuvor, auch die sehr hohe Ausfallquote sorgt dafür, dass sich das Feld immer wieder durchmischt.
Hatten 2014, als sich Marcel Hirscher und Felix Neureuther um den Slalomweltcup duellierten, beide am Ende im Schnitt über 60 Punkte pro Rennen gesammelt, reichen Kristoffersen aktuell gerade einmal 44,5 Punkte pro Rennen für die Führung.
Mit 356 Punkten liegt er vor seinem Landsmann Braathen (307) und dem deutschen Schladming-Sieger Linus Straßer (278) in Führung.
Auch wenn mit Kristoffersen, Kitzbühel-Sieger Dave Ryding aus Großbritannien und Straßer beim zweiten Slalom am Gudiberg in Garmisch-Partenkirchen erstmals in diesem Winter drei Fahrer das Podium bestiegen, denen es zuvor im Saisonverlauf schon gelungen war, war das Rennen bezeichnend für den Weltcupwinter.
Kuriose Verläufe im zweiten Durchgang
Mit den beiden Schweizern Loic Meillard und Ramon Zenhäusern sowie Johannes Strolz aus Österreich schieden die Top drei nach dem ersten Durchgang aus.
So wie es in diesem Winter bereits reihenweise die Bestplatzierten zur Halbzeit im zweiten Lauf erwischte, darunter Kristoffersen in Wengen und Olympiasieger Clement Noel aus Frankreich beim Heimrennen in Val d’Isère jeweils kurz vor dem Ziel.
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"Er macht's wieder!" Kristoffersen holt zweiten Sieg in Garmisch
Quelle: Longines Alpine Skiing
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Kopfüber in den Schnee: Zenhäusern fliegt am Gudiberg ab
Quelle: Eurosport
Zudem fuhren Ryding und Straßer noch von den Plätzen 19 bzw. 16 nach Lauf eins auf das Podium vor. Auch derartige Aufholjagden gehörten im Saisonverlauf fast schon zum guten Ton. Den Höhepunkt lieferte Lucas Braathen in Wengen, als er von Zwischenrang 29 noch zum Sieg stürmte.
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Starke Aufholjagd: Straßer holt Podium beim Heimspiel
Quelle: Eurosport
Strolz: "Riskieren das letzte Hemd"
Für den Olympiazweiten Strolz ist das eine Folge des eng beieinander liegenden Leistungsniveaus, das zu noch höherem Risiko führt.
"Das Niveau ist so hoch, da weiß jeder, er muss das letzte Hemd riskieren. Wenn man in Führung liegt, gibt es keinen Raum für taktische Überlegungen", wird der Österreicher in der "Kronenzeitung" zitiert.
Zudem liegt das Feld nach dem ersten Lauf meistens so eng zusammen, dass für die etwas schlechter Klassierten mit besserer Piste im Finale viel drin ist. "Das ist auch gut, es ist sehr interessant für die Zuschauer, gut für unseren Sport und auch für Rennläufer sehr spaßig", bilanzierte Strolz.
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Olympiasieger scheitert: Noel bei Slalom in Garmisch früh raus
Quelle: Eurosport
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