Mit vier WM-Mediallen, dreimal Olympia-Edelmetall und dem Gewinn der Slalom-Kristallkugel hat Liensberger bereits einen Großteil ihrer Träume erfüllen können. In Österreich will man jedoch noch höher hinaus und peilt den Gesamtweltcup an.
Ein Unterfangen, mit dem sich Magoni bestens auskennt. Immerhin begleitete der 60-Jährige seine ehemaligen Schützlinge Maze und Vlhova ebenso bis in die absolute Weltspitze und feierte mit ihnen jeweils den Triumph im Gesamtklassement. Seine Expertise war in den letzten Jahren immer wieder gefragt - ein Angebot von Mikaela Shiffrin soll er sogar abgelehnt haben.
"Ich bin überglücklich, einen Top-Trainer an meiner Seite zu haben", freute sich Liensberger über die Neuverpflichtung. "Wir wollen vor allem meine Ski-Technik weiter verbessern und erfolgreiche Kapitel schreiben", führte die Österreicherin weiter aus.
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Auch wenn es zwischen den ÖSV-Läuferinnen und Magoni eine sprachliche Barriere geben wird, erhofft man sich einen baldigen Effekt. Der ehemalige Schweizer Slalomläufer Dider Plaschy sah die Verpflichtung von Magoni als notwendigen Schritt: "Livio kann kein Wort Deutsch. In Österreich nimmt man dies in Kauf. Man hat gemerkt, dass man die Spitzenathletinnen besser machen muss", erklärte er dem "Blick".

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Magoni sorgte auch neben der Piste für Schlagzeilen

Doch Magoni sorgte neben beachtlichen Erfolgen auf der Piste auch für einige Kontroversen. Dies bekam vor allem Vlhova zu spüren. Die Olympiasiegerin wurde von Magoni öffentlich als "Bügeleisen" bezeichnet, während er die italienischen Athletinnen Federica Brignone und Marta Bassino als "Diamanten" beschrieb.
Gegen Ende ihrer Zusammenarbeit habe Vlhova jegliche zwischenmenschliche Verbindung zu Magoni verloren, weshalb sie in ihrer Biografie auch kein gutes Haar an ihm ließ. "Er behandelte mich wie eine Maschine. Nicht wie eine Frau, die auch Gefühle hat, die ihre Tage hat und manchmal scheitert. Er war krank", erklärte sie.
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