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Kitzbühel: Daniel Yule triumphiert im Slalom-Thriller am Ganslernhang - Linus Straßer vergibt Podestchance
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Publiziert 22/01/2023 um 14:36 GMT+1 Uhr
Daniel Yule hat den Slalom in Kitzbühel gewonnen und seinen sechsten Weltcupsieg eingetütet. Dabei hat der Schweizer von einem fatalen Fehler von Lokalmatador Manuel Feller profitiert. Der ÖSV-Läufer schied in der Entscheidung nach nur wenigen Toren aus. Dave Ryding reihte sich dank einer fabelhaften Aufholjagd auf Rang zwei ein (+0,40 Sekunden), Lucas Braathen wurde Dritter (+0,41).
Drama in zwei Akten: Braathen und Feller ebnen Yule den Weg
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Linus Straßer schien fast körperliche Schmerzen zu verspüren, als er konsterniert auf die Anzeigetafel am Fuße des eisigen Ganslern blickte. Eine Hundertstelsekunde, das erkannte er schnell, fehlte ihm auf dem Hang, auf dem er die ersten Schritte auf dem Weg zum Weltklasse-Skifahrer gemacht hatte, zu einem Platz auf dem Podest. "Das ist schon bitter. Mir hat ein vierter Platz noch nie so weh getan wie heute", sagte er erkennbar angefressen.
"Es ist ja nicht nur die eine Hundertstel auf den dritten", sagte er, es waren "auch die zwei Hundertstel auf den zweiten Platz". Die eine fehlte ihm zu Lucas Braathen aus Norwegen, die zweite zum Briten Dave Ryding. Nur Sieger Daniel Yule aus der Schweiz war um vier Zehntel weit enteilt.
"Wir können mit der Vorstellung und dem Ergebnis schon leben", versicherte DSV-Alpinchef Wolfgang Maier.
Der frustrierte Straßer suchte dennoch die fehlenden Hundertstel - bei sich selbst. Er habe sich "ziemlich am Limit" bewegt, sagte der Münchner, aber wenn er so zurückdenke an den einen oder anderen Schwung im Finale, "den ich nicht auf Vollzug reingefahren bin, beißt du dir in den Arsch". Zumal er nach dem ersten Lauf noch Dritter war.
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(SID)
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