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Hannes Reichelt im exklusiven Interview: Das braucht Thomas Dreßen für die Rückkehr in die Weltspitze
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Publiziert 18/01/2023 um 22:19 GMT+1 Uhr
Thomas Dreßen ist zurück im Weltcup. Nach mehrwöchiger Verletzungspause feierte er in Wengen ein emotionales Comeback. Hannes Reichelt traut dem 29-Jährigen die Rückkehr in die Weltspitze zu, warnte im exklusiven Interview mit Eurosport.de aber vor einer überstürzten Erwartung. "Man muss Tom eine ganze Saison Zeit geben, durch die er unverletzt kommt", sagte der Super-G-Weltmeister von 2015.
Thomas Dreßen im Training auf der Streif
Fotocredit: Getty Images
Erst Ende November hatte Dreßen beim Weltcup in Lake Louise nach über zweieinhalb Jahren seine Rückkehr gefeiert, ehe er sich Mitte Dezember in Gröden abermals verletzte.
Am zurückliegenden Samstag kämpfte der Kitzbühel-Sieger von 2018 mit den Tränen, als er sein erneutes Comeback gab und erstmals seit drei Jahren wieder die Lauberhorn-Abfahrt bestritt.
Dass Dreßen, der in seiner Karriere bereits fünf Weltcupsiege einfuhr, "nur" auf Rang 26 ins Ziel kam, spielte dagegen keine Rolle. "Boah, unglaublich, also wirklich. Für mich ist es einfach so schön, dass ich jetzt wieder da sein kann", sagte der Garmisch-Partenkirchener bewegt.
Ein kleiner Schritt zurück in Richtung Weltspitze?
"Eine Weiterentwicklung geht immer auch mit kleinen Erfolgserlebnissen einher, auf denen er aufbauen kann", erklärte Hannes Reichelt nun im exklusiven Interview mit Eurosport.de und blickte optimistisch in die Zukunft: "Er wird sich Schritt für Schritt mehr vornehmen und wenn er dann wieder in den Top 5 auftaucht, schafft er auch bald wieder den Sprung aufs Siegerpodest."
Reichelt erklärt: Dann kann Dreßen wieder gewinnen
Dort stand Dreßen zuletzt am 14. Februar 2020 in Saalbach-Hinterglemm, als er im Super-G auf Rang drei fuhr. Einen Tag zuvor hatte er in Österreich in der Abfahrt den letzten seiner bislang fünf Weltcupsiege eingefahren. Für den 42 Jahre alten Reichelt steht außer Frage, dass Dreßen über das Potential verfügt, wieder Triumphe zu feiern.
"Wenn er spürt, das Stockerl ist wieder erreichbar, kann er auch wieder gewinnen", sagte der Super-G-Gesamtweltcupsieger von 2007/2008.
Die Rückkehr von Dreßen ist für die kriselnden DSV-Abfahrer ohne Zweifel eine Bereicherung. Vor seinem Comeback in Wengen hatte Eurosport-Experte Fritz Dopfer im Interview die Bedeutung seiner "einzigartigen Fähigkeiten" herausgehoben, mit denen Dreßen das Speed-Team verstärkt.
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Thomas Dreßen beim Weltcup in Wengen
Fotocredit: Getty Images
Reichelt: Dreßen als "Zugpferd" für die Abfahrer
Auch Reichelt stellte die Bedeutung von Dreßen als "Zugpferd" für das deutsche Team heraus, in dem aktuell "der Spitzenläufer fehlt", wie der Österreicher erkannte. "Momentan bewegen sich alle auf demselben, eher mittelmäßigen Niveau", lautete Reichelts Analyse.
Dennoch erkennt der 13-malige Weltcupsieger ein hohes Potenzial im DSV-Team. Umso wichtiger sei dafür aber Dreßens Rückkehr. Denn: "Wenn Dreßen zurück zur alten Form findet, wird er seine Teamkollegen wieder mitziehen", ist sich Reichelt sicher.
Am Freitag (11:30 Uhr live bei discovery+ im Liveticker) kehrt Dreßen fünf Jahre nach dem größten Erfolg seiner Karriere auf die Streif zurück.
Doch Reichelt drückte vor dem legendären Hahnenkammrennen in Kitzbühel erneut auf die Euphoriebremse, der 29-Jährige sei - natürlich - noch nicht in Höchstform. "Dreßen war lange weg und da braucht es seine Zeit, bis man wieder Anschluss findet, schließlich schläft der Sport ja nicht."
Dreßen schwärmt nach Training
Im ersten Training am Dienstag überraschte Teamkollege und Routinier Romed Baumann als Dritter, Dreßen landete auf Rang 36. Die Freude über sein Streif-Comeback ließ er sich dadurch aber nicht verderben.
"Ich kann mich kaum erinnern, dass ich so einen Spaß hatte die Streif herunter", schwärmte der 29-Jährige. Viel wichtiger war aber Dreßens Update zu seinem Gesundheitszustand: "Ich fühle mich gut."
Ein weiteres Erfolgserlebnis zurück in Richtung Weltspitze.
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Wengen-Rückkehr nach drei Jahren: Dreßen ist wieder da
Quelle: Eurosport
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