Super-G in Kitzbühel: Marco Odermatt triumphiert auf der Streif - Franjo von Allmen sorgt für Schweizer Doppelsieg

Marco Odermatt hat den Super-G auf der legendären Streif in Kitzbühel gewonnen. Der Schweizer Dominator wiederholte damit seinen Sieg vom Vorjahr. Franjo von Allmen machte den Doppelsieg für die Eidgenossen perfekt. Er lag nur 0,03 Sekunden hinter seinem Landsmann. Für Odermatt eine gelungene "Generalprobe" für die Abfahrt am Samstag - ein Sieg bei diesem Rennen fehlt noch in seiner Karriere.

Streif-Highlights: Super-G wird zum Krimi in Kitzbühel

Quelle: Eurosport

Odermatt gewann den Super-G in einer Zeit von 1:08:41 Minuten und zeigte keine komplett fehlerfreie Fahrt. In der Traverse im letzten Drittel des Rennens kam er von der Ideallinie ab und verlor rund drei Zehntel auf die besten Fahrer in diesem Abschnitt.
 "Es war sehr knapp, auch wenn es keine fehlerfreie Fahrt war", sagte Odermatt im "ORF". "Oben habe ich schon gemerkt, dass es gut war. Auch im Zielschuss hatte ich viel Speed, aber in der Mitte, im Lärchenschuss und über den Hausberg, habe ich nicht die Linie erwischt, die ich fahren wollte. So war ich überrascht, dass die Anzeige am Ende doch grün war."
In den meisten Bereichen zeigte der 28-Jährige seine Klasse und landete so hauchdünn vor von Allmen. Der Teamkollege ging Odermatt im Anschluss scherzhaft an die Gurgel. "Ich verstehe ihn komplett. Jeder will hier gewinnen. Es nervt, wenn du um drei Hundertstel Sekunden an der Goldenen Gams vorbeifährst."
Die österreichischen Fahnen hielt Stefan Babinsky beim Heimrennen hoch. Er wurde mit 0,25 Sekunden Rückstand Dritter. Das Nationenduell aber ging auf der Streif an die Schweizer. Raphael Haaser wurde als zweitbester Österreicher Vierter (+0,33 Sekunden), Mitfavorit Vincent Kriechmayr wurde Siebter (+0,44 Sekunden).
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"Von einer anderen Welt": Odermatt gewinnt Super-G auf der Streif

Quelle: Eurosport

Giovanni Franzoni hingegen verpasste die Top Ten. Der hochgehandelte Italiener gewann beide Abfahrts-Trainings auf der Streif in den vergangenen Tagen und gewann den Super-G in Wengen.

Odermatt jagt Maiers Super-G-Rekord

Der Super-G entwickelte sich zu einem Hundertstel-Rennen. Die ersten Zehn lagen alle innerhalb von 0,57 Sekunden. Mit einer Sekunde Rückstand landete man bereits auf Platz 26.
Für Odermatt war es der achte Erfolg im Olympia-Winter, der zweite in einem Super-G. In der "ewigen" Bestenliste der zweitschnellsten Disziplin rückte er mit seinem 17. Sieg auf Platz zwei hinter der österreichischen Legende Hermann Maier (24 Erfolge) vor.
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"Da dankst du deinem Schutzengel": Sturz spektakulär verhindert

Quelle: Eurosport

Die wohl spektakulärste Szene eines spektakulären Rennens lieferte Adrian Smiseth Sejersted. Dem Norweger verschnitt es kurz vor dem Seidlalm-Sprung die Skier, einen Sturz konnte er mit einer akrobatischen Einlage vermeiden.
"In der Luft dachte ich, dass ich zu 100 Prozent stürzen werde", sagte er am Eurosport-Mikrofon. "Dann wusste ich nicht, ob ich ein Tor verpasst habe, weil ich gar nicht so genau wusste, wo ich war. Aber ich wollte dann einfach durchziehen, weil es ein sehr schneller Lauf war." Sejersted wurde tatsächlich starker Fünfter (+0,36).
Der Schweizer Arnaud Boisset, mit Nummer 31 unterwegs, hatte weniger Glück. Er kam an derselben Stelle zu Fall und schlug hart auf der Piste auf, rappelte sich aber bald auf und fuhr zu Tal.

Deutsches Debakel in Kitzbühel

Simon Jocher, der einzige deutsche Olympia-Starter in den Speed-Disziplinen, schied im oberen Teil aus. Er hatte schon vom Start weg Probleme und verhinderte mit großer Kraftanstrengung Schlimmeres. Auch Romed Baumann und Anton Grammel erreichten das Ziel nicht, nur Luis Vogt kam aus deutscher Sicht ins Ziel und wurde 44.
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Jocher nach Blitz-Aus im Super-G: "Morgen ist ein neuer Tag"

Quelle: Eurosport

Nur Rang 44 - schlechter war der beste Deutsche in einem Weltcup-Super-G zuletzt am 7. Dezember 2013. Damals hatte Andreas Sander, im Februar 2021 sensationell WM-Zweiter in der Abfahrt, nur Rang 49 belegt.
"Ich hatte das Setup sehr aggressiv eingestellt für das Abfahrtstraining und war dann nach dem Start etwas überrascht, dass es so sehr angeschoben hat", erklärte Jocher im Eurosport-Interview. "Morgen ist ein neuer Tag, aber ich ärgere mich gerade extrem."
(mit SID)
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Von Allmen mit Wahnsinnsfahrt im Super-G auf der Streif

Quelle: Eurosport


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