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Thomas Dreßen | Start in Kvitfjell trotz lädierter Schulter
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Publiziert 06/03/2020 um 15:06 GMT+1 Uhr
Thomas Dreßen ging noch einmal auf Nummer sicher. Auch bei seiner zweiten Trainingsfahrt tastete er sich auf dem technisch anspruchsvollen Olympiabakken von Kvitfjell ans Renntempo heran - mit Erfolg. Seinen Rückstand halbierte er im Vergleich zum Vortag auf 1,88 Sekunden. Doch das war ihm völlig egal! Die entscheidende Nachricht: Die lädierten Schultern hielten auch dem zweiten Test stand.
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Er habe noch Schmerzen beim Anschieben am Start, berichtete Dreßen am Freitagmittag, "ansonsten war es unter dem Fahren kein Problem, deswegen passt das". Was übersetzt heißt: Im Rennen am Samstag (11.00 Uhr/ im Eurosport Liveticker) "werde ich auf alle Fälle starten", Das, betonte Dreßen, habe er schon nach dem ersten Training am Donnerstag entschieden. Nur über die passende Linie auf der Olympiastrecke von 1994 müsse er sich "hier und da" noch Gedanken machen.
zunächst "einige Tage geschont" - dies scheint die richtige Strategie gewesen zu sein. Am Mittwoch war er mit seinen Kollegen im norwegischen Winterwunderland beim Tiefschneefahren, "um zu sehen, wie es geht. Ich hatte zwar noch etwas Schmerzen in den Schultern, aber es ist insgesamt gut gegangen." Daher habe er sich auch für die Teilnahme an den Testläufen entschieden - das Resultat: gut:
Dreßen stand in Kvitfjell bereits auf dem Podium
Kvitfjell und Dreßen - das passt ohnehin. Im Februar 2017 fuhr er auf der Piste, auf der Markus Wasmeier seine erste von zwei olympischen Goldmedaillen gewann, als Sechster erstmals in die Top 10 im Weltcup. Im März 2018 bewies er mit seinem zweiten Triumph nur wenige Wochen nach dem sensationellen Kitzbühel-Sieg, dass er kein "One-Hit-Wonder" ist. Damals kam sich Dreßen auf dem "Stockerl" zwischen seinen einstigen "Heroes" Aksel Lund Svindal und Beat Feuz noch etwas seltsam vor, inzwischen ist er dort Stammgast.
Fünf Siege hat der erfolgreichste deutsche Abfahrer der Weltcup-Geschichte inzwischen auf seiner Visitenkarte stehen, drei davon fuhr er in der aktuellen Comeback-Saison nach "Totalschaden" im Knie und Schulter-OP ein. Dazu kommen drei weitere Podestplätze bei insgesamt 14 Rennen. "Ich habe in diesem Winter schon mehr geschafft, als ich mir je erträumt hätte", sagte er zuletzt, "alles, was jetzt noch kommt, ist Zugabe."
Ziele hat er noch genug - auch über den zu Ende gehenden Winter mit noch höchstens vier Rennen hinaus. In den beiden kommenden Saisons steht mit WM und Olympia jeweils ein Großereignis auf dem Programm, Dreßen ist ein Medaillenkandidat. Allzu forsch will er seine Ansprüche nicht formulieren. "Ich möchte konstant und technisch gut Ski fahren", sagte er. Der Rest komme von alleine - solange nicht die Schulter zwickt.
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(SID)
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