Kvitvjell: Schweizerin Joana Hählen begründet Verzicht aufs Abfahrtsrennen: "Kontrolle über meine Emotionen verloren"

Die Schweizer Skifahrerin Joana Hählen hat am vergangenen Wochenende beim Weltcup im norwegischen Kvitfjell kurzfristig auf ihren Start in der Abfahrt verzichtet. Nun wendete sich Hählen mit einem emotionalen Post bei Instagram an die Öffentlichkeit - und begründete ihre Absage beim Speedrennen. "Dieses Wochenende war eines der härtesten meiner Karriere", leitete sie ihren Beitrag ein.

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Quelle: Eurosport

Hählen ergänzte: "Ich habe so viel Arbeit investiert, um nach all den Verletzungen wieder auf Weltcup-Niveau fahren zu können - das alleine ist schon ein großer Erfolg."
Allerdings habe "jedes enttäuschende Rennen" ihr Selbstvertrauen weiter ins Wanken gebracht. Hählen liebe das Skifahren zwar, dieser Tage habe sie allerdings "nicht das Gefühl, dass diese Liebe erwidert wird".
Zum Hintergrund: Hählen hatte während ihrer Karriere bereits viermal mit schwerwiegenden Kreuzbandverletzungen (2011, 2014, 2018, 2024) zu kämpfen.
Im Februar vergangenen Jahres - nachdem sie sich ihr Knie beim Weltcup in Cortina d'Ampezzo verdreht hatte - sorgte die Schweizerin mit einem Social-Media-Beitrag für Aufsehen: "Ich kam mit geschwollenem Knie nach Zürich zurück. Der Chirurg stellte fest, dass mein vorderes Kreuzband schon im Dezember 2021 gerissen war", schrieb sie: "Es scheint, als wäre ich zwei Jahre lang ohne Kreuzband gefahren."

"Verlor die Kontrolle über meine Emotionen"

Hählen verzichtete nach dem neuerlichen Kreuzbandriss damals auf eine Operation, stattdessen setzte sie ihre Behandlung auf konservative Weise fort. Mit Erfolg: Die mittlerweile 33-Jährige fand abermals zurück in den Weltcup-Zirkus. In diesem Winter kommt Hählen allerdings noch nicht in Tritt. Auch aufgrund mentaler Probleme, wie sie nun presigab.
"Egal, wie sehr ich versuche, frei zu fahren und meinen Instinkten zu vertrauen, mache ich immer wieder Fehler - oder mein Kopf steht mir einfach im Weg." Dies habe am vergangenen Samstag im Vorfeld des Abfahrtswettbewerbs in Kvitfjell dazu geführt, dass Hählen ihren Start kurzfristig absagen musste.
"Am Samstag habe ich eine Grenze erreicht. Ich fühlte mich einfach nicht in der Lage, das Abfahrtsrennen zu fahren, und verlor die Kontrolle über die Emotionen", schrieb sie: "Es blieb mir keine andere Wahl, als nicht zu starten. Glaubt mir, es war eine der schwersten Entscheidungen meiner Karriere."
Hählen stand in ihrer Laufbahn insgesamt fünfmal auf dem Podest, zuletzt 2023 beim Super-G von St. Anton am Arlberg (Platz zwei). Ihren Optimismus hat die Bernerin trotz der zahlreichen Rückschläge jedoch nicht verloren: "Ich gebe mir jetzt Zeit, mein Selbstvertrauen wieder aufzubauen."
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Highlights: So lief der Super-G in Kvitfjell

Quelle: Eurosport


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