Martina Ertl verbietet ihrem Sohn Starts in Speed-Dizplinen: "Du fährst keine Abfahrt" - Betroffenheit über Todesfälle

Der Tod des italienischen Skirennfahrers Matteo Franzoso nach einem Trainingssturz in Chile hat die Debatte um die Sicherheit im alpinen Skirennsport erneut entfacht. Auch die ehemalige Weltklasse-Läuferin und zweimalige Weltmeisterin Martina Ertl zeigt sich tief betroffen - und fordert Konsequenzen. Ihrem Sohn habe sie bereits früh klargemacht: "Du fährst keine Abfahrt und Super-G", betonte Ertl.

Martina Ertl in Flachau 2025

Fotocredit: Imago

Die frühere Riesenslalom-Spezialistin kennt die Gefahren aus eigener Erfahrung. "Ich war selbst als Athletin sieben Mal in Chile. Da ist einfach die Organisation gefordert, dass die Sicherheitsvorkehrungen auch beim Training sehr hoch sind", erklärte sie im Gespräch mit der "ARD".
Ertl führte weiter aus: "Da sind natürlich nicht die ganzen Netze vorhanden wie vielleicht beim Weltcup-Rennen."
Besonders erschüttert zeigt sie sich von den jüngsten Todesfällen im Sport. "Es ist schon hart zu sehen, dass da in Italien einige Sportler tatsächlich ums Leben gekommen sind. Meine Kinder kriegen das auch mit. Über Social Media kriegt das jeder mit."
Franzoso war nach einem schweren Trainingssturz im chilenischen La Parva gestorben. Das teilte der italienische Wintersportverband FISI am Montag mit. Der 25-Jährige hatte seit Samstag im künstlichen Koma gelegen, nachdem er zu Fall gekommen und mit dem Kopf gegen einen Zaun gestürzt war.
Ertls Tochter Romy gehört zu den großen Talenten im deutschen Skisport und könnte im kommenden Winter ihren ersten Start im Weltcup feiern - und auch Sohn Luis ist eine Nachwuchshoffnung des DSV.

"Das ist der nicht so schöne Beigeschmack"

Die 51-Jährige sieht daher nun die Veranstalter in der Pflicht. Man müsse an den Sicherheitsvorkehrungen "maximal arbeiten". Jeder Sportler müsse demnach einschätzen: "Welches Risiko kann ich eingehen und bin ich bereit, auch Speed zu fahren?"
Laut Ertl sei dies der "nicht so schöne Beigeschmack trotz dieses tollen Skisports".
Ex-Alpin-Star Felix Neureuther hat nach dem Tod des italienischen Weltcup-Skifahrers ebenfalls höhere Sicherheitsstandards auch bei Trainingsfahrten gefordert. Skifahren sei zwar "ein extrem gefährlicher Sport", sagte der 41-Jährige dem "SID" im Rahmen des Powwow-Festivals in Düsseldorf, aber "man muss sich an einen Tisch setzen", betonte Neureuther.
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Quelle: Red Bull Content Pool


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