Highlights: Von Allmen wie Urgewalt - Überraschung auf Platz zwei
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Das Rennen um die Medaillen war denkbar knapp. Die Top 3 lagen am Ende innerhalb von 0,28 Sekunden. Auch dem viertplatzierten Franzosen Nils Allegre fehlten mit Startnummer 1 nur 0,31 Sekunden auf Gold.
Die Deutschen Simon Jocher (+ 1,55 Sek.) und Anton Grammel (+ 4,07 Sek.), mit den Startnummern 28 und 34 spät gestartet, verpassten die Top 15 auf den Plätzen 17 und 29.
"Es fühlt sich absolut crazy an. Heute fehlen mir wirklich auch ein bisschen die Worte", sagte der nun dreifache Olympiasieger von Allmen nach der Siegerehrung am Eurosport-Mikrofon und führte dann aus:
"Ich war schon etwa müde heute und habe mir gesagt: Ich nehme den Super-G so mit - was auch immer passieren wird, mag passieren. Ich bin ohne großen Druck gefahren und war mir im Ziel eigentlich sicher, dass es nicht reichen wird. Aber vielleicht hatte ich auch ein bisschen das Glück auf meiner Seite mit der frühen Startnummer und dem Schnee, der vielleicht ein bisschen langsamer geworden ist. Es passt einfach gerade so viel zusammen für mich."
Von Allmen nach Super-G-Gold: "War im Ziel sicher, dass es nicht reicht"
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Wie von Allmen sagte, zeigte sich im Laufe des Rennens, dass ein früher Start ein Vorteil war, da die Piste mit der Zeit weicher wurde und Wolken aufzogen. Unter den Top 10 fanden sich am Ende nur drei Fahrer mit zweistelligen Startnummern: Odermatt (Nr. 10 / + 0,28 Sek.), Vincent Kriechmayr (Nr. 15 / + 0,78 Sek.) und Stefan Rogentin (Nr. 14 / + 0,82 Sek.) auf den Plätzen drei, sieben und neun.
"Ich bin ein bisschen geschockt über den Ausgang des Rennens, weil ich völlig ohne Erwartungen an den Start gegangen bin. Die Startnummer drei war heute definitiv ein Vorteil für mich. Das ist schon verrückt", strahlte der Silbermedaillengewinner Cochran-Siegle im Interview beim ORF.
Ferstl erklärt: Das hat die Bedingungen im Super-G verschlechtert
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Odermatt sieht Glück auch auf seiner Seite
Auch Marco Odermatt bestätigte den Eindruck von der nachlassenden Piste: "Das ist unser Sport. Er findet draußen statt. Wir wissen, dass bei warmen Temperaturen die vorderen Nummern schneller sind. Ich glaube, das spiegelt sich im Ergebnis wider", sagte auch er dem ORF. "Auch Vincent Kriechmayr macht eine gute Fahrt und kann nicht viel Tempo aufbauen. Deswegen waren die vorderen Nummern sicher kein Nachteil", so Odermatt weiter.
Trotzdem war der 28-Jährige Topstar nicht unglücklich: "Am Ende des Tages muss man eine Medaille bei einem olympischen Rennen immer mitnehmen. Mein Ziel war Gold und es hat nicht allzu viel gefehlt. Trotzdem war das Glück auch heute wieder auf meiner Seite mit drei Hundertstel Vorsprung auf Nils Allegre. Deshalb muss ich zufrieden sein."
"Tut mir sehr leid für Nils": Odermatt fühlt mit Allegre
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Mit seinem dritten Olympiasieg innerhalb von fünf Tagen trug sich von Allmen gleich mehrfach in die Geschichtsbücher ein: Er wurde zum ersten Olympiasieger aus der Schweiz im Super-G.
Historisches Double für von Allmen
Die Speed-Diszipin wurde 1988 erstmals bei Olympia ausgetragenen. Zudem wurde der 24-Jährige zum ersten Mann überhaupt, der bei derselben Austragung der Olympischen Spiele das Speed-Double aus Abfahrt und Super-G geschafft hat.
Drittes Olympia-Gold! Von Allmen auch König im Super-G
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Außerdem steht sein Name nun direkt neben den Legenden Toni Sailer und Jean-Claude Killy sowie Janica Kostelic, die bislang die einzigen Alpin-Athleten mit drei Gold-Medaillen bei denselben Winterspielen waren.
Historischer Moment: Von Allmen bekommt drittes Olympia-Gold
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Eröffnet hatte das Rennen bei sonnigen Bedingungen der am Ende Viertplatzierte Allegre, dessen erster Richtwert aber bereits von Cochran-Siegle, dem Olympiazweiten von Peking 2022, mit Startnummer 3 unterboten wurde. An dessen Zeit bissen sich anschließend viele die Zähne aus, doch von Allmen war 0,13 Sekunden schneller, nachdem er am Carcentina-Querhang eine noch etwas höhere Linie fand als der US-Amerikaner und insgesamt eine perfekte Fahrt in den Schnee brannte.
Silber im Super-G: Cochran-Siegle setzt dickes Ausrufezeichen
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Nach von Allmen konnten der Österreicher Raphael Haaser und der italienische Lokalmatador Giovanni Franzoni sich nicht auf die Podestränge schieben, doch dann kam Odermatt. Der schlug sich gut, kam schnell durch die Carcentina-Passage und den Pietro-Sprung hinunter und blieb bis unten auf Tuchfühlung mit der Bestzeit - aber eben nur auf Tuchfühlung. Gerade in den Zielkurven, die ihm liegen sollten, verlor "Odi" nochmal an Boden und kam mit 0,28 Sekunden Rückstand ins Ziel.
Super-G: Odermatt kann von-Allmen-Zeit nicht knacken und holt Bronze
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Bitter lief es für den auf der Stelvio bereits sieben Mal im Weltcup - sechs Abfahrten, ein Super-G - siegreichen Dominik Paris.
Paris nach Abfahrtsbronze im Super-G im Pech
Der Italiener stürzte schon im oberen Teil des Rennens und musste sich nach Abfahrts-Bronze von den Hoffnungen auf eine zweite Medaille bei den Spielen im Heimatland verabschieden.
Riesenpech: Paris stürzt im Super-G, weil Bindung aufgeht
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Bei flacher werdendem Licht und offenbar langsam nachlassender, weil aufweichender Piste wurde es anschließend wohl immer schwieriger. So kam Vincent Kriechmayr ohne erkennbaren Fehler in seiner Linienwahl nicht mehr näher als auf 0,78 Sekunden an von Allmens Bestzeit heran und ordnete sich auf Rang sieben ein. Schneller als der 34-Jährige Österreicher aus Linz war anschließend niemand mehr.
Spätstarter Jocher: "Top 15 wäre möglich gewesen, ganz vorne nicht mehr"
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