Olympia 2022: Michelle Gisin wird von betrunkenem Marco Odermatt geweckt - "Wein macht schnell"

Michelle Gisin holt bei den Olympischen Spielen in Peking sieben Monate nach ihrem Pfeifferschen Drüsenfieber Medaillen. Schon mit Bronze im Super-G schrieb sie ein kleines Ski-Märchen. Ihr Geheimnis? Am Vorabend habe sie mit den Kollegen Loic Meillard und Luca Aerni ein Glas Wein getrunken. "Wein macht schnell", hatten ihr die beiden an die Tür geschrieben und das Ritual vor der Kombi wiederholt.

Michelle Gisin holt in Peking Bronze im Super-G und Gold in der Alpinen Kombination

Fotocredit: Getty Images

Sommer 2021, Michelle Gisin liegt untätig zu Hause herum und schaut Olympia in Tokio. Doch die Skirennläuferin macht keine Pause in der Saison-Vorbereitung, sie ist dauerhaft an die Couch oder ans Bett gefesselt: Pfeiffersches Drüsenfieber, "ich war ein halblebiges Elend". Sieben Monate später holt Gisin in Peking wie 2018 Gold in der Kombination.
"Das ist unfassbar, wenn man an den Sommer zurückdenkt", sagt die Schweizerin, "es war die verrückteste Achterbahnfahrt, die man sich vorstellen kann, aber wunderschön." Damals, auf der Couch, habe sie nicht nur um ihre Karriere gebangt, sondern "Angst gehabt, dass ich nicht mehr gesund werde, das war das Schlimmste".
Ihr Umfeld fing sie auf. Freund Luca De Aliprandini, selbst erfolgreicher Skirennläufer, Bruder Marc oder Schwester Dominique, die Abfahrts-Olympiasiegerin von 2014, die beide ihre Karrieren beendet haben. Die Winterspiele, sagt Gisin, habe sie nie aus dem Blick verloren.
Schon mit Bronze im Super-G schrieb sie ein kleines Ski-Märchen. Ihr Geheimnis? Am Vorabend habe sie mit den Kollegen Loic Meillard und Luca Aerni ein Glas Wein getrunken. "Wein macht schnell", hätten die Jungs ihr danach an die Zimmertür geschrieben, und sie wiederholten das Ritual vor der Kombi.
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Gisin hauchdünn zurück: So knapp ging es im Kampf um Silber zu

Quelle: Eurosport

Gisin holt sich Tipps von angetrunkenem Odermatt

Auch Riesenslalom-Olympiasieger Marco Odermatt hatte seine Finger im Spiel - und am Glas. Dessen Goldparty raubte Gisin im Nebenzimmer den Schlaf. Also schnappte sie sich ihr Bettzeug, schlurfte um Mitternacht hinüber und holte sich Tipps: "Marco trug noch immer sein Renndress und hatte seine Goldmedaille des Riesenslaloms um den Hals. Wir begannen, um ein Uhr morgens über die Abfahrt zu diskutieren. Er war betrunken und ich todmüde – es war wirklich lustig."
Kurz darauf kehrte dann auch Ruhe ein, erzählt Gisin: "Marco und seine Jungs gingen dann später doch auch schlafen. Und ich auch."
Die Schweizerin, sagt Cheftrainer Beat Tschuor, "ist die ultimative Skifahrerin". Und Teil der besten Alpin-Nation in Peking mit fünfmal Gold. Alles wegen ein paar Gläsern Wein? "Wir hatten ein bisschen Bündnerfleisch dabei", berichtete Tschuor, "geschmuggelt in Skischuhen."
(SID)
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Quelle: Eurosport

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