Olympia 2022: Ski-Superstar Mikaela Shiffrin schließt nach Teamwettbewerb mit Spielen ab

Mikaela Shiffrin verpasst auch im sechsten Anlauf eine Medaille - und zeigt, dass das gar nicht schlimm ist. Die Dominatorin des Ski-Zirkus zeigt in der Niederlage wahre Größe und schwingt sich in der Öffentlichkeit zur Weißen Ritterin auf. Auch wenn sie im abschließenden Wettkampf drei von vier Rennen verlor, ist die US-Amerikanerin stolz auf ihre Leistung.

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Quelle: Eurosport

Nach der finalen Pleite machte Mikaela Shiffrin doch noch ihren Frieden mit diesem verhexten, vermaledeiten Olympia-Berg. Denn enttäuscht, betonte sie, nein, enttäuscht sei sie überhaupt nicht über den undankbarsten aller Plätze.
Rang vier im Team Event, wieder keine Medaille, auch nicht im sechsten und letzten Versuch - ein Desaster?
Blödsinn! "Ich hatte bei diesen Spielen viele enttäuschende Momente", erzählte die 26-Jährige aufgeräumt, "dieser gehört nicht dazu."
Mit diesem tollen Team um eine Medaille mitgekämpft zu haben, sei vielmehr "das bestmögliche Ende, meine Lieblingserinnerung".
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Shiffrin wirft Gold weg: Nächstes Aus für US-Star im Kombi-Slalom

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Shiffrin erreicht in der Niederlage Größe

Die Gold-Mission der besten Skirennläuferin der Gegenwart scheiterte krachend, doch sie erreichte in der Niederlage Größe, wie sie mancher Sieger nie erlangt. Sie stellte sich, stand zu ihren Fehlern, ließ die Öffentlichkeit in die tiefsten Abgründe ihrer Seele blicken.
Und als sie sich durch all die Dramen gekämpft hatte, schwang sich Shiffrin zur Weißen Ritterin auf.
All jenen, die sich wegen all des Hasses im Netz oder in der Schule nicht mehr aus dem Bett trauten, nicht mehr leben wollten, rief sie zu: "Raus mit euch!" Ihr schafft das!
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"Ich verstehe es nicht": Shiffrin ringt im Interview nach Worten

Quelle: Eurosport

"Enttäuschung, Bedauern, Hoffnung, Optimismus, Pessimismus, Triumph, Scheitern" - all das, sagte Shiffrin, "ist das Leben." Heute Olympiasiegerin, morgen Depp der Nation - der ganz normale Wahnsinn.

Mannschaftswettbewerb als gelungener Abschluss

Um diese Achterbahnfahrt noch einmal im Kreise ihres Teams zu erleben, verschob Shiffrin eigens ihren Rückflug.
Nach all dem Zuspruch wollte sie ihren Kolleginnen und Kollegen beweisen, "wie sehr ich sie liebe". Doch sie fand nicht zu gewohnter Stärke, verlor drei von vier Duellen. "Ich habe das Gefühl, dass ich es für das Team verloren habe", sagte sie.
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Dennoch: So gut wie in dieser Mannschaft habe sie sich die ganzen Spiele nicht gefühlt, betonte Shiffrin. Und wenn sie eines gelernt habe, dann: "Immer wieder aufzustehen."
(SID)
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