Mikaela Shiffrin: Protest-Wirrwarr um Ski-Star nach Slalom-Sieg in Semmering - "Komischer Moment an einem komischen Tag"

Mikaela Shiffrin hat in Semmering auch den fünften Slalom der Saison gewonnen und ihren Rekord auf 106 Weltcupsiege nach oben geschraubt. Allerdings sorgte die US-Amerikanerin auch für Aufregung, weil aufgrund ihres Einschreitens der Kurs für den zweiten Durchgang kurzfristig noch einmal umgesetzt wurde. Zwischenzeitlich wurde sogar berichtet, Österreich und die Schweiz hätten Protest eingelegt

Kursumsetzung erhitzt Gemüter: Shiffrin klärt bei Eurosport auf

Quelle: Eurosport

Im Eurosport-Interview mit Viktoria Rebensburg klärte Mikaela Shiffrin im Anschluss ausführlich über den Vorfall auf, der die Gemüter in Semmering erhitzte.
Demnach sei Shiffrin, die nach dem ersten Durchgang mit 53 Hundertstel Rückstand auf die Führende Camille Rast nur auf Platz vier gelegen hatte, bei der Besichtigung des Kurses für den zweiten Durchgang eine brenzlige Stelle aufgefallen. Konkret ging es ihr um einen langen Schwung in eine Haarnadel, der in Shiffrins Augen unfahrbar bzw. bei den schlechten Pisten-Bedingungen zu gefährlich gewesen sei, weshalb sie "mit der FIS und einigen Coaches" darüber diskutiert habe.
Shiffrins Einspruch wurde letztlich stattgegeben und der Kurs umgesetzt. Allerdings hatte ein Großteil der Athletinnen zu diesem Zeitpunkt bereits die Inspektion beendet. "Es waren nur ich und zwei andere Athletinnen, die das wirklich gesehen haben", so Shiffrin.
Laut "ORF"-Informationen wurde zwar im Anschluss ein Video an die Verbände geschickt, auf dem die neue Streckenführung zu sehen gewesen sei. Zeit für eine weitere Besichtigung war allerdings nicht mehr.
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Rast über Kursänderung: "Nicht so glücklich"

Für die Zweitplatzierte Rast, die noch hinter Shiffrin zurückfiel, "nicht so glücklich. Wir hatten alle schon inspiziert. Es sollte für jeden gleich sein", sagte die 26-Jährige am Eurosport-Mikrofon: "Wir sind die 30 besten Slalom-Fahrerinnen der Welt. Ich denke, wir können uns an die Situation anpassen."
Shiffrin beschrieb die Situation später als "einen sehr komischer Moment an einem sehr komischen Tag". Zuvor hatte sie wie viele andere Fahrerinnen bereits die Pisten-Bedingungen am Zauberberg scharf kritisiert. Komplett verschiedene Schneeverhältisse - oben eisig, danach weich. Vor allem Fahrerinnen mit höheren Startnummern im ersten Durchgang hätten Angst gehabt, so Shiffrin.
Die amerikanische Ski-Queen trotzte jedoch den Bedingungen und fuhr ihren fünften Slalom-Sieg der Saison und 106. Weltcupsieg insgesamt ein. Bei der Konkurrenz blieb ob des umgesetzten Kurses allerdings ein fader Beigeschmack. Zwischenzeitlich wurde gar berichtet, Österreich und die Schweiz hätten Protest gegen Shiffrin eingelegt, weil diese die Strecke zu lange besichtigt habe. Im Endeffekt wurde darauf jedoch verzichtet.
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Falch: "Das Video habe ich rechtzeitig bekommen"

"Es ist ein bisschen schräg gelaufen, aber es ist jetzt nicht das große Thema für mich", sagte ÖSV-Alpinchef Christian Mitter: "Wir schauen auf uns. Sie war heute eindeutig besser als unsere Läuferinnen."
Auch die Österreicherin Natalie Falch (11./+4,42 Sekunden) konnte die Aufregung um Shiffrin nicht nachvollziehen. "Das Video habe ich rechtzeitig bekommen. Es war alles fair. Ich habe alles gesehen, und wir haben alles mit den Trainern genau besprochen", sagte die 21-jährige Tirolerin.
Laut des Schweizer Cheftrainers Beat Tschuor hätte die FIS-Jury die Änderung "schlüssig erklärt".
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