Slalom in Semmering - Mikaela Shiffrin übt scharfe Kritik an Pistenbedingungen: "War nicht sicher für die Mädels"

Mikaela Shiffrin hat nach ihrem Weltcupsieg beim Slalom in Semmering harte Kritik am Zustand der Strecke geübt. "Der Untergrund war über dem Limit. Für mich war das kein Problem", meinte die US-Amerikanerin gegenüber Viktoria Rebensburg im Eurosport-Interview. Doch die Sportlerinnen mit "Startnummer 12, 18, 20 oder 60 - die hatten Angst zu fahren. Das hat jede gesagt, mit der ich gesprochen habe".

Kursumsetzung erhitzt Gemüter: Shiffrin klärt bei Eurosport auf

Quelle: Eurosport

Das sollte aber nicht die Regel sein. "Manchmal gibt es herausfordernde Bedingungen, wenn es über dem Limit ist. Wir sollten davon lernen und es nächstes Mal besser machen", forderte Shiffrin, die die Situation am Zauberberg als "Lehrstunde" bezeichnete. "Zum Glück wurde niemand verletzt. Wir haben es überlebt."
Im "ORF" wiederholte die 30-Jährige ihre Kritik. "Die Bedingungen heute waren wirklich herausfordernd. Es war nicht sicher für die Mädels, hier Ski zu fahren", stellte Shiffrin nach ihrem fünften Saisonsieg klar. Im ersten Lauf kamen 39 Sportlerinnen auf der stark beschädigten Strecke nicht ins Ziel.
Kurz nach der Besichtigung war entschieden worden, den Schnee im oberen Bereich zu wässern und zu salzen. Im unteren Teil war die Piste hingegen weich. Die Präparierung führte zu noch größeren Problemen. Deutschlands Cheftrainer Andreas Puelacher bewertete es als Panikreaktion.
"Ich weiß nicht, wie dick die Schneeschicht war. Aber meiner Meinung nach hätte man schon am Samstagabend nach dem Riesenslalom arbeiten müssen. Keine Ahnung, warum da nichts getan wurde", wird der DSV-Trainer im "Blick" zitiert.

Puelacher kritisiert Piste: "Keine Werbung für Skisport"

Auch Puelacher bemängelte die Bedingungen in Semmering. "Das war definitiv keine Werbung für den Skisport. Die Serviceleute am Start wussten überhaupt nicht, wie sie das Material abstimmen sollten. Kein Wunder gab es danach so viele Einfädler."
Auch Shiffrin hätte sich trotz ihres nächsten Weltcupsieges, der nach einem Protest zeitweise auf der Kippe stand, ein anderes Rennen gewünscht. "Ich bin frustriert, wie das heute hier für alle gelaufen ist", meinte der US-Skistar im "ORF".
"Es sollte eine Show sein, etwas, das uns Spaß macht. Und eben nicht, dass man am Start steht und verängstigt auf die Piste blickt mit enormen Löchern schon bei den ersten Schwüngen."

FIS-Rennleiter Markus Mayr äußerte ebenfalls gegenüber dem "ORF" und ordnete die Pistensituation weniger prekär ein als die Athletinnen und Trainer: "Die Pistenverhältnisse waren nicht am Limit, vielleicht am Schluss nicht mehr fair. Es war nie gefährlich, so dass wir zum Schluss hinaus diskutiert hätten, das Rennen zu stoppen."
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Quelle: Eurosport


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