Ski-WM 2021 - Parallelrennen: Liensberger darf nachträglich über Gold jubeln - Verwirrung um Finale
Die Österreicherin Katharina Liensberger hat nachträglich von der FIS die Goldmedaille im Parallelrennen der alpinen Ski-WM in Cortina d'Ampezzo zugesprochen bekommen. Die 23-Jährige teilt sich damit den Weltmeistertitel mit der Italienerin Marta Bassino. Nachdem beide Athletinnen im großen WM-Finale zeitgleich über die Ziellinie kamen, wurde zunächst Bassino zur alleinigen Gewinnerin erklärt.
Katharina Liensberger (links) und Marta Bassino
Fotocredit: Getty Images
Grund dafür war der schnellere Einzellauf, den die Italienerin im zweiten Durchgang des Finals vorzuweisen hatte.
Nach dem nervenaufreibenden Rennen berichtigte der internationale Ski-Verband jedoch seine Entscheidung und kürte sowohl Liensberger als auch Bassino zur Weltmeisterin.
Das Pikante an der Sache: Die Österreicherin wurde erst unmittelbar vor der Siegerehrung von der FIS-Entscheidung informiert und konnte ihr Glück im Anschluss kaum fassen.
"Oh mein Gott. Das ist ja megacool, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Ich kenne mich gerade gar nicht aus. Es ist einfach nur genial. Eine Goldmedaille zu gewinnen ist etwas ganz Spezielles. Es ist ein Traum, der heute in Erfüllung gegangen ist", sagte die sichtlich euphorisierte Weltmeisterin im Interview mit dem "ORF".
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Thriller um Gold: Liensberger und Bassino zeitgleich im Ziel
Quelle: Eurosport
Ski-WM: Österreichische Festspiele gehen weiter
ÖSV-Damen-Chef Christian Mitter brachte im Anschluss Licht ins Dunkel.
"Es gibt ein eindeutiges Reglement, das besagt, dass es eindeutig Ex-aequo-Platzierungen im großen und kleinen Finale gibt. Toni (Giger, ÖSV-Sportdirektor; Anm. d. Red.) hat die Regel noch einmal ausgegraben und bei der Jury nachgefragt. Es gibt regulär zwei Goldmedaillen", erklärte Mitter im "ORF" und betonte:
"Parallel fährt man nicht jeden Tag, da sind die Regeln nicht so präsent. Ich habe nachgeschaut und es steht eindeutig drinnen. Die Jury hatte die Regel wohl nicht ganz im Kopf."
Im kleinen Finale ging es dagegen eindeutiger zu. Die Französin Tessa Worley setzte sich gegen die US-Amerikanerin Paula Moltzan durch und sicherte sich damit Bronze.
Andrea Filser, die sich als einzige von drei gestarteten deutschen Frauen überraschend für die K.o.-Runde qualifiziert hatte, scheiterte im Achtelfinale.
Derweil baut Österreich seinen Vorsprung im Medaillenspiegel durch den Triumph von Liensberger weiter aus. Die Goldmedaille der 23-Jährigen war bereits das vierte Edelmetall für die Alpenrepublik bei der Ski-WM. Zuvor hatten bereits Vincent Kriechmayr (Super-G und Abfahrt) und Marco Schwarz (Kombination) bei den Titelkämpfen in Cortina d'Ampezzo triumphiert.
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Bronze vor Augen: Schmids Medaillentraum platzt kurz vorm Ziel
Quelle: Eurosport
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