Ski-WM 2023: Odermatt schlägt Kilde in der Abfahrt und holt erstes WM-Gold - Dreßen Zehnter

Marco Odermatt hat das Duell der Ski-Giganten bei der WM 2023 in Courchevel für sich entschieden. Der Schweizer siegte in der Abfahrt mit einer herausragenden Fahrt in 1:47,05 Minuten vor seinem Dauer-Rivalen Aleksander Aamodt Kilde (Norwegen/+0,48 Sekunden) und Überraschungsmann Cameron Alexander (Kanada/+0,89). Thomas Dreßen wurde als bester Deutscher guter Zehnter (+1,15).

Highlights: Odermatt gelingt die perfekte WM-Abfahrt

Quelle: Eurosport

Für den Gesamtweltcupführenden Marco Odermatt, der bei der Ski-WM 2023 in Méribel und Courchevel im Super-G nur Vierter geworden war, war es die erste WM-Medaille überhaupt - und sein erster Sieg in einer Abfahrt nach sieben zweiten Plätzen.
"Das war das beste Timing ever. Es war die perfekte Fahrt", sagte Odermatt bei Eurosport: "Es war ein verrückter Tag, eine verrückte Woche. Es war nicht einfach nach dem Super-G. Ich bin 'all-in' gegangen und ich wusste auch, dass ich musste."
Der Norweger Aleksander Aamodt Kilde, der fünf der bisherigen acht Weltcup-Abfahrten 2022/23 gewonnen hatte, holte nach dem Super-G sein zweites Silber auf der L'Eclipse in Courchevel.
Gegen die nahezu perfekte Fahrt seines Schweizer Widersachers konnte aber auch der Lebensgefährte von Mikaela Shiffrin nichts ausrichten. Der 30-Jährige war im Ziel knapp eine halbe Sekunde langsamer. "Ich habe mein Bestes gegeben, aber ein hungriger Odermatt ist schwer zu schlagen", sagte er bei Eurosport.

Dreßen nicht weit von Bronze weg

Cameron Alexander aus Kanada (+0,89) wurde überraschend Dritter.
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Nicht zu schlagen! Odermatt mit Fabelzeit in der WM-Abfahrt

Quelle: Eurosport

Thomas Dreßen überzeugte aus deutscher Sicht: Zu Beginn der WM noch durch Magen-Darm-Probleme geschwächt und in der Abfahrt mit Knieproblemen gehandicapt ("es tut brutal weh"), fuhr der 29-Jährige im unteren Bereich mit Top-Speed auf Rang zehn (+1,15 Sekunden).
Dreßen sagte, er habe "zwei unterschiedliche, sehr starke Schmerzmittel nehmen müssen, um überhaupt fahren zu können".
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Bronze nicht weit weg: Dreßen überzeugt in der WM-Abfahrt

Quelle: Eurosport

Eine Prellung sei im Knie "genau im Gelenk, da stehst du die ganze Zeit drauf beim Fahren, da landest du bei jedem Sprung drauf, du spürst es immer".
Platz fünf verpasste er dennoch nur um 14 Hundertstel Sekunden, Bronze war nur 26 Hundertstel entfernt.
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Dreßen trotzt Knieschmerzen: "No risk, no fun!"

Quelle: Eurosport

Romed Baumann (+1,80/19.), Josef Ferstl (+2,07/27.) und Andreas Sander (+2,40/29.), Vize-Weltmeister von Cortina d'Ampezzo 2021, kamen nicht in die Top 15.

Schwarz überzeugt auch in der Abfahrt

Bester Österreicher wurde überraschend vor den Spezialisten der Allrounder Marco Schwarz - der Silbermedaillengewinner der Kombination verpasste Bronze nur um vier Hundertstel (+0,93) und wurde Vierter. "Das ist bitter", sagte Schwarz bei Eurosport: "Bei einer Weltmeisterschaft zählt nur eins, zwei, drei."
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Schwarz im Eurosport-Interview: "Es ist bitter"

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Titelverteidiger Vincent Kriechmayr, diesen Winter schon dreimal Abfahrtssieger, verlor nach Bestzeit im ersten Sektor viel Zeit im mittleren Abschnitt (+1,16/11.), Otmar Striedinger stürzte.
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Striedinger stürzt auf dem Weg zur Zwischenbestzeit

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Dominik Paris konnte nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen (+1,13/8.), bester Italiener wurde so Florian Schieder (+1,09/7.), dem mit der Startnummer eins ein sehr guter Lauf gelungen war.
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Reicht nicht ganz zum WM-Titel: Kilde hinter Odermatt zu Silber

Quelle: Eurosport

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