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Ski-WM 2023 - Alexander Schmid erlöst DSV mit Gold im Parallel-Rennen: "Ein verrückter Tag"
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Publiziert 15/02/2023 um 17:37 GMT+1 Uhr
Alexander Schmid gewinnt das erste WM-Gold für die deutschen Alpinen seit zehn Jahren. Im Parallel-Rennen zeigt er eine nahezu perfekte Vorstellung. Eine Erlösung für den 28 Jahre alten Oberstdorfer - aber auch für den Deutschen Skiverband. Der Triumph sei eine "extreme Erleichterung", meinte DSV-Alpinchef Wolfgang Maier: "Einen Weltmeister zu haben, ist schon etwas Besonderes."
Highlights: Goldjunge Schmid - so gelang der WM-Sieg
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Alexander Schmid jubelte als neuer Weltmeister erst mal nur verhalten, andere dagegen konnten sich nicht bremsen.
Linus Straßer sprang dem Erlöser der deutschen Alpinen ausgelassen um den Hals und schrie: "Das ist saugeil."
Nur wenige Meter dahinter war auch Felix Neureuther schier aus dem Häuschen.
"Das war Perfektion", sagte er über Schmids begeisternden Durchmarsch zu Gold im Parallel-Rennen, dem ersten seit Maria Höfl-Rieschs Kombi-Sieg vor zehn Jahren in Schladming.
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Alexander, der Große! Schmid holt Gold im Parallel-Rennen
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Weltmeister Schmid: "Ein verrückter Tag"
"Es ist ein verrückter Tag, ich bin sehr stolz auf mich", sagte der schüchterne, bisweilen an sich zweifelnde Schmid, der im Weltcup noch nie ganz oben auf dem Podium gestanden hatte.
Diesmal jedoch beherrschte er die Konkurrenten beinahe nach Belieben, im Finale ließ er Dominik Raschner aus Österreich keine Chance.
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Weltmeister Schmid im Eurosport-Interview: "Unheimlich stolz"
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Seine insgesamt acht Läufe nahe an der Perfektion führten zum ersten deutschen Männer-Gold bei einer WM seit Hansjörg Tauschers Abfahrtssieg vor 34 Jahren in Vail. "Eine stolze Zahl", sagte Schmid verlegen lächelnd.
Druck auf DSV schwindet
Unter der strahlenden Sonne von Meribel kam der Triumph des stillen Allgäuers am zehnten Tag der bis dahin medaillenlosen deutschen WM einer Erlösung gleich.
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Schmid Medal Ceremony
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"Für alle, die hier beteiligt sind", betonte Alpinchef Wolfgang Maier, "ist es schon viel wert. Wir gehören ja nicht zu den Topfavoriten."
Jetzt aber sei der Druck weg, der Sieg des 26 Jahre alten Schmid eine "extreme Erleichterung". Außerdem: "Einen Weltmeister zu haben, ist schon etwas Besonderes." Siehe Tauscher.
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DSV-Alpindirektor Maier exklusiv zu Schmid-Coup: "Der Druck ist weg"
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Schmid selbst wies darauf hin, dass er "für Team Deutschland" gewonnen und so auch den Druck genommen habe von denen, die jetzt noch Medaillenchancen haben - allen voran Lena Dürr und Straßer in den Slalom-Rennen am Wochenende.
Schmid trotz dem Fluch
Auch Schmid selbst kann es nun entspannter angehen lassen. Im Riesenslalom am Freitag sei er "auf keinen Fall zu den Favoriten" zu zählen, behauptet Cheftrainer Christian Schwaiger, er sagt allerdings auch: "Für mich ist er einer der genialsten Riesenslalom-Fahrer."
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Emotionale Momente: Weltmeister Schmid hört deutsche Hymne
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Vor zwei Jahren noch war Schmid bei der WM als Zweiter nach dem ersten Lauf im Riesenslalom ausgeschieden, als Vierter im Parallel-Rennen hatte er das Podest knapp verfehlt.
Diesmal aber ließ er sich von nichts und niemandem aus der Bahn werfen. "Das hat er souverän gemeistert. Hut ab, das war eine starke, starke Leistung von ihm", sagte Dürr, die im Viertelfinale gescheitert war. Zu Beginn der K.o.-Runde mit zwei Läufen hatte im Achtelfinale schon Straßer die Skier einpacken müssen.
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Ski-WM 2023: Alexander Schmid jubelt mit dem deutschen Team über Gold im Parallel-Rennen
Fotocredit: Getty Images
Schwaiger lobt Schmid
Schmid dagegen fuhr bisweilen wie auf Schienen. "Besser gehts nimmer", sagte Cheftrainer Schwaiger. "Jeden Lauf" sei der Weltmeister auf "extrem hohem Niveau" gefahren, außerdem "mit Kopf", und das sei extrem wichtig: "Man kann im Parallel-Rennen schnell sein, aber mit dem Kopf durch die Wand geht nicht."
Dass er es kann, hatte Schmid bereits mit der Mannschaft bewiesen: Bei der WM 2021 führte er das deutsche Team zu Bronze, bei Olympia gewann er an der Seite von Dürr und Straßer Silber.
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Voller Fokus auf den Slalom: Dürr sammelt wichtige Erkenntnisse
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"Das war heute auch wirklich eine souveräne Vorstellung vom Alex", sagte der erkennbar erlöste Maier, dem es zudem wichtig war zu betonen: "Der ist kein Zufallsweltmeister." Aber allem Anschein nach der letzte seiner Art.
Bei der WM 2025 in Saalbach-Hinterglemm wird es wohl keine Parallel-Rennen mehr geben - "eine Schande" sei das, sagte Maria Therese Tviberg aus Norwegen, die das wahrscheinlich letzte Gold bei den Frauen gewann.
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(SID)
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Weltmeister Schmid mit Gold um den Hals: "Total genial"
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