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Alpine Ski-WM: Dreßen krank und Team verunsichert - keine guten Vorraussetzung vor Super-G-Rennen
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Publiziert 08/02/2023 um 13:41 GMT+1 Uhr
Thomas Dreßen ist angeschlagen, seine Teamkollegen sind verunsichert: Für die deutschen Abfahrer scheinen in Frankreich diesmal zwei Medaillen in den Speed-Rennen wie wie bei der WM 2021 ausgeschlossen. Immerhin konnte der kränkelnde Star das erste Abfahrtstraining absolvieren und Romed Baumann sorgte als Fünfter bei der Testfahrt für ein Ausrufezeichen vor dem Super-G-Rennen am Donnerstag.
110 Km/h in Winterjacke: Dreßen eröffnet Abfahrtstraining
Quelle: Eurosport
Thomas Dreßen schaffte es am frühen Mittwochmorgen schließlich doch aus seinem Einzelzimmer, in das sie ihn wegen seines Magen-Darm-Infekts zur Sicherheit gesteckt hatten.
"Körperlich angeschlagen", so Cheftrainer Christian Schwaiger, wagte er sich dann auch auf die WM-Strecke "L'Eclipse", den ersten Trainingslauf aber absolvierte er mit Überhose und Fleece-Pulli dann nur im Schongang. Das reichte am Ende zu Rang 50, 7,02 Sekunden lag er damit hinter dem Trainingsschnellsten, Aleksander Aamodt Kilde aus Norwegen.
Bester Deutscher war Romed Baumann als Fünfter. Andreas Sander, WM-Zweiter vor zwei Jahren in Cortina d'Ampezzo, belegte Rang 17.
Dreßens Start im Rennen am Sonntag ist durchaus möglich, aber seine Verfassung passt zur allgemeinen Lage: Die deutschen Abfahrer sind malade.
Für den Super-G am Donnerstag war Dreßen nicht vorgesehen, nach langer Leidenszeit hält sein Körper diese zusätzliche Belastung derzeit nicht aus.
Ski-WM: Trio in Super-G am Start
Am Start sein werden dafür Romed Baumann, Josef Ferstl sowie Andreas Sander - ein Trio, das schon mal was gewonnen hat, freilich verunsichert wirkt und die Form der erfolgreichsten Fahrten zuletzt nicht nachweisen kann.
Medaillen wie vor zwei Jahren bei der WM in Cortina d'Ampezzo? Wären eine größere Überraschung als damals.
Baumann machte im Februar 2021 völlig überraschend den Anfang mit Silber eben im Super-G, Sander folgte mit Silber in der Abfahrt.
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Romed Baumann gewann bei WM 2021 Silber
Fotocredit: Getty Images
Ski-WM: Abfahrer jagen Podetplatz
Dieses Hochgefühl ist von Ernüchterung verdrängt worden. Seitdem fuhren die deutschen Abfahrer im Weltcup am Podest vorbei, die maximale Ausbeute waren drei vierte Plätze.
"Es ist immer so ein Auf und Ab", sagt Baumann (37) - doch warum das so ist, kann er wie die zwei Kollegen nicht erklären.
Zumindest habe man 2021 gesehen, "wie schnell es in die andere Richtung gehen kann".
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Spektakulärer Sturz durch drei Netze: Roulin fliegt im Training ab
Quelle: Eurosport
WM: Maier fordert Killerinstinkt von Abfahrern
Geht es nach Alpinchef Wolfgang Maier, fehlt den Abfahrern der Killerinstinkt, der Mut zum letzten Risiko. Dass sie das nicht auf sich sitzen lassen wollen, ist klar.
"Der absolute Wille", versichert Baumann, "ist bei jedem gegeben", gerade bei einer WM. "Ja", sagt er, er glaube schon, dass er am Donnerstag mehr wagen werde als sonst, es ist WM, "es zählt nur Eins, Zwei, Drei - da riskiert man vielleicht schon mal ein bisschen mehr."
Sander versichert: "Wir sind bei einer WM, wir geben uns nicht geschlagen."
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Romed Baumann | Downhill | Val Gardena 2022 | Alpine Skiing Men | ESP Player Feature
Fotocredit: Getty Images
"Eine WM hat eigene Gesetze"
Teamkollege Ferstl, 2019 der umjubelte Sieger des Super-G in Kitzbühel und in dieser Saison als Sechster in Gröden so gut wie nie in einer Abfahrt, gibt nach seinem Dafürhalten eh immer alles.
Als Argument dafür führt er humorvoll zwei Fahrfehler an: "Der Killerinstinkt ist immer da. Ich habe ja leider schon zwei Torstangen auf dem Gewissen."
Wenn ihm etwas vorzuwerfen sein, dann dies: "Die Schlauheit bei gewissen Toren geht mir gerade ab." Er denke, "ich reiße alles ab, aber dann sind nur die Tore".
Also, was tun? Geht es nach Baumann, werden sie erst mal den Super-G angehen wie David ein Pokalspiel gegen Goliath: "Großereignis ist Großereignis", sagt er lapidar: "Eine WM hat eigene Gesetze." Wenns nur so einfach wäre.
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Ausrufezeichen vom Topfavorit: Kilde mit Bestzeit im Training
Quelle: Eurosport
SUPER-G DER MÄNNER IN COURCHEVEL:
DER WETTBEWERB: Super-G der Männer in Courchevel (11:30 Uhr) DIE FAVORITEN: Marco Odermatt (Schweiz), Aleksander Aamodt Kilde (Norwegen), Vincent Kriechmayr (Österreich)DIE DEUTSCHEN STARTER: Romed Baumann (Kiefersfelden), Josef Ferstl (Hammer), Andreas Sander (Ennepetal) DER LETZTE DEUTSCHE WM-SIEG: noch keiner, beste Platzierung: Romed Baumann, 2. bei der WM 2021SO LIEF DIE WM 2021: 1. Vincent Kriechmayr (Österreich) 1:19,41 Minuten, 2. Romed Baumann (Kiefersfelden) +0,07 Sekunden, 3. Alexis Pinturault (Frankreich) +0,38, ... 9. Andreas Sander (Ennepetal) +0,88, ... 16. Simon Jocher (Garmisch) +1,63. Ausgeschieden: Dominik Schwaiger (Königssee)SO LIEF OLYMPIA 2022: 1. Matthias Mayer (Österreich) 1:19,94 Minuten, 2. Ryan Cochran-Siegle (USA) +0,04 Sekunden, 3. Aleksander Aamodt Kilde (Norwegen) +0,42, ... 7. Romed Baumann (Kiefersfelden) +1,16, 8. Andreas Sander (Ennepetal) +1,27, ... 13. Simon Jocher (Garmisch) +1,58, ... 18. Josef Ferstl (Hammer) +2,22WAS MAN WISSEN SOLLTE: Der Super-G (Super-Riesenslalom) ist die zweitschnellste alpine Disziplin und zwischen der Abfahrt und dem Riesenslalom angesiedelt. Gefahren wird nur ein Lauf. Die Besonderheit: Im Gegensatz zur Abfahrt, deren Kurs zuvor in Trainingsfahrten ausgetestet werden kann, gibt es beim Super-G lediglich eine Besichtigung am Morgen vor dem Rennen. Dabei gilt es, die Strecke richtig einzuschätzen.
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(SID)
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Maier analysiert Sander: "Fokus irgendwann vom Sport weg"
Quelle: Eurosport
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